Abo
  • Services:

Festplattenverschlüsselung: Truecrypt-Entwickler verweigern Weiternutzung

Die Truecrypt-Entwickler beharren darauf, dass ihr Code weiterhin nicht von anderen verwendet werden darf. Er stehe lediglich als Referenz zur Verfügung, und sie selbst hätten überlegt, ihn neu zu schreiben.

Artikel veröffentlicht am ,
Truecrypt in einer früheren Version
Truecrypt in einer früheren Version (Bild: Screenshot: Golem.de)

Auch nach der aktuellen Mitteilung eines Truecrypt-Entwicklers bleibt das überraschende Ende der Festplattenverschlüsselung ein Rätsel. Der unbekannte Entwickler erteilte einem Fork des Quellcodes abermals eine Absage. Es sei besser, ihn vollkommen neu zu schreiben, heißt es in einer E-Mail an den Krypto-Experten Matthew Green. Die Entwickler hätten dies selbst in Erwägung gezogen.

Stellenmarkt
  1. Fraunhofer-Institut für Optronik, Systemtechnik und Bildauswertung IOSB, Karlsruhe
  2. SD Worx GmbH, Würzburg

Green hatte in einer E-Mail vorgeschlagen, zumindest Teile des Codes unter eine akzeptierte freie Lizenz zu stellen. Da Truecrypt weiterhin sehr populär sei und eine plattformübergreifende Festplattenverschlüsselung mit diesem Funktionsumfang nicht angeboten werde, würde es ohnehin Abspaltungen geben, argumentierte Green. Er appellierte an die Entwickler, einen offiziellen Fork zuzulassen, um unseriöse Kopien zu vermeiden. Der Code könne weiterhin nur als Referenz verwendet werden, lautete die Antwort jedoch wiederum.

Damit dürfte auch das Projekt des deutschen Unternehmens Sirrix Probleme bekommen. Dessen Entwickler wollten eine quelloffene Version ihrer auf Truecrypt basierenden Festplattenverschlüsselung Trusteddisk unter dem Namen Trusteddisk OSS veröffentlichen. Dabei wollten die Entwickler zumindest Teile des Truecrypt-Codes verwenden. Der steht jedoch weiterhin unter einer Lizenz, die nie vom Open Source Institute OSI anerkannt wurde. Die Truecrypt-Lizenz enthält unter anderem Hinweise auf Trademarks, etwa für die Namensgebung.

Zweiter Audit läuft wie geplant

Der Krypto-Experte Matthew Green, der im vergangenen Jahr Geld für eine unabhängige Untersuchung des Truecrypt-Quellcodes gesammelte hatte, plant trotz der Einstellung des Projekts den zweiten Teil des Audits. Die erste Überprüfung hatte keine Unregelmäßigkeiten offengelegt. Green hatte gemahnt, einen möglichen Fork der Software erst nach der zweiten Überprüfung zu erwägen.

Green hatte mit dem gesammelten Geld unter anderem das Open Crypto Audit Project (OCAP) gegründet, das sich um die Überprüfung des Quellcodes kümmert. OCAP hat vor wenigen Tagen ein Repository auf Github eingerichtet, in dem sowohl der Quellcode als auch signierte Binärversionen von Truecrypt zur Verfügung stehen.



Anzeige
Spiele-Angebote
  1. (-58%) 24,99€
  2. 59,99€
  3. 19,99€

stuempel 24. Jun 2014

TrueCrypt nutze ich, um etwaigen Dieben zumindest meine persönliche Daten unattraktiv zu...

ChriDDel 23. Jun 2014

ich nutze einen TC Container auf einem USB Stick, den ich unter Windows, Linux und Mac...

raphaelo00 20. Jun 2014

nein passt schon. Ich glaube ich habs verstanden

throgh 20. Jun 2014

Hat Jemand von einem Selbstbedienungsladen gesprochen? Dieses Bildnis prägst du doch...

smirg0l 20. Jun 2014

Ich habe ja nun wirklich null Ahnung wie man bei solch einer Software ein Audit...


Folgen Sie uns
       


Huawei P20 Pro - Hands on

Huaweis neues Smartphone P20 Pro kommt mit drei Hauptkameras und einer Reihe von KI-Funktionen. Wir haben uns das Gerät in einem ersten Hands on angeschaut.

Huawei P20 Pro - Hands on Video aufrufen
Klimaschutz: Unter der Erde ist das Kohlendioxid gut aufgehoben
Klimaschutz
Unter der Erde ist das Kohlendioxid gut aufgehoben

Die Kohlendioxid-Emissionen steigen und steigen. Die auf der UN-Klimakonferenz in Paris vereinbarten Ziele sind so kaum zu schaffen. Fachleute fordern daher den Einsatz von Techniken, die Kohlendioxid in Kraftwerken abscheiden oder sogar aus der Luft filtern.
Ein Bericht von Daniel Hautmann

  1. Physik Maserlicht aus Diamant
  2. Xiaoice und Zo Microsoft erforscht menschlicher wirkende Sprachchat-KIs
  3. Hyperschallgeschwindigkeit Projektil schießt sich durch den Boden

Ryzen 7 2700X im Test: AMDs Zen+ zieht gleich mit Intel
Ryzen 7 2700X im Test
AMDs Zen+ zieht gleich mit Intel

Der neue Ryzen 7 2700X gehört zu den schnellsten CPUs für 300 Euro. In Anwendungen schlägt er sich sehr gut und ist in Spielen oft überraschend flott. Besonders schön: die Abwärtskompatibilität.
Ein Test von Marc Sauter und Sebastian Grüner

  1. Ryzen 2400GE/2200GE AMD veröffentlicht sparsame 35-Watt-APUs
  2. AMD-Prozessor Ryzen-Topmodell 7 2700X kostet 320 Euro
  3. Spectre v2 AMD und Microsoft patchen CPUs bis zurück zum Bulldozer

Coradia iLint: Alstoms Brennstoffzellenzug ist erschreckend unspektakulär
Coradia iLint
Alstoms Brennstoffzellenzug ist "erschreckend unspektakulär"

Ein Nahverkehrszug mit Elektroantrieb ist eigentlich keine Erwähnung wert, dieser jedoch schon: Der vom französischen Konzern Alstom entwickelte Coradia iLint hat einen Antrieb mit Brennstoffzelle. Wir sind mitgefahren.
Ein Bericht von Werner Pluta

  1. Alternativer Antrieb Toyota zeigt Brennstoffzellenauto und Bus
  2. General Motors Surus bringt Brennstoffzellen in autonome Lkw
  3. Alternative Antriebe Hyundai baut Brennstoffzellen-SUV mit 580 km Reichweite

    •  /