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Eine Festplatte kurz vor ihrem Ableben
Eine Festplatte kurz vor ihrem Ableben (Bild: Amada44/Wikimedia Commons/CC-BY-SA 4.0)

Der Klassiker Thermit enttäuscht

Nicht so gut eignet sich ein Verfahren, das bereits häufiger in anderer Form demonstriert wurde: das Einschmelzen der Platten mit Thermit. Für seine Experimente füllte Brooks verschiedene Thermit-Varianten in den Leerraum der Platten ein und verschraubte die Geräte wieder. Eine Fernzündung der Thermit-Ladungen sorgte zwar für viel Rauch und wirbelte die Platten zum Teil mehrere Meter in die Höhe - doch der Effekt auf die datenhaltenden Scheiben blieb relativ begrenzt. Nach einer Reinigung der Platter wurde deutlich, dass nur geringe oder keine Schäden verursacht wurden.

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In zahlreichen Youtube-Videos haben Hacker bereits erfolgreich versucht, Festplatten mit Thermit einzuschmelzen. Dabei wurden aber deutlich größere Mengen des Rohstoffs genutzt, außerdem wurden meist die Scheiben ausgebaut, so dass das Gehäuse und die anderen Komponenten nicht mehr geschmolzen werden mussten. "So eine ganze Festplatte ist ein sehr guter Kühlkörper, der viel Energie aufnimmt", sagt Brooks. Zudem können die Platten bei den Experimenten der Youtuber in einer Art Kamin angeordnet werden, der eine optimale Nutzung der sehr hohen Temperaturen ermöglicht.

Nagelpistole gegen Festplatten einsetzen

Ein Verfahren ohne Hitze, das nur durch den Einsatz kinetischer Energie wirkt, ist die Installation von Nagelpistolen. Die Kraft der Geräte ist groß genug, um problemlos durch die Komponenten der Platte zu dringen. Um einen optimalen Effekt zu erzielen, müssten allerdings für jede zu zerstörende Platte mehrere kreisförmig angeordnete Nagelgeräte installiert werden.

Außerdem könnten auf den verbleibenden Sektoren durchaus noch Daten ausgelesen werden, auch wenn die physischen Beschädigungen eine Analyse erschweren würden. Deswegen müssten die Festplatten zeitgleich zu der physischen Gewalt mit einem starken Magneten entmagnetisiert werden. Die Nagelmethode sei wohl in den meisten Fällen geeignet, lediglich wenn man einen großen Geheimdienst zum Feind habe, sollte man sich andere Verfahren überlegen, sagt Brooks im Vortrag.

Eine Nerd-Diskussion über die Zerstörung von Festplatten wäre ohne Sprengstoffdiskussionen nicht komplett. Auch Brooks hat damit experimentiert, genauer gesagt mit Felix - Field Expedient Liquid eXplosive.

Dabei handelt es sich um einen Stoff, dessen Rezeptur Brooks nach eigenen Angaben per Reverse Engineering einer Patentschrift herausgefunden hat. Dabei will er sogar einen Fehler in der Patentschrift entdeckt haben: Seine Experimente hätten gezeigt, dass das Rezept mehr Aluminium enthalte als notwendig und nach der Explosion nur unnötige Aluminiumablagerungen entstünden. Allerdings hat eine solche Explosion auch weitere unerwünschte Nebenwirkungen.

 Festplatten zerstören: Wie man in 60 Sekunden ein Datencenter auslöschtDer Sprengstoff sprengt ein bisschen zu gut 

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Dieser Name... 10. Jun 2017

Die meisten Rechenzentren sind zum Schutz vor elektromagnetischer Strahlung aus Beton...

Dieser Name... 10. Jun 2017

Ein oder mehrere Elektromagneten vom Kran vom Schrottplatz sollten reichen. Große...

Dieser Name... 10. Jun 2017

Man baut Teslaspulen auf jedem Server auf. Die strahlen in allen Wellenlängen und sind...

jms 10. Jun 2017

wieso erhöht sauerstoff drastisch die reibung in festplatten?

davidka 13. Mai 2017

... ohne Hohlladung hier zu sehen. Die Vernichtung ist aber nicht BSI-konform: https...



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