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Festplatten: Toshiba schafft 16 TByte, Western Digital plant 20 TByte

Es gibt wieder kleine Fortschritte bei Festplatten. Während Toshiba nach Seagate ebenfalls 16 TByte- Festplatten in die Handelskanäle aufnimmt, plant Western Digital bis zum Jahresende eine 18-TByte-Festplatte und kündigt schon den nächsten kleinen Schritt an.
/ Andreas Sebayang
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Neue Kapazitätsrekorde bei Festplatten sind zu erwarten. (Bild: Western Digital)
Neue Kapazitätsrekorde bei Festplatten sind zu erwarten. Bild: Western Digital

Toshiba Electronics, nicht zu verwechseln mit Toshiba Memory alias Kioxia, hat seine ersten 16-TByte-Festplatten angekündigt(öffnet im neuen Fenster) . Nach Seagate ist Toshiba mit seiner Storage-Sparte damit der zweite Hersteller, der diese Kapazität im 3,5-Zoll-Formfaktor erreicht. Die neue Kapazitätsstufe wird in den Serien N300 und X300 angeboten. Dabei handelt es sich um Festplatten mit 9 Plattern und einer Heliumfüllung. Die Spindeln erreichen 7.200 Umdrehungen pro Minute. Im Vergleich zu älteren Festplatten der Serie wurde der Cache von 256 MByte auf 512 MByte erhöht.

Als Zielmarkt sieht Toshiba kleine Unternehmen und Heimarbeitsplätze. Im Laufe des vierten Quartals 2019 sollen die Festplatten verfügbar sein. Ein Preis steht noch nicht fest.

Derweil hat Western Digital(öffnet im neuen Fenster) für seine Ultrastar-Serie bereits den nächsten Schritt angekündigt. Die SMR-Festplatten sollen Ende 2019 als 18-TByte-Variante (18TB Ultrastar DC HC550 CMR) auf neun Scheiben bemustert werden. Als Kunden sind hier vor allem Rechenzentren gedacht. Derzeit wird die HC500-Serie nur mit 14 TByte angeboten. Auch eine 16-TByte-Variante ist geplant. Die HC600er-Serie, die es bisher mit 15 TByte gibt, wird in derselben Zeit als 20-TByte-Variante bemustert. Beide Serien sind heliumgefüllte Festplatten. Die Verfügbarkeit aller neuen Festplatten ist für das erste Halbjahr 2020 geplant.

Die Entwicklung rund um Festplatten geht also weiterhin nur gemächlich voran. Das gilt jedoch nur für den 3,5-Zoll-Sektor, obwohl die Kapazitätsrekorde längst durch SSDs gebrochen wurden, allerdings durch sehr teure. Daher kann sich das Segment mit kleinen Kapazitätssprüngen noch gut am Markt behaupten. Bei 2,5-Zoll-Festplatten ist hingegen seit Jahren ein Stillstand zu beobachten. Der Notebookmarkt ist seit dem Preisverfall bei SSDs praktisch weggebrochen, da beispielsweise Endkundennotebooks auch mit einem halben TByte SSD-Speicher oft ausreichend bestückt und günstig sind. Demzufolge sparen sich die Hersteller die für Festplatten notwendigen Platzreserven. Extrem langsame 1,8-Zoll-Laufwerke, die das Platzproblem einmal lösten, sind gar nicht mehr in Produkten zu finden.

Für 2,5-Zoll-Festplatten brechen selbst die Märkte für Mini-PCs oder Storage-Lösungen weg. Bei letzterem lassen sich in zwei Rackhöheneinheiten zahlreiche Festplatten verstauen. Synology hat sogar kürzlich eine Diskstation für sechs 2,5-Zoll-Laufwerke vorgestellt . Das reicht aber offenbar nicht, um die Entwicklung voranzutreiben, zumal sich Anwender immer öfter die Frage stellen, ob nicht einfach eine SSD genutzt werden sollte.

2,5-Zoll-Laufwerke sind noch bei externen Datenträgern gut aufgestellt. Die werden im Handel gerne angenommen. Deswegen werden besonders große Festplatten oft gleich in externe USB-Gehäuse gesteckt.


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