Festplatten: Seagate wird 3.000 Beschäftigte entlassen

Seagate-Kunden haben die Lager voll und die Bestellungen reduziert. Es geht auch um Huawei. Viele Menschen verlieren nun ihren Arbeitsplatz.

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Ghost-Spider Special Edition Firecuda External Hard Drive
Ghost-Spider Special Edition Firecuda External Hard Drive (Bild: Seagate)

Seagate Technology wird rund 3.000 Arbeitsplätze abbauen. Das gab der größte Hersteller von Festplatten am 26. Oktober 2022 bekannt. Grund sei, dass Großkunden die Bestellungen reduzierten haben, weil sie befürchten, dass sich die wirtschaftliche Lage verschlechtert.

"Weltweite wirtschaftliche Unsicherheiten und breit angelegte Bestandskorrekturen bei Kunden haben sich in den letzten Phasen des Septemberquartals verstärkt, und diese Dynamik spiegelt sich sowohl in der kurzfristigen Branchennachfrage als auch in der finanziellen Leistung von Seagate wider", sagte Chief Executive Officer Dave Mosley. "Wir haben schnelle und entschlossene Maßnahmen ergriffen, um auf die aktuellen Marktbedingungen zu reagieren und die langfristige Rentabilität zu verbessern, einschließlich der Anpassung unserer Produktionsleistung und der jährlichen Investitionspläne."

Seagate sei zudem vom US-Handelsministerium beschuldigt worden, gegen die Exportverbote verstoßen zu haben, indem es Festplatten an sanktionierte Kunden verkauft habe. Die Nachrichtenagentur Reuters berichtete, dass es sich bei dem Unternehmen um Huawei Technologies gehandelt habe. Seagate bestritt, gegen die Regeln verstoßen zu haben. Die Sanktionen konzentrierten sich bisher auf die Halbleitertechnologie. In einem Zulassungsantrag hatte Seagate argumentiert, dass Festplatten von Seagate nicht den Export Administration Regulations unterliegen.

Keine Belege aus den USA für Vorwürfe gegen Huawei

Die USA werfen Huawei seit Jahren vor, Hintertüren für den chinesischen Geheimdienst in seiner Mobilfunkausrüstung eingebaut zu haben, was Huawei bestreitet. Huawei meint, kein chinesisches Gesetz könne den Netzwerkausrüster zwingen, seine Kunden auszuspionieren. Belege für die Anschuldigungen wurden von der US-Regierung nie vorgelegt. Tatsächlich wollten die USA laut Experten den wachsenden technischen Vorsprung von Huawei eindämmen und verhindern.

Die jüngsten Handelsbeschränkungen (g+) der USA gegen Chinas Halbleiterbranche verbieten es nun US-Bürgern, ohne behördliche Genehmigung für chinesische Unternehmen an moderner Halbleitertechnologie zu arbeiten. Finfets, modernen RAM und Flash sowie Hochleistungsrechner wollen die USA nicht mehr nach China lassen. Auch darf US-Technologie nicht für deren Entwicklung und Herstellung genutzt werden. Die neuen, am 7. Oktober 2022 in Kraft getretenen Regeln im Federal Register der USA besagen, dass für den Export bestimmter Maschinen und Halbleiter nach China eine Genehmigung des US-Handelsministeriums eingeholt werden muss, die jedoch voraussichtlich nicht erteilt wird. Lieferanten müssen zudem den Endverbleib ihrer Anlagen dokumentieren.

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