Zum Hauptinhalt Zur Navigation Zur Suche

Festplatten: Seagate schließt HDD-Werk und entlässt Tausende

Über 2.000 Mitarbeiter werden im chinesischen Suzhou entlassen, weil Seagate dort eine Assemblierungsstätte für Festplatten schließt. Das Werk ist eines der größten seiner Art.
/ Marc Sauter
37 Kommentare Auf Google folgen (öffnet im neuen Fenster)
Eine Spinpoint M9T (Bild: Seagate)
Eine Spinpoint M9T Bild: Seagate

Wie mehrere(öffnet im neuen Fenster) chinesische(öffnet im neuen Fenster) Seiten(öffnet im neuen Fenster) berichten, hat Seagate seine Festplatten-Assemblierungsstätte im Suzhou Industrial Park geschlossen. Im Werk in der Provinz Jiangsu werden HDDs zusammengebaut und getestet, bevor sie in den Handel gelangen. Die Fabrik gehörte Maxtor und wurde 2005 beim Kauf durch Seagate übernommen. Von der Schließung betroffen sind rund 2.200 Mitarbeiter von laut Hersteller 52.000 Angestellten(öffnet im neuen Fenster) weltweit.

Seagate unterhält über ein Dutzend Werke und Assemblierungsstätten – eine weitere in China, eine in Nordirland, drei in Malaysia, drei in Singapur, eine in Südkorea, zwei in Thailand und drei in den USA. Die Fabrik im chinesischen Suzhou ist mit knapp 102.500 Quadratmetern nach der im thailändischen Korat (164.00 Quadratmeter), der in Woodlands Loop in Singapur (140.000 Quadratmeter) und der im US-amerikanischen Minnesota (106.000 Quadratmeter) die viertgrößte des irischen Festplattenherstellers.

Nur noch drei HDD-Hersteller übrig

Western Digital teilt sich mit Seagate den Titel des größten Fertigers von HDDs, in weitem Abstand folgt Toshiba. Seagate hat neben der Festplattensparte von Maxtor auch die von Samsung gekauft, Western Digital hat die von Hitachi übernommen – die wiederum stammte von IBM und wurde in Hitachi Global Storage Technologies (HGST) umbenannt. Da der Trend immer stärker in Richtung Flash-basierter Laufwerke geht, hat sich Western Digital beispielsweise Sandisk einverleibt und Seagate den Controllerhersteller LSI Sandforce.

Auch durch die beiden großen Hersteller Seagate und Western Digital konzentrieren sich die Werke in China und Thailand. 2011 sorgten starke Überschwemmungen in Thailand für Hunderte Tote und die Festplattenkrise, welche die Preise für HDDs über Monate hinweg ansteigen ließ.


Relevante Themen