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Festplatten mit Flash-Cache: Das Konzept der SSHD ist gescheitert

Sie hätten die Lösung für die Probleme der Festplattenhersteller in Anbetracht der zunehmenden SSD-Konkurrenz werden können. Doch verkauft haben sich die sogenannten SSHDs nicht. Die Gründe sind vielfältig.

Eine Analyse von veröffentlicht am
Die Kombination aus Festplatte und SSD-Speicher gelang bisher nicht.
Die Kombination aus Festplatte und SSD-Speicher gelang bisher nicht. (Bild: Western Digital)

Die Festplattenhersteller konzentrieren sich auf die alte Festplattentechnik und seit dieser Woche kann man sagen, dass die 10-TByte-Festplatte zur etablierten Technik gehört. Doch von den SSHDs gibt es nichts zu sehen. Rund sechs Jahre ist es her, da haben wir mit der Momentus XT die erste erfolgreiche Festplatte mit Flash-Speicher auf der Steuerplatine ausführlich vorgestellt und erklärt. 500 GByte im 2,5-Zoll-Format mit dem Versprechen, zumindest kurzfristig SSD-Leistungen zu erreichen, wollte Seagate verkaufen. Und das bei Preisen um die 100 Euro. Das war es, was viele Anwender damals wollten und was zunächst unter dem Begriff Hybrid-Festplatte bekanntwurde. Der Wechsel zur Vermarktung als SSHD kam erst Jahre später.

Inhalt:
  1. Festplatten mit Flash-Cache: Das Konzept der SSHD ist gescheitert
  2. Desktop-SSHDs sind noch weiter weg von HDD-Kapazitäten

Auch wir setzten diese Festplatten gerne ein und nahmen die in einem Notebook damals spürbare erhöhte Leistungsaufnahme gerne als Nachteil in Kauf. Zwar war der Cache mit zunächst 4 und später nach einem weiteren Wechsel 8 GByte ziemlich klein gewesen, doch der Algorithmus der Festplatte zum Erkennen der wichtigen, zu puffernden Daten funktionierte gut, auch wenn das in direkten Benchmarks nicht erkennbar war, weil diese das individuelle Nutzerverhalten nicht simulieren konnten. So verlängerte die Technik das Leben eines 2009er Macbook Pro 13 bis weit in das Jahr 2016 hinein, indem einfach die Festplatte getauscht wurde. In einem Windows-Desktop ersetzte die Momentus XT eine laute 3,5-Zoll-Festplatte als Boot-Datenträger. Da sparte die Festplatte sogar Strom im Vergleich zu den schweren Desktop-Pendants und die Geschwindigkeit der SSHD übertraf dank der eingebauten Logik die der Desktop-Festplatten.

Lahme HDD, akzeptable SSHD, schnelle SSD

Wer häufig seine Textverarbeitung nutzt, der stellte bald fest, dass das Programm fast so schnell startete wie von einer SSD. Selten verwendete Programme lahmten hingegen, zumindest gefühlt. Denn der Unterschied zwischen einem im Flash gepufferten Programm und einem Programm, das aufwändig vom Platter geholt werden musste, war enorm. Der Anwender gewöhnt sich so schnell an SSD-Geschwindigkeiten, dass ihm alles andere vorkommt, als würde er noch mit 5,25-Zoll-Disketten arbeiten.

Die Vorteile galten mitunter auch für das Booten eines Betriebssystems, aber nicht immer. Wer seinen Rechner stabil konfiguriert hatte, der bootete allenfalls für einen Patchday und wunderte sich, wenn er denn doch einmal den Rechner neu starten musste, warum das so langsam war. Andersherum war derjenige, der seinen Rechner ständig neu startete, glücklich über die Bootbeschleunigung. So intelligent war die Erkennung der Festplattenlogik.

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Doch irgendwann, und das leider schon vor Jahren, zeigte sich, dass weder Seagate noch Western Digital neue SSHDs vorstellten. Zwar gab es im Notebook-Segment noch die Schritte auf 750 GByte (Seagate Ende 2011) und schließlich 1 TByte (Toshiba, Mitte 2012) und einen Achtungserfolg gab es Anfang 2013 als es Western Digital gelang, eine 5 mm dünne 500-GByte-SSHD auf den Markt zu bringen, doch danach hörte es auf. 1,5 oder 2 TByte für Notebooks? Fehlanzeige.

Ein Kuriosum war noch die von uns getestete WD Black², die im Prinzip eine SSD und eine Festplatte in einem war, mit getrennten Partitionen für mehr Kontrolle beim Anwender. Die SSD war also nicht mehr direkt der Cache, meist lagerte der Anwender dort das Betriebssystem.

Zudem brach der Markt weg. Notebooks, wie die Ultrabook-Kategorie, setzten lieber auf platzsparenden Flash-Speicher im mSATA- und später M.2-Format oder setzten gar fest verlötete Speicher ein. Und die Hersteller schwiegen, was den Fortschritt anging. Schon Mitte 2015 konnten weder Seagate noch Western Digital auf unsere Nachfragen nach Kapazitätssteigerungen eine befriedigende Antwort geben. Und als dann die 128-GByte-SSD-Generation bezahlbar wurde, wurde die SSD auch für den Wenignutzer interessant, was dem SSHD-Konzept weiter zusetzte.

Desktop-SSHDs sind noch weiter weg von HDD-Kapazitäten 
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brotherelf 08. Aug 2016

Ja, LVM kann das, die notwendige Version kam z.B. ungefähr bei RHEL 6.5. Die Anzahl der...

Rubbelbubbel 03. Aug 2016

Hätte auch den Vorteil, daß man nicht immer warten muss, bis die Teile hochgefahren sind...

Ach 25. Jul 2016

Ja, Apple hats mit der Bauteilintegration wirklich drauf ankommen lassen, in der gesamten...

Rhino Cracker 23. Jul 2016

Ich habe lange mit dem Gedanken gespielt, meinem Laptop, dessen Festplatte schon recht...

Anonymer Nutzer 22. Jul 2016

Im 2,5 Zoll Formfaktor herrscht Stillstand, es gibt gerade einmal 2 TB intern, oder 4 TB...


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