Festplatten: Der Preis pro Gigabyte hat fast einen Cent erreicht

Als der Back-up-Anbieter Backblaze 2009 Festplatten kaufte, lag der Preis pro Gigabyte Speicherplatz noch bei mehr als 11 US-Cent. Seit dieser Zeit hat das Unternehmen viele tausend Festplatten erstanden. Eine Beobachtung: Der Preis pro GByte sank rasant und könnte 2025 laut Backblaze-Autor Andy Klein(öffnet im neuen Fenster) bei einem Cent pro GByte ankommen.
Dabei gab es seit 2009 zunächst einen steilen Abwärtstrend, der mittlerweile weniger stark verläuft. So dauerte es nur vier Jahre, bis sich der Preis von mehr als 11 auf 6 Cent verringerte, aber fünf Jahre von 3,5 auf 1,5 Cent pro GByte. Es bleibt die Frage, ob die angegebene 1-Cent-Marke als Grenzwert zu sehen ist, der nicht mehr oder kaum unterschritten wird. Das kann auch Backblaze bisher nicht beantworten oder ausschließen.


Preise fallen trotz HDD-Krisen
Fakt ist, dass mit jeder neuen Festplattengeneration, die mehr Terabyte pro Laufwerk brachte, die Preise stetig fielen. Dabei waren diese zum Release einer neuen Generation und kurz danach stets wesentlich höher. Das konnte etwa für 8, 12, 14 und 16 TByte beobachtet werden. Insgesamt ist der Preis pro GByte laut Backblaze seit 2009 um 87,4 Prozent gefallen. Auch die Thailand-HDD-Krise im Jahr 2011 und zuletzt die Coronapandemie und damit zusammenhängende Engpässe konnten den generellen Abwärtstrend nicht aufhalten. Das kann auch daran liegen, dass seit einigen Jahren HDDs kaum noch für Endgeräte gebraucht und nur noch im Enterprise-Bereich gekauft werden.

Mittlerweile bauen Hersteller wie Seagate und Western Digital auch Festplatten mit 20 TByte und mehr Kapazität. Die fließen bisher nicht in die Beobachtung des Anbieters ein, da er noch keine Laufwerke mit so hohen Kapazitäten bestellt hat. Das ist logisch, da sie erst einmal auf Zuverlässigkeit und Stabilität im Dauerbetrieb getestet werden müssen und sich der Preis normalisieren sollte.