• IT-Karriere:
  • Services:

Festplatten: 24-TByte-HDDs benötigen mehr Plattern

In Japan rüstet sich Hoya für eine erhöhte Nachfrage nach gläsernen Magnetscheiben, da HAMR-basierten HDDs die Zukunft gehört.

Artikel veröffentlicht am ,
Eine Exos-Festplatte mit HAMR-Technik und 20 TByte
Eine Exos-Festplatte mit HAMR-Technik und 20 TByte (Bild: Seagate)

Bei der Besprechung der Quartalszahlen (PDF) hat Hoya-Technikchef Eiichiro Ikeda ein paar Aussagen zu kommenden Festplatten getroffen: Laut dem CTO des Platterfertigers werden Hersteller wie Western Digital für ihre 22-TByte und 24-TByte-Modelle mehr Plattern verbauen müssen als bisher - oder aber notgedrungen auf gläserne Scheiben statt auf solche aus Aluminium setzen.

Stellenmarkt
  1. Gemeinschaftswerk Wohnen und Pflege GmbH, Nauen
  2. R2 Consulting GmbH, Bayern

Bei Western Digitals Ultrastar DC HC650 etwa handelt es sich um ein mit Helium gefülltes Laufwerk mit neun Plattern, das 20 TByte sichert. Der US-amerikanische Hersteller nutzt sogenanntes Energy Assisted Magnetic Recording (EAMR), das laut Western Digital eine Untergruppe von Microwave Assisted Magnetic Recording (MAMR) darstellt. EAMR arbeitet mit temporären magnetischen Feldern, daher können weiterhin die seit Jahren verbreiteten Platter aus Aluminium verwendet werden.

Anders sieht es bei Seagate aus, denn hier wird bereits HAMR (Heat Assisted Magnetic Recording) eingesetzt: Für dieses Speicherverfahren sind Platter aus Glas erforderlich, da die Schreibköpfe diese per Laser erhitzen. Hoya hat bereits vorgesorgt und 2019 den Grundstein für ein neues Werk gelegt, in dem gläserne Scheiben für HDDs produziert werden sollen. Solche Platter sind dünner und leichter sowie steifer, weshalb mehr davon in ein Gehäuse passen und die Kapazität bei gleichen Maßen steigern.

  • HAMR/MAMR-Roadmap (Bild: Western Digital)
  • HAMR-Roadmap (Bild: Seagate)
  • HAMR-Roadmap im Detail (Bild: Seagate)
  • Eine Exos-Festplatte mit HAMR-Technik und 20 TByte (Bild: Seagate)
HAMR-Roadmap (Bild: Seagate)

22 TByte oder 24 TByte lassen sich mit neun Glas-Plattern und HAMR bauen, für EAMR/MAMR hingen müssen mehr Magnetscheiben im Gehäuse rotieren, um auf diese Kapazität zu kommen. Hoya geht davon aus, dass alle Hersteller mittelfristig auf HAMR setzen werden - was Seagate und Western Digital auch mehrfach mit öffentlichen Roadmaps betätigt haben. Seagate will ab Dezember 2020 erste HAMR-Festplatten mit 20 TByte ausliefern, Western Digital will HAMR/MARM-basierte Drives erst ab 2023 anbieten.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Hardware-Angebote
  1. ab 2.174€

captain_spaulding 09. Nov 2020 / Themenstart

Man kann die Platten nicht einfach vergrößern. Da wären die Festplattenprofis schon...

FlashBFE 09. Nov 2020 / Themenstart

Zumindest laut Datenblattwerten hielten die 2,5" immer mehr aus bei Stoß und...

chewbacca0815 09. Nov 2020 / Themenstart

Schon mal was von Hybrid-Arrays gehört? Das sind Systeme, die mit SSDs im Ultra-Hot...

Ach 09. Nov 2020 / Themenstart

Ich würde da ja eher von Cornig Gorilla Glass (Alumosilikatglas - wird z.B. im I-Phone...

mgutt 09. Nov 2020 / Themenstart

Ich mein was bei Blu-Rays geht, geht doch bestimmt auch bei Plattern oder nicht?

Kommentieren


Folgen Sie uns
       


Android Smartphone als Webcam nutzen - Tutorial

Wir erklären in einem kurzen Video, wie sich das Smartphone für Videokonferenzen unter Windows nutzen lässt.

Android Smartphone als Webcam nutzen - Tutorial Video aufrufen
Librem Mini v2 im Test: Der kleine Graue mit dem freien Bios
Librem Mini v2 im Test
Der kleine Graue mit dem freien Bios

Der neue Librem Mini eignet sich nicht nur perfekt für Linux, sondern hat als einer von ganz wenigen Rechnern die freie Firmware Coreboot und einen abgesicherten Bootprozess.
Ein Test von Moritz Tremmel

  1. Purism Neuer Librem Mini mit Comet Lake
  2. Librem 14 Purism-Laptops bekommen 6 Kerne und 14-Zoll-Display
  3. Librem Mini Purism bringt NUC-artigen Mini-PC

iPhone 12 Mini im Test: Leistungsstark, hochwertig, winzig
iPhone 12 Mini im Test
Leistungsstark, hochwertig, winzig

Mit dem iPhone 12 Mini komplettiert Apple seine Auswahl an aktuellen iPhones für alle Geschmäcker: Auf 5,4 Zoll sind hochwertige technischen Finessen vereint, ein besseres kleines Smartphone gibt es nicht.
Ein Test von Tobias Költzsch

  1. Apple Nutzer beklagen Netzabbrüche beim iPhone 12
  2. Apple Bauteile des iPhone 12 kosten 313 Euro
  3. Touchscreen und Hörgeräte iOS 14.2.1 beseitigt iPhone-12-Fehler

IT-Teams: Jeder möchte wichtig sein
IT-Teams
Jeder möchte wichtig sein

Teams bestehen in der IT häufig aus internen und externen, angestellten und freien Mitarbeitern. Damit alle zusammenarbeiten, müssen Führungskräfte umdenken.
Von Miriam Binner

  1. Digital-Gipfel Wirtschaft soll 10.000 zusätzliche IT-Lehrstellen schaffen
  2. Weiterbildung Was IT-Führungskräfte können sollten
  3. IT-Profis und Visualisierung Sag's in Bildern

    •  /