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Festplatte: Seagates 20-TByte-HDDs soll bald erscheinen

Für das zweite Halbjahr 2021 plant Seagate mehrere Festplatten mit 20 TByte Kapazität und unterschiedlichen Aufzeichnungstechniken wie SMR.
/ Marc Sauter
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Eine Exos-Festplatte mit HAMR-Technik und 20 TByte (Bild: Seagate)
Eine Exos-Festplatte mit HAMR-Technik und 20 TByte Bild: Seagate

Seagate-Chef Dave Mosley hat die Auslieferung der ersten 20-TByte-Festplatten des Unternehmens terminlich präzisiert. Bei der Besprechung der Quartalszahlen (siehe Transkript(öffnet im neuen Fenster) ) sagte er, dass die Versionen mit klassischer PMR-Technik im zweiten Halbjahr 2021 starten und weitere HAMR/SMR-Modelle folgen sollen.

Zwar liefert Seagate ähnlich wie Western Digital schon 20-TByte-Festplatten aus, diese sind aber nur für ausgewählte Partner und nicht für den breiten Markt verfügbar. Die Ultrastar DC HC650 wird beispielsweise von Dropbox eingesetzt, Endkunden können das WD-Laufwerk jedoch nicht kaufen.

Die PMR-Version von Seagates 20-TByte-Modell nutzt reguläres Perpendicular Magnetic Recording (PMR) alias Conventional Magnetic Recording (CMR), das SMR-Pendant hingegen Shingled Magnetic Recording. Diese Art der Datenaufzeichnung mit überlappenden Spuren ermöglicht eine höhere Kapazität pro Platter, verringert aber die Schreibgeschwindigkeit deutlich, da auch angrenzende Spuren aktualisiert werden müssen.

HAMR soll künftig Standard werden

Als dritten Ableger plant Seagate eine Festplatte mit HAMR (Heat Assisted Magnetic Recording). Für dieses Speicherverfahren sind Platter aus Glas statt Aluminium erforderlich, da das zu beschreibende Medium per Laser erhitzt wird. Mittels HAMR will Seagate die Speicherdichte so erhöhen, dass HDDs mit 50 TByte bis 2026 umsetzbar sind.

Neu auf der Festplatten-Roadmap sind HDDs mit noch höherer Kapazität, für diese werden die Glasplatter mit einer Beschichtung aus einer Eisen-Platin-Legierung versehen. Damit sollen 4 bis 6 TBit/in² für 10 TByte pro Scheibe und ergo 90 TByte pro HDD bis 2030 möglich werden, gefolgt von 5 bis 7 TBit/in² für 105 TByte.

Im Laufe des nächsten Jahrzehnts sollen dann über 8 TBit/in² erreicht werden, zudem erfolgt der Wechsel auf Bit Patterned Media (BPM). Statt unregelmäßig (granular) oder geordnet (ordered) verteilten Körnern wird eine regelmäßige Struktur aus sogenannten Inseln verwendet, welche eine schärfere Trennung der magnetischen Eigenschaften und somit eine höhere Bitdichte pro Zoll erlaubt.


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