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Festnetz: Vodafone will offenbar Deutsche Glasfaser kaufen

Vodafone will laut unbestätigten Informationen den FTTH-Betreiber Deutsche Glasfaser kaufen. Zugleich soll weiterhin der Deal mit Liberty Global verfolgt werden, um Unitymedia zu erhalten.
/ Achim Sawall
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Netzausbau der Deutschen Glasfaser (Bild: Deutsche Glasfaser)
Netzausbau der Deutschen Glasfaser Bild: Deutsche Glasfaser

Vodafone Deutschland will den Netzbetreiber Deutsche Glasfaser kaufen. Das hat Golem.de aus einer unternehmensnahen Quelle erfahren. Die Übernahme soll von beiden Seiten unterstützt werden, um ein stärkeres Gegengewicht zur Deutschen Telekom zu schaffen. Bereits jetzt sollen sich die beiden Unternehmen beim Netzausbau abstimmen. Der Prozess der Übernahme könnte aber noch einige Zeit dauern.

Vodafone-Sprecher Alexander Leinhos sagte Golem.de auf Anfrage: "Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir Marktgerüchte und -spekulationen grundsätzlich nicht kommentieren." Deutsche Glasfaser hat auf Anfragen von Golem.de nicht reagiert.

Deutsche Glasfaser, eine Tochtergesellschaft des niederländischen Baukonzerns Reggeborgh, hatte im Juli 2015 mitgeteilt, dass das Private-Equity-Unternehmen KKR mit Hauptsitz in New York die Mehrheit an der Firma übernehmen werde. Reggeborgh bleibe aber bei Deutsche Glasfaser engagiert.

Vodafone, Deutsche Glasfaser und Unitymedia zusammen

Deutsche Glasfaser möchte nach eigenen Angaben Marktführer im Glasfaserausbau werden. In rund 200 Städten und Gemeinden wurden echte Glasfaserverbindungen bis in die einzelnen Haushalte und Unternehmen gelegt. Laut FTTH Council vom Februar 2017 hat die Deutsche Glasfaser 70.000 Kunden und 235.000 Homes Passed (anschließbare Haushalte). Das Unternehmen liegt damit in Deutschland bei FTTB/H auf dem vierten Platz.

Zugleich soll der Vodafone-Konzern weiter seinen Plan verfolgen, durch einen Tausch von einzelnen Tochterfirmen zwischen Liberty Global und Vodafone in Europa stärker zu werden. So könnte laut einem Medienbericht die deutsche Unitymedia an Vodafone abgegeben werden, habe eine ranghohe Quelle bei Vodafone im März 2017 gesagt. Vodafone beteuerte im März dagegen, dass ein Zusammengehen der beiden Konzerne eindeutig vom Tisch sei.


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