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Festnetz: Verbände sehen Kupfertechnologie am Ende

Die Konkurrenten der Telekom sehen die Kupfernetze am Ende, was Ping-Zeiten und Latenzzeiten anbelangt. Es sei Zeit, längerfristig zu denken und Glasfaser auszubauen. Bei der Fördermittelvergabe herrscht die Furcht, dass die Telekom fast alles kassiert.

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Die alternativen Netzbetreiber sammeln sich.
Die alternativen Netzbetreiber sammeln sich. (Bild: Achim Sawall/Golem.de)

Für den Ausbau von Glasfasernetzen haben sich die Wettbewerberverbände der Deutschen Telekom ausgesprochen, weil die Kupfertechnologie am Ende sei. Martin Witt, Präsident des Vatm (Verband der Anbieter von Telekommunikations- und Mehrwertdiensten), sagte am 7. September 2016 in Berlin: "Wir brauchen einen flächendeckenden Ausbau, nicht nur in Ballungsgebieten. Sicher können auch mit Kupfer ein paar Hundert MBit/s erreicht werden, doch bei den Ping-Zeiten und Latenzzeiten ist die Kupfertechnologie am Ende."

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Laut den Worten von Witt sei bereits im Jahr 2025 für 12,5 Millionen Privathaushalte eine Datenübertragungsrate von mehr als 1 GBit/s erforderlich. Es bringe nichts, wenn die Politik sich nun in Ankündigung überhole. "Es nützt nichts, wenn wir sagen, es werden 94.000 Kilometer Glasfaser verbuddelt, entscheidend ist, was der Anwender bekommt."

Wolf Osthaus, Vorstandsmitglied des Kabelnetzbetreiberverbands Anga, sagte, der Glasfaserausbau könne "nicht staatlich finanziert werden, dafür brauchen wir Wettbewerb". Am Beispiel der aktuellen Vectoring-Entscheidung der Bundesnetzagentur zeige sich eine "stark kurzfristige Ausrichtung der Politik", weil Wahlkampf sei. Nötig seien "aber langfristige Investitionen".

Staatliche Förderung sei nachrangig, laut Osthaus geht es darum, dass vorhandene Infrastruktur nicht durch geförderte Technologie wieder entwertet und überbaut werde. "Wenn Förderung, dann für Gigabit-Technologie, etwa für den Bau von Leerrohren oder für Glasfasernetze, die von allen genutzt werden könnten", sagte Osthaus. Die Kabelnetzbetreiber wehren sich so gegen den Netzausbau der Telekom in ihren Gebieten.

Kabelnetzbetreiber bauen Glasfaser aus

"Wir bauen sehr viel stärker in der Fläche aus, weil die Nachfrage deutlich gestiegen ist. Dabei kommt Microtrenching zum Einsatz, um Glasfaser auch in sehr ländlichen Gebieten zu verlegen", sagte Osthaus.

Breko-Vorstandsmitglied Karsten Schmidt betonte, eine Tiefbauzulage für Unternehmen zur Versorgung von Gewerbegebieten sei nötig.

Laut Patrick Helmes, Vorstandsmitglied des Glasfaserverbandes Buglas, habe "die Telekom 80 Prozent der Förderung in Bayern abgegriffen. Wenn das bundesweit so wäre, fänden wir das nicht gut". Über die Hälfte der gestern verteilten Förderprojekte seien in Mecklenburg-Vorpommern, nur eines etwa in Brandenburg. Es müsse vom Bundesverkehrsministerium einmal dargelegt werden, welche Fördermittel an welche Marktteilnehmer gehen würden, sagte Helmes.

Konsens war: Gigabitfähig sind im Festnetz Glasfasernetze, die bis in die Gebäude (FTTB-Ethernet oder G.Fast) oder bis in die Wohnung (FTTH) reichen, sowie Kabelnetze (HFC) auf Basis des neuen Übertragungsstandards Docsis 3.1 und im Mobilfunk die Netze der 5. Generation (5G).

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neocron 09. Sep 2016

dann sollte mit den Anspruechen wohl auch die Zahlungsbereitschaft steigen ... der...

neocron 08. Sep 2016

danke fuer die Erlaeuterung! da es Heulen auf Aeusserst hohem Niveau ist, muss man das...

Ovaron 08. Sep 2016

Auf einen Großteil der Ausschreibungen hat lediglich die Telekom geantwortet, die...

Ovaron 08. Sep 2016

Korrekt. Allerdings wurden und werden Signalprozessoren ja mit der Zeit auch schneller...

DerDy 07. Sep 2016

Ich verstehe nicht, warum Martin Witt, der bei 1und1 einen auf Chef macht, sich so...


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