Festnetz: Telekom schließt im Dezember den Vectoringausbau ab

Die Deutsche Telekom hat im Dezember die Zahl der FTTH-Haushalte um 100.000 auf 2,2 Millionen erhöht. Das gab das Unternehmen am 29. Januar 2021 bekannt(öffnet im neuen Fenster) . Rund zwei Millionen weitere sollen ab 2021 im Schnitt jährlich dazukommen.
Zugleich ist der Vectoringausbau damit zum Abschluss gekommen. 33,6 Millionen Haushalte können mit einfachem Vectoring einen Tarif mit bis zu 100 MBit/s buchen, 25,1 Millionen Haushalte können einen Super-Vectoring-Tarif mit bis zu 250 MBit/s nutzen. Vectoring erreicht bis zu 100 MBit/s im Download und beim Upload bis zu 40 MBit/s. Mit Super Vectoring sind Datenraten von bis zu 250 MBit/s im Download und ein Upload von bis zu 40 MBit/s erreichbar. Bei FTTH werden 1 GBit/s im Download und 200 MBit/s im Upload angeboten.
Höttges: "Ich habe Vectoring fertig"
Anfang Dezember 2020 sagte Konzernchef Tim Höttges : "Wir haben die IP-Umstellung, den Vectoring- und Super-Vectoring-Ausbau abgeschlossen und machen so Mittel frei für Glasfaser." Zukünftig gehe es neben dem Verlegen von Glasfaser darum, FTTH-Anschlüsse in hoher Stückzahl zu produzieren. Es entstehe eine Fiber Factory, in der rund 13.000 Beschäftigte der Telekom Technik eingesetzt werden, sagte der neue Telekom-Deutschland-Chef Srini Gopalan. Bis 2023 sollen zudem 3.000 Gewerbegebiete Anschluss ans Glasfasernetz erhalten.
Insgesamt hat die Telekom in Deutschland 33,6 Millionen Haushalte mit VDSL/Vectoring versorgt. Das zeigt, wie gering der Anteil an echten Glasfaserhaushalten mit 2,2 Millionen bei dem führenden Netzbetreiber noch ist. Intern soll die Telekom planen, statt zwei jährlich drei Millionen FTTH-Zugänge zu errichten.