Festnetz: Swisscom schließt All-IP-Umstellung nächstes Jahr ab

In der Schweiz gehen analoge Telefonie und ISDN zu Ende. Doch noch hat die Swisscom viele Privatkunden mit einem analogen Festnetzanschluss ohne TV oder Internet.

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Glasfaserkabel bei der Swisscom
Glasfaserkabel bei der Swisscom (Bild: Swisscom)

Mehr als die Hälfte der Swisscom-Kunden ist bei der Festnetztelefonie bereits auf Voice-over-IP umgestellt. Das gab das Unternehmen am 5. Juni 2016 bekannt. Swisscom plant, bis Ende des Jahres 2017 die herkömmliche Festnetztelefonie im Bereich analog und ISDN durch All-IP abzulösen.

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"Der Plan ist ambitioniert, wir sind aber auf Kurs", sagte Beat Döös, Leiter All IP Transformation bei der Swisscom. Gegenwärtig seien mit 1,3 Millionen Kunden bereits mehr als die Hälfte auf All-IP migriert worden. Swisscom erwartet, dass bis Ende 2016 rund drei Viertel der Kunden auf IP umgestellt sind. Im Privat- oder Geschäftskundenbereich existierten Lösungen auch für Sonderanwendungen wie Fahrstuhltelefone, Alarmanlagen oder Haustechnik.

Auch die Telekom will 2017 Analogtelefonie abschalten

Noch gebe es mit dem Produkt EconomyLine viele Privatkunden mit einem analogen Festnetzanschluss ohne TV oder Internet bei der Swisscom. Diese würden ab Anfang Juli schrittweise kontaktiert, um den Wechsel auf All-IP zu beginnen. Swisscom-Sprecher Armin Schädeli sagte Golem.de: "Es handelt sich um knapp 500.000 Kunden." Voraussichtlich Ende des Jahres 2016 wird Swisscom für All-IP-Kunden wahlweise einen automatischen Spam-Filter zur Sperrung unerwünschter Werbeanrufe anbieten.

Die Deutsche Telekom erklärte im August 2015, dass der Anteil der migrierten Anschlüsse ein Drittel aller Festnetz-Anschlüsse der Telekom erreicht habe. 7,8 Millionen Anschlüsse waren zu dem Zeitpunkt migriert. Bis Ende 2018 sollen alle Netze der Telekom auf All-IP basieren. So kann der Konzern diese Netze zentral betreiben. Die Telekom hat jedoch knapp 10 Prozent ihrer angeschriebenen Kunden durch die Umstellung auf All-IP verloren.

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