Abo
  • Services:
Anzeige
Vectoring-Ausbau der Telekom
Vectoring-Ausbau der Telekom (Bild: Deutsche Telekom)

Festnetz: Netzagentur will Exklusiv-Vectoring bei EU durchsetzen

Vectoring-Ausbau der Telekom
Vectoring-Ausbau der Telekom (Bild: Deutsche Telekom)

Die Zusage für das exklusive Vectoring der Deutschen Telekom soll von der EU genehmigt werden. Der Investitionswettbewerb bei der wichtigen Übergangstechnologie werde an ganz zentralen Stellen dem Ex-Monopolisten übergeben, kritisiert die Konkurrenz.

Die Bundesnetzagentur hat ihre Entscheidung für die Freigabe des exklusiven Vectorings für die Telekom der EU-Kommission zur Freigabe vorgelegt. Das teilte die Regulierungsbehörde am 7. April 2016 mit. Das europaweite Konsolidierungsverfahren wird nun mit der Übermittlung des Entwurfs an die EU eröffnet. Der Entscheidungstext selbst ist nicht veröffentlicht worden.

Anzeige

Die Telekom will im Nahbereich um 8.000 Hauptverteiler die Vectoring-Technik einsetzen und dazu von der Verpflichtung befreit werden, Wettbewerbern VDSL-Anschlüsse in den Hauptverteilern zu ermöglichen, weil dies technisch nicht möglich sei. Insgesamt könnten so laut einer umstrittenen Rechnung der Telekom knapp 80 Prozent der Haushalte bis zu 100 MBit/s bekommen. Die Konkurrenz hat dies massiv kritisiert.

Behördenchef lobt Ausbau- und Investitionszusage der Telekom

Bundesnetzagentur-Chef Jochen Homann erklärte: "Wir kommen auch nach nochmaliger intensiver Analyse zu dem Schluss, dass ein Vectoring-Ausbau der Nahbereiche hilft, den Breitbandausbau zu fördern. Es werden weder der Wettbewerb außer Kraft gesetzt noch werden andere Technologien ausgebremst." Die Telekom habe im Februar einen überarbeiteten Entwurf vorgelegt, mit dem sie ihre Ausbau- und Investitionszusage unabhängig von einem Vertragsschluss mit einem spürbaren Sanktionsmechanismus absichern möchte.

Durch Vectoring wird eine Datenübertragungsrate von bis zu 100 MBit/s im Download und bis zu 40 MBit/s im Upload möglich. Doch der Vectoring-Effekt auf der Kupferleitung nimmt mit der Leitungslänge ab und ist bei der bisher eingesetzten Technik ab 700 bis 800 Metern praktisch nicht mehr feststellbar. Daher kann die Technik Glasfaser nicht ersetzen.

Telekom-Sprecher Philipp Blank sagte Golem.de: "Wir kennen den Notifizierungsentwurf noch nicht und müssen ihn erst auswerten." Aufgrund der heutigen Aussagen der Behörde gehe die Telekom davon aus, dass die Wettbewerber noch mehr Möglichkeiten bekommen, Vectoring in den Nahbereichen exklusiv auszubauen. "Kritisch daran ist, dass ein vollständiger Ausbau der Nahbereiche nur gelingen kann, wenn ein Ausgleich zwischen wirtschaftlichen und unwirtschaftlichen Gebieten erfolgen kann. Es bleibt nun abzuwarten, ob die Wettbewerber ihren Worten auch Taten folgen lassen. Wir begrüßen, dass die Behörde für eine Versachlichung der Debatte wirbt."

Jürgen Grützner, Geschäftsführer des Verbands der Anbieter von Telekommunikations- und Mehrwertdiensten (VATM), kommentierte: "Die Auswirkungen des Vectoring-II-Antrags der Telekom auf den Glasfaserausbau bis zum Haus beziehungsweise Endkunden mit FTTB/FTTH wird nach wie vor von der Bundesnetzagentur ignoriert und damit auch die Bedeutung für die Digitalisierung Deutschlands. Der Investitionswettbewerb in die wichtige Übergangstechnologie Vectoring wird nicht deutschlandweit, aber an ganz zentralen Stellen dem Ex-Monopolisten übergeben. Das hat erhebliche Folgen. Damit haben wir aus unserer Sicht weiterhin eine Remonopolisierung."

Keine Einigung in Sicht

Wieviel Wettbewerber bauen können, dazu mache die Bundesnetzagentur keinerlei Angaben. Es bleibe offen, was das Monopol der Telekom genau mindern solle und inwieweit die konkreten Investitionszusagen der Wettbewerber bei dem Entscheidungsentwurf berücksichtigt würden.

Nach den Worten von Stephan Albers, Geschäftsführer des Bundesverbands Breitbandkommunikation (Breko), wäre die angeführte Möglichkeit für Konkurrenten, dort VDSL2-Vectoring auszubauen, wo die Telekom ein Ausbaugebiet komplett mit FTTB/FTTH erschließt, nicht wirtschaftlich. Über ein Dutzend alternative Netzbetreiber des Breko hätten Investitionszusagen "in teils erheblicher Höhe abgegeben". Er hoffe dennoch, dass diese Ausbauzusagen im Beschluss angemessene Berücksichtigung fänden.


eye home zur Startseite
Captain 08. Apr 2016

komplett von der Entwicklung abgehängt und deren Versorgung auf den Sankt Nimmerleins Tag...

sedremier 08. Apr 2016

Freier Wettbewerb in Dingen, die als Grundversorgung anzusehen sind (und Internet stellt...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. K+S Aktiengesellschaft, Kassel
  2. Robert Bosch GmbH, Stuttgart-Feuerbach
  3. über JobLeads GmbH, Frankfurt am Main
  4. Deutsche Schillergesellschaft e.V. Deutsches Literaturarchiv Marbach, Marbach am Neckar


Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. 49,00€ (zzgl. 4,99€ Versand oder versandkostenfrei bei Abholung im Markt)
  2. 16,99€ (ohne Prime bzw. unter 29€ Einkauf zzgl. 3€ Versand)
  3. (u. a. Reign, Person of Interest, Gossip Girl, The Clone Wars)

Folgen Sie uns
       


  1. Google

    Alphabet macht weit über 5 Milliarden Dollar Gewinn

  2. Quartalsbericht

    Microsofts Zukunft ist erfolgreich in die Cloud verschoben

  3. Quartalsbericht

    Amazon macht erneut riesigen Gewinn

  4. Datenschutzverordnung im Bundestag

    "Für uns ist jeden Tag der Tag der inneren Sicherheit"

  5. Aspire-Serie

    Acer stellt Notebooks für jeden Geldbeutel vor

  6. Acer Predator Triton 700

    Das Fenster oberhalb der Tastatur ist ein Clickpad

  7. Kollaborationsserver

    Owncloud 10 verbessert Gruppen- und Gästenutzung

  8. Panoramafreiheit

    Aidas Kussmund darf im Internet veröffentlicht werden

  9. id Software

    Nächste id Tech setzt massiv auf FP16-Berechnungen

  10. Broadcom-Sicherheitslücken

    Samsung schützt Nutzer nicht vor WLAN-Angriffen



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Spielebranche: "Ungefähr jetzt ist der Prinzessin-Leia-Moment"
Spielebranche
"Ungefähr jetzt ist der Prinzessin-Leia-Moment"
  1. id Software "Global Illumination ist derzeit die größte Herausforderung"
  2. Spielentwickler Männlich, 34 Jahre alt und unterbezahlt
  3. Let's Player Auf Youtube verkauft auch die Trashnight Spiele

DLR-Projekt Eden ISS: Das Paradies ist ein Container
DLR-Projekt Eden ISS
Das Paradies ist ein Container
  1. Weltraumschrott "Der neue Aspekt sind die Megakonstellationen"
  2. Transport Der Güterzug der Zukunft ist ein schneller Roboter
  3. "Die Astronautin" Ich habe heute leider keinen Flug ins All für dich

Radeon RX 580 und RX 570 im Test: AMDs Grafikkarten sind schneller und sparsamer
Radeon RX 580 und RX 570 im Test
AMDs Grafikkarten sind schneller und sparsamer
  1. Grafikkarte Manche Radeon RX 400 lassen sich zu Radeon RX 500 flashen
  2. Radeon Pro Duo AMD bringt Profi-Grafikkarte mit zwei Polaris-Chips
  3. Grafikkarten AMD bringt vier neue alte Radeons für Komplett-PCs

  1. Re: War überfällig

    MINTiKi | 00:23

  2. Re: !!! Nur 100 Km Reichweite? !!!

    Sebbi | 00:22

  3. Re: Die Analystenerwartungen um 1,16% übertroffen

    Rheanx | 00:21

  4. Ford Modell-E, VW K-E-fer, Fiat cinqu-E-cento...

    Paul W. Egener | 00:21

  5. Re: Schon lustig

    Sicaine | 00:14


  1. 00:11

  2. 23:21

  3. 22:37

  4. 20:24

  5. 18:00

  6. 18:00

  7. 17:42

  8. 17:23


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel