Festnetz: Laut Telekom kümmert es die Nutzer nicht, ob sie FTTH haben

Telekom-Chef Timotheus Höttges verteidigt im Gespräch mit Golem.de, dass der Konzern die Anzahl seiner Fiber-To-The-Home-Anschlüsse verschweigt. Es gehe nicht um eine einzige separate Technologie. "Unterschiedliche Techniken interessieren den Kunden überhaupt nicht", glaubt er.

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Telekom-Chef Timotheus Höttges im November 2015
Telekom-Chef Timotheus Höttges im November 2015 (Bild: Sean Gallup/Getty Images)

Die Deutsche Telekom hat ihren Geschäftsbericht zum zweiten Quartal vorgelegt. "Der Anstieg um 578.000 Glasfaser-Anschlüsse im zweiten Quartal fiel noch einmal um gut ein Drittel stärker aus als im Vorjahresquartal", erklärte der Konzern. Weiterhin macht die Telekom damit keine Angaben zur Anzahl ihrer FTTH-Zugänge, sondern weist pauschal VDSL (FTTC - Fiber To The Curb), Vectoring (FTTC) und FTTH (Fiber To The Home) zusammen als Glasfaser-Anschlüsse aus. Bei VDSL und Vectoring endet die Glasfaser aber am Kabelverzweiger.

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Auf die Frage von Golem.de in der Telefonkonferenz, warum die Angaben zu FTTH weiter versteckt würden, sagte Höttges: "Was uns interessiert, ist die Bandbreite, die der Kunde bekommt." Mit Vectoring seien 100 MBit/s und perspektivisch 250 MBit/s möglich. Der Mix aus Technologien sei das Entscheidende.

Höttges führte aus: "Glasfaser ist immer die grundlegende Technologie. Die Telekom hat 500.000 Kilometer Glasfaser gebaut. Das ist die Grundlage für hohe Geschwindigkeit und nicht eine einzige separate Technologie. Unterschiedliche Techniken interessieren den Kunden überhaupt nicht."

Konkurrenz meckere nur

Höttges beklagte zudem, dass die Konkurrenten vom teuren Netzausbau des Konzerns profitierten. "Wir wollen nicht die Netze unsere Wettbewerber bauen", betonte der Konzernchef. "Wir bauen immer falsch, wir machen immer alles falsch. Interessant ist, dass Wettbewerber beherzt zugreifen, wenn wir unsere Infrastruktur zur Verfügung stellen", sagte Höttges. Er würde gerne den Zugang der Konkurrenz zum Netz der Telekom "teuer machen".

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Die Telekom investiere 19 Prozent ihres Umsatzes in die Infrastruktur, das meiste davon in die Netze. Bei Wettbewerbern wie denen im Verband VATM (Verband der Anbieter von Telekommunikations- und Mehrwertdiensten) seien dies nur 11,5 Prozent. "Keiner in Europa investiert so viel wie die Deutsche Telekom. Ich bin bekennender Netzinvestor", betonte Höttges.

Die Telekom hat im zweiten Quartal weniger Gewinn gemacht: Er ging um 12,8 Prozent auf 621 Millionen Euro zurück. Grund waren Abschreibungen in den USA und Investitionen in den LTE-Netzausbau. Der Umsatz stieg im Vergleich mit dem Vorjahreszeitraum um 2,2 Prozent auf 17,82 Milliarden Euro. In Deutschland ging der Umsatz um mehr als 3 Prozent zurück. Der Mobilfunkserviceumsatz sank hierzulande um 0,8 Prozent.

Nachtrag vom 11. August 2016, 14:14 Uhr

Der VATM widerspricht den Aussagen zur Investition. Laut Verbandssprecherin Corinna Keim hatte beispielsweise Vodafone im Geschäftsjahr 2015/2016 eine Investitionsquote von 22,2 Prozent, errechnet aus Capex und Total Revenues. Zudem hatte Torsten J. Gerpott von Dialog Consult errechnet, dass die alternativen Festnetz-Carrier in Deutschland im Jahr 2015 eine Investitionsquote von 23,4 Prozent hätten. Die Deutsche Glasfaser hatte angekündigt, 1,4 Milliarden Euro investieren zu wollen.

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neocron 15. Aug 2016

aber natuerlich geht es darum. bei 500Mbit waers ihm nicht egal? wie siehts mit...

Ovaron 13. Aug 2016

Bisher wurde die höhere Auflösung komplett von neuen Codecs abgefangen. Es gibt keinen...

Ovaron 13. Aug 2016

Das weiß ich nicht. Ausgehend von den Erfahrungswerten die ich besitze würde ich...

Ovaron 12. Aug 2016

Und diese Aussage basiert auf....was genau?



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