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Logo des A-Maze-Festival (Bild: amaze-berlin)

Festival A Maze: Ist das noch Indie?

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Zum dritten Mal feiert das Festival A Maze in Berlin die Szene der unabhängigen Spielentwickler. International sind die Independent Games bei Kritikern und kommerziell erfolgreich wie nie zuvor. Die Indies haben die Spielebranche und sich selbst für immer verändert.
Von Rainer Sigl

Es ist so eine Sache mit Schubladen: Der Zeitpunkt, an dem sie sich im kollektiven Denken durchgesetzt haben, ist meist exakt jener, an dem sie bereits zu klein geworden sind. Indie ist spätestens 2014 ein Label, das für jeden etwas anderes bedeutet: Für die einen steht es für den unverständlichen Hype um Augenkrebsgrafik im ewigen 8-Bit-Pixelmatsch, für die anderen steht es pathetisch für die Zukunft des gesamten Mediums. Dabei gibt es ein Problem: Indie, also unabhängig vom Publisher zu sein, bedeutet heutzutage wenig.

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Das Ökosystem, das ursprünglich mit dem Label Indie versehen wurde, ist enorm gewachsen. Damals, in den Nullerjahren, stand Independent für eine Alternative zum Normalfall in der Spieleindustrie: Spiele zu machen, das war teure Teamarbeit für Spezialisten in Großraumbüros. Die kreativen Studios, die diese Spiele oft in langen Entwicklungsjahren produzierten, wurden von großen Publishern finanziert und dirigiert, die nach Gutdünken ihre Projekte anpassten, vermarkteten und schlussendlich, meist noch als physisches Produkt auf CD und DVD, per Palettenlieferung in die Einzelhandelshäuser der Welt und dann an die Kunden brachten. Unabhängig zu sein von diesen Konzernen bedeutete also, kaum Reichweite und kaum Spieler zu haben, geschweige denn die Finanzmittel, um die Produktion eines Spieles vorzufinanzieren.

It's the internet, stupid!

Wie in vielen anderen Fällen auch war es die Revolution der globalen Vernetzung, die dieses scheinbar so alternativlose Modell ins Wanken brachte und, als Nebeneffekt, einen hohen kreativen Output ermöglichte. Die Indie-Revolution ist somit zuallererst dem strukturellen Wandel der gesamten Branche geschuldet: Ohne Internet gäbe es keine Indies. Denn dank Digitalvertrieb ist die Reichweite auch einzelner Entwickler millionenfach gewachsen; und dank kostenloser und günstiger Tools versuchen sich immer mehr Menschen an der Spieleproduktion. Das globale Publikum schätzt das alternative Preismodell, innovative Community-Einbindung und - ein Klischee mit einem wahren Kern - die Vielfalt an kreativen Ideen, die dank fehlender finanzieller Riesenerwartungen hier möglich sind.

Der Aufstieg der Indies ging mit einer Krise der traditionellen Spielentwicklung einher. Die Kosten für klassische Hochglanzspiele mit ihrem Fokus auf High-End-Grafik, cinematisches Erzählen und immer verzweifeltere Anpassung an den größtmöglichen Massengeschmack sind enorm gestiegen. Die Technik der neuen Konsolengeneration wird diese Produktionskosten noch weiter ansteigen lassen - womöglich um das Acht- bis Zehnfache.

Kein Wunder, dass die Branche Experimente scheut. Das Blockbuster-Modell Hollywoods ist das neue Paradigma der großen Gamesbranche: wenige Titel, diese dafür mit größtmöglichem Mainstream-Appeal, Merchandising, Pre-Orders, DLC, PR-Kampagnen, Fortsetzungen im Jahrestakt.

Von AAA zu Indie 

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fleischpaeckchen 14. Apr 2014

Du meinst Let's Play's ? Verstehe nicht was daran schlimm sein soll. Zumindest suggeriert...

dirkk0 09. Apr 2014

Hier noch ein Artikel dazu (allerdings auf Englisch): https://medium.com/p/beecbb00c085...

Muhaha 09. Apr 2014

Es lebe Indie! Und Namen sind nur Schall und Rauch!



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