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Fester Händedruck: Roboter und Mensch schütteln im Weltraum die Hände

Zum Abschluss der ersten Testreihe mit dem Roboter Robonaut 2 hat es auf der ISS den ersten Händedruck zwischen Mensch und Maschine im Weltall gegeben.
/ Werner Pluta
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Burbank und R2: getestet, wenn Zeit war (Bild: Nasa)
Burbank und R2: getestet, wenn Zeit war Bild: Nasa

Auf der Internationalen Raumstation (ISS) haben sich Dan Burbank, gegenwärtiger Kommandant der ISS, und der humanoide Roboter Robonaut 2(öffnet im neuen Fenster) (R2) die Hand geschüttelt(öffnet im neuen Fenster) . Der Händedruck – der erste zwischen einem Menschen und einem Roboter im All, betont die US-Raumfahrtbehörde Nasa – stellt den Abschluss der ersten Testreihe mit dem R2 dar.

Tests seit August 2011

Der R2 war vor einem Jahr mit einem Spaceshuttle zur ISS gebracht worden. Im August 2011 nahm die Besatzung den Roboter in Betrieb . Seither führte sie Tests mit ihm durch – wenn sie denn Zeit dazu fand, erklärt die Nasa.

Robonaut schüttelt ISS-Kommandant die Hand
Robonaut schüttelt ISS-Kommandant die Hand (02:01)

Es sei ein wichtiger Schritt in der Entwicklung des R2, erklärte Ron Diftler, R2-Projektmanager bei der Nasa. "Die Besatzung und der Roboter arbeiten sehr gut zusammen, und wir freuen uns auf die Möglichkeiten, die sich aus dieser Zusammenarbeit ergeben werden."

Kooperation mit GM

R2 wurde von der Nasa zusammen mit dem Automobilhersteller General Motors (GM) entwickelt. Er hat einen humanoiden Torso mit zwei Armen, auf dem ein goldfarbener Kopf mit einem verspiegelten Gesicht sitzt, das dem R2 das Aussehen eines Astronauten verleiht. R2 soll als Assistenzroboter eingesetzt werden – auf Weltraummissionen ebenso wie in der Fabrik.

Robonaut 2 fliegt zur ISS – Trailer
Robonaut 2 fliegt zur ISS – Trailer (01:49)

Auf der ISS soll seine Weltraumtauglichkeit getestet werden. Die Nasa will herausfinden, wie er sich in der Schwerelosigkeit und im Vakuum verhält und wie er mit Vibrationen, der Strahlung und der elektromagnetischen Störbeeinflussung klarkommt. Die gewonnenen Erkenntnisse sollen dazu dienen, den Roboter weiterzuentwickeln, etwa Teile auszutauschen oder neue zu konstruieren. Darunter auch Beine – die fehlen dem R2 nämlich: Sein Torso sitzt auf einem Gestell.

Knapper Kommentar

Obwohl der Händedruck laut Nasa ein historischer Moment war, enthielt sich Burbank eines pathetischen Ausspruchs. "Fürs Protokoll: Es war ein fester Händedruck" , kommentierte er knapp. Die Nasa habe "gute Arbeit beim Programmieren und bei der ganzen Konstruktion" geleistet. R2 sei "ein ziemlich beeindruckender Roboter" .

Robonaut 2 an einer Schalttafel
Robonaut 2 an einer Schalttafel (01:30)

Nach dem Händedruck setzte der Roboter noch einen Gruß an alle Menschen ab, die ihn verstehen konnten: R2 gebärdete "Hello World" in US-Zeichensprache.


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