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Ferrari: Die Formel 1 sucht nach einem neuen Auto

Wer schafft Mercedes? Das wird die große Frage der Formel 1 in diesem Jahr. Der zweite Test für die neuen Boliden in Barcelona steht kurz bevor. Das kann aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Formel 1 in einer Krise steckt. Kann ein neues Konzeptfahrzeug von Ferrari helfen, sie zu überwinden?

Artikel veröffentlicht am ,
Ferraris Konzeptauto: mehr Sportwagen als Formel-1-Bolide?
Ferraris Konzeptauto: mehr Sportwagen als Formel-1-Bolide? (Bild: Ferrari)

Ein Batmobil in rot? Ein Formel-1-Auto aus einem Computerspiel? Oder lieber wieder breite Walzen und tiefe Flügel wie zu Zeiten der Altmeister Niki Lauda und Alain Prost? Die Formel 1 sucht nach neuen Konzepten, neuem Design, neuem Schwung.

  • Modernes und  aggressives Design: So stellt sich Ferrari das Formel-1-Auto der Zukunft vor. (Bild: Ferrari)
  • Mit den fast verkleideten Rädern sieht es aber eher nach Sportwagen aus. (Bild: Ferrari)
  • Noch radikaler geht es Red-Bull-Designer Adrian Newey an. (Bild: Red Bull, Gran Turismo/Screenshot: Golem.de)
  • Sein Entwurf hat verkleidete Räder und ein Cockpit - und ist damit kein Formel-Rennwagen. (Bild: Red Bull, Gran Turismo/Screenshot: Golem.de)
Modernes und aggressives Design: So stellt sich Ferrari das Formel-1-Auto der Zukunft vor. (Bild: Ferrari)
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Die Königsklasse des Motorsports steckt in der Krise: Die Zuschauer bleiben weg. Für die Hersteller ist die Serie nicht attraktiv genug oder zu teuer - ob 2015 wieder zwölf Teams antreten werden oder vielleicht nur zehn oder elf, ist einen Monat vor dem ersten Rennen nicht sicher. Traditionsrennen wie der Große Preis von Deutschland stehen auf der Kippe.

Fans mögen Hybridmotoren nicht

Der mutige Schritt, Hybrid-Turbomotoren einzuführen, hat die Sache eher schlimmer gemacht. Die Motoren klängen schlimmer als elektrische Zahnbürsten, moserten viele schon nach dem ersten Rennen. Die technische Leistung, schnell zu fahren und dabei ein Drittel weniger Treibstoff zu verbrauchen, schien den Kritikern wenig zu bedeuten.

Ein Grund für den Zuschauerschwund könnte auch mangelnde Spannung sein. Nach Jahren der Dominanz von Red Bull beherrschte Mercedes die vergangene Saison. Dramatische Finale wie etwa 2007, 2008 oder 2010 waren zuletzt Fehlanzeige: 2013 sicherte sich Sebastian Vettel seinen Titel - den vierten in Folge - bereits im viertletzten Rennen. 2014 war Lewis Hamilton faktisch nach dem vorletzten Rennen Meister. Teamkollege Nico Rosberg hatte nur noch eine theoretische Chance, andere Fahrer gar keine.

Ecclestone will mehr Leistung und Lautstärke

Formel-1-Vermarkter Bernie Ecclestone sieht das anders: Die aktuelle Technik sei schuld, sagt er. Die Hybridmotoren hätten zu wenig Leistung und seien obendrein zu leise. Die Autos sähen nicht schön aus. Die Reifen seien zu schmal. Das müsse sich ändern, sagt Ecclestone, und zwar hurtig.

Der 84-Jährige hat schon die entsprechenden Vorschläge parat: mehr Power - 1.000 PS müssten es schon sein. Und natürlich mehr Lautstärke. Zudem ein aggressiveres Aussehen, etwa durch breitere Hinterreifen.

Ist Ferraris Konzept ein Formel-1-Bolide?

Wie ein solches Auto aussehen könnte, zeigt ein Entwurf, den Ferrari veröffentlicht hat - wobei es die Italiener ohnehin leicht haben in puncto Aggressivität. Dafür sorgt schon das traditionelle Ferrari-Rot. Mit einem aktuellen Formel-1-Auto hat der Entwurf indes wenig zu tun. Das Auto macht einen bulligeren Eindruck - das liegt vor allem daran, dass die Räder praktisch zwischen Flügel und Seitenkästen verschwinden.

Der Frontflügel besteht aus zwei übereinanderliegenden Flügeln. Der untere Flügel ist außen nach oben gebogen und verdeckt das Vorderrad teilweise. Vor dem Seitenkasten befindet sich ein Karosserieelement als hintere Verkleidung für das Vorderrad.

Das Heck wirkt klobig

Das Hinterrad wird vom Seitenkasten und der Halterung des Heckflügels eingeschlossen. Dadurch wird das Heck breiter und klobiger - es erinnert eher an das Heck eines Formel-E-Rennwagens oder eines Indy Cars aus den USA. Der Heckflügel ist breiter und tiefer als die, die heute in der Formel 1 erlaubt sind.

Durch die Verkleidungen wird eines der Hauptmerkmale der Formel-Serien aufgeweicht: Ein Formelrennwagen ist definiert als offenes, einsitziges Auto mit freistehenden Rädern. Von einem Sportwagen wie dem Le-Mans-Prototypen unterscheidet sich das Ferrari-Konzeptfahrzeug nur dadurch, dass die Räder nicht oben auch verkleidet sind.

Verkleidete Räder könnten Unfälle verhindern

Es ließe sich allerdings argumentieren, dass teilweise verkleidete Räder sicherer seien: Bei einer Berührung von zwei Fahrzeugen kann der Frontflügel des einen den Reifen des anderen aufschlitzen. Bei einer Kollision können sich die Räder nicht ineinander verhaken. Das hat schon häufig zu schweren Unfällen geführt, bei denen ein Auto abhebt.

Der Entwurf zeige aktuelle Technik und sehe gut aus, erklärte Ferrari. Die Fans haben die Italiener aufgerufen, ihn unter dem Hashtag #ferrarif1concept zu kommentieren. Das Echo ist gemischt. Viele sind begeistert, einer hält ihn für eine Provokation, wieder andere kritisieren die verkleideten Räder - damit sei es ein Sportwagen und kein Formel-1-Auto mehr. Ein weiterer schreibt, als Batmobil sei der Entwurf gelungen, aber nicht als Auto für die Formel 1.

Adrian Neweys Konzept für die Formel 1

Mit futuristischen Entwürfen wartete auch Adrian Newey schon auf. Die Autos des Konstrukteurs, der derzeit bei Red Bull ist, waren in der Vergangenheit oft genug erfolgreich. Für das Computerspiel Gran Turismo entwarf Newey zwei Konzeptfahrzeuge - den Red Bull X2010 und den Red Bull X2014.

Die Autos haben verkleidete Räder und ein geschlossenes Cockpit - das in der Formel 1 immer wieder diskutiert wird. Sie haben eine aktive Aufhängung und nutzen den Bodeneffekt für höheren Anpressdruck. Das britische Lotus-Team hatte dieses Prinzip erstmals in den 1970er-Jahren beim Lotus 78 eingesetzt. Anfang der 1980er-Jahre wurde die Nutzung des Bodeneffekts verboten, weil ein Auto stark an Anpressdruck verliert, wenn es über einen Randstein fährt.

Der aktuelle Motor kann mehr Leistung bekommen

Ecclestones Wunsch nach mehr Leistung und mehr Lautstärke könnte sich möglicherweise einfach umsetzen lassen: Über eine höhere Drehzahl und die Aufhebung der Durchflussmenge des Treibstoffs könnte sich die Leistung von etwa 800 PS auf 1.000 PS steigern lassen. Dabei ließe sich das Benzinlimit von 100 Kilogramm aber nicht mehr einhalten - und Sprit zu sparen, war eines der Ziele des aktuellen Reglements.

Die Maßnahmen, die zum aktuellen Aussehen der Autos geführt haben, hatten zudem durchaus ihren Sinn: Die Verkleinerung der Heckflügel und das Verbot von Flügelchen und Fläppchen auf Frontflügeln und Seitenkästen, die den Formel-1-Boliden eher das Aussehen barocker Putten verliehen, dienten dazu, die Serie wieder spannender zu machen. Die aerodynamischen Spielereien sorgten zwar für Bodenhaftung, aber auch für starke Luftverwirbelungen, die es sehr schwer machten, hinter einem solchen Auto herzufahren. Das Ergebnis: Überholt wurde nur in den Boxen. Über einen Mangel an Überholmanöver konnten sich die Zuschauer 2014 hingegen kaum beschweren.



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tomatentee 19. Feb 2015

Wie die ganzen IOM TT Crash Compilations auf Youtube zeigen...

tomatentee 19. Feb 2015

Dachte Oran Park ist seit 2010 dicht? oO

tomatentee 19. Feb 2015

Das kommt einem Walter Röhrl so vor *lach* Wer mal versucht hat, mit einem derartigen...

tomatentee 19. Feb 2015

Es gibt spannende Strecken (Tunnel eher nicht wegen Sicherheitsrisiko. Da musst IOMTT...

nicoledos 19. Feb 2015

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