Fernwärme: Hamburg heizt künftig mit Windstrom

In Hamburg wird bald eine Wind-zu-Wärme-Anlage in Betrieb genommen. Sie nutzt Windstrom für die Fernwärmeversorgung, was Kohle spart.

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Heizkraftwerk Wedel: rund 50.000 Tonnen Kohle und bis zu 100.000 Tonnen Kohlendioxid-Emissionen weniger im Jahr
Heizkraftwerk Wedel: rund 50.000 Tonnen Kohle und bis zu 100.000 Tonnen Kohlendioxid-Emissionen weniger im Jahr (Bild: Bundesanstalt für Wasserbau/CC-BY 2.0)

Saubere Fernwärme für Hamburg: In Wedel bei Hamburg entsteht eine Anlage, die Fernwärme aus Windstrom produziert. Sie soll helfen, die Ausfallarbeit zu verringern.

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Die Wind-zu-Wärme-Anlage (Power to Heat, P2H) entsteht auf dem Gelände des Heizkraftwerks Wedel, in der Nähe zur Stadtgrenze Hamburgs. Sie soll in wenigen Monaten in Betrieb genommen werden und schon im kommenden Winter zur Fernwärmeversorgung der Hansestadt beitragen.

Die P2H-Anlage funktioniere "nach dem Prinzip eines Tauchsieders", heißt es in einer Pressemitteilung der Hamburgischen Behörde für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft: Mit Strom wird Wasser erhitzt, das dann ins das Fernwärmenetz eingespeist werden kann.

Das Heizkraftwerk Wedel verbrennt weniger Kohle

Die Leistung der Fernwärmeanlage beträgt 80 Megawatt. Das reicht, um etwa rund 27.000 Wohneinheiten zu versorgen. Damit ist sie eine der größte P2H-Anlagen in Deutschland. Durch ihren Einsatz können im Heizkraftwerk Wedel, das in wenigen Jahren stillgelegt werden soll, im Jahr rund 50.000 Tonnen eingespart werden. Pro Jahr werden so bis zu 100.000 Tonnen Kohlendioxid weniger emittiert.

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Die Anlage dient als Speicher für Windenergie: Statt Windräder abzuregeln, wenn sie ihren Strom nicht ins Netz einspeisen können, soll der Strom dann zum Heizen von Wasser genutzt werden. Übertragungsnetzbetreiber 50Hertz benachrichtigt in einem solchen Fall den Betreiber Wärme Hamburg, der die Anlage dann aktiviert.

Ausfallarbeit soll verrringert werden

Die Ausfallarbeit bei Windstrom in Deutschland betrug laut aktueller Angaben des des Statistischen Bundesamts 2020 über 5,9 Terawattstunden, im Jahr davor waren es knapp 6,3 Terawattstunden. Zum Vergleich: In der 2-Millionen-Stadt Hamburg beträgt der Bedarf an elektrischer Energie in diesem Jahr laut Stromnetz Hamburg 11 Terawattstunden.

"Im unserem Hamburger Fernwärmesystem spielt auch Wind als erneuerbarer Energieträger eine große Rolle. Mithilfe von Power-to-Heat-Anlagen können wir nicht nur Wärme regenerativ durch elektrische Energie erzeugen, sondern erhöhen gleichzeitig auch die Ressourceneffizienz", sagte Kirsten Fust, Geschäftsführerin der Hamburger Energiewerke. "Unsere Wind-zu-Wärme-Anlage in Wedel ist unsere zweite Power-to-Heat-Anlage mit der wir den Einsatz fossiler Energieträger und Emissionen senken und den Umbau unserer Wärmeerzeugung weiter umsetzen. Auf dem Weg zur Dekarbonisierung erreichen wir damit einen weiteren wichtigen Meilenstein."

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dummzeuch 22. Jul 2022 / Themenstart

Das Wasser wird zur Speicherung der Energie auf möglichst hohe Temperaturen gebracht, das...

Kaiser Ming 21. Jul 2022 / Themenstart

stimmt dann passts

holg 20. Jul 2022 / Themenstart

Klar wie doof, logisch, ginge dann nur dezentral, vor Mehrfamilienhäusern z.B., da wäre...

bLaSpHeMy 20. Jul 2022 / Themenstart

Als gebürtiger Hamburger und aufgewachsen in Wedel kann ich es nur bestätigen (;

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