Fernsehturm: Ausfälle beim Antennenfernsehen wegen DVB-T2-Umstellung

Der Berliner Fernsehturm bekommt neue Sendeantennen für DVB-T2. Viele Sender werden zumindest in der Nacht nicht zu empfangen sein.

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Der Fernsehturm
Der Fernsehturm (Bild: Media Broadcast)

Für die Umstellung auf DVB-T2 sind neue Sendeantennen am Fernsehturm am Alexanderplatz in Berlin notwendig, was zu Einschränkungen im Betrieb für das Antennenfernsehen führt. Dies gab das Betreiberunternehmen Media Broadcast am 13. Oktober 2015 bekannt. Die Antennen werden in der Zeit vom 19. Oktober bis 4. Dezember 2015 installiert.

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Dabei könne es "vorübergehend zu Unterbrechungen oder Beeinträchtigungen des TV- und digitalen Radioempfangs (DAB+) kommen. Betroffen ist die Region Berlin-Brandenburg". Erhalte ein Empfangsgerät kein ausreichendes Signal von einer Sendeanlage, etwa durch Reduktion der Senderleistung oder Abschaltung der Antenne, könne es zu Aussetzern bei Bild und Ton bis hin zu einer dauerhaften Unterbrechung kommen. Möglich sei bei vielen Sendern der Wegfall des Empfangs an 11 Nächten innerhalb der gesamten Projektdauer.

Antenne an einem höheren Standort im Haus platzieren

Verbesserungen des Empfangs seien in der Umstellungsphase möglich, wenn die Antenne an einem höheren Standort im Haus platziert oder eine Außenantenne verwendet werde, erklärte Media Broadcast. Der terrestrische Hörfunk-Empfang über UKW und Mittelwelle sei von den Umbauarbeiten nicht betroffen.

Media Broadcast betreibt auf dem Fernsehturm die Senderanlagen für die digitale TV- und Radioverbreitung in der Region und verantwortet die Umbauarbeiten.

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Im Frühsommer 2016 startet der Pilotbetrieb des neuen Standards DVB-T2 unter anderem in der Region Berlin-Brandenburg. Mit dem Regelbetrieb soll im ersten Quartal 2017 begonnen werden. Bereits jetzt laufen Pilotprojekte in Berlin, München und seit kurzem in Köln/Bonn, über die Programme empfangen werden können.

In Deutschland läuft DVB-T2 mit dem Codierungsverfahren HEVC (h.265). Bisher wurde DVB-T2 im Ausland mit dem älteren Standard MPEG4 (h.264) kombiniert.

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