Kodi, das universelle Mediacenter

Den größten Funktionsumfang erhält man aber über die bekannte und umfassende Mediacenter-Lösung Kodi, die man kostenlos nutzen kann. Kodi gibt es als Android App für Linux und Windows, oder man kann sich selbst eine kleine Set-Top-Box auf Basis eines Raspberry Pi bauen und diesen an einen konventionellen Fernseher über einen HDMI-Eingang anschließen. Damit lassen sich auch etwas ältere Fernsehgeräte, die keine smarten Funktionen bieten, noch sehr gut weiternutzen.

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Wer bereits Kodi nutzt, kann den TVHeadend-Server über das Add-on HTSP Client anbinden. Sich extra für die Satellitennutzung Kodi-Set-Top-Boxen zu bauen, mag eventuell etwas aufwendig wirken, jedoch sollte man dies immer unter dem Gesichtspunkt betrachten, dass man mit Kodi eine große Funktionsvielfalt und Erweiterungsmöglichkeiten erhält, die man auch zukünftig weiter entdecken und ausbauen kann.

Als Basis dient ein Raspberry Pi Modell 3 B+ oder Modell 4. Beim Zusammenbau sollte man Wert auf ein wenig Kühlung und eine solide Stromversorgung legen, damit es beim Fernsehen keine Probleme gibt. Für die spätere Bedienung empfiehlt es sich, eine per USB-Dongle anschließbare Funkfernsteuerung oder Funktastatur vorzusehen. Ein mögliches Gerät findet man unter der Bezeichnung Airmouse MX3 im Onlinehandel.

Um Kodi auf dem Raspberry Pi zu installieren, braucht man zunächst ein Betriebssystem. Eine sehr einfache und dringend zu empfehlende Lösung ist Libreelec, das extra dafür konzipiert wurde, als leichtgewichtiges Betriebssystem zusammen mit Kodi zu funktionieren. Häufig gibt es hier Verwechslungen, deshalb nochmal deutlich: Kodi ist nur eine Mediacenter-Anwendung, die man in verschiedenem Kontext betreiben kann. Mit Libreelec bekommt man jedoch einen sehr unaufdringlichen Unterbau, der Kodi schon mitbringt. Ideal ist, wenn man auf dem Gerät sonst nichts parallel betreiben will als die Mediacenter-Anwendung Kodi.

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Libreelec TV kann man ebenso kostenfrei nutzen. Mit herunterladbaren Tools bespielt man sich am PC eine SD-Karte. Diese steckt man in den Raspberry Pi und startet diesen. Es folgt eine Erstkonfiguration, bei der vor allem das Netzwerk und auch das TVHeadend-Add-on eingerichtet werden.

Dazu klickt man auf das Zahnrad, geht dann auf Addons, auf Search und gibt TVHeadend ein, wodurch man den PVR clients - TVHeadend-HTSP-Client finden sollte. Diesen muss man zunächst per Install installieren und dann über Configure konfigurieren.

Es genügt hier normalerweise bei Tvheadend hostname or IP address den TVHeadend-Server einzurichten. Danach benötigt das Add-on einen Neustart (wobei wirklich nur das Add-on neustartet und nicht etwa Kodi oder der ganze Raspberry Pi). Wechselt man nun zurück auf den Startbildschirm, sieht man dort bereits aktuelle Aufnahmen und kann über den Menüpunkt TV auf die Kanalliste und die Liveprogramme zugreifen.

Kodi bekommt nun vom TVHeadend-Server nicht nur die Kanalliste, den EPG und die Videostreams, sondern auch Events, wenn eine Aufnahme startet oder abgeschlossen wird. Dies führt standardmäßig zu einer Einblendung und einem Signalton. Sollte einen dies nerven, geht man in die Settings in PVR & Live TV und schaltet dort die Konfigurationsdetails auf Advanced. Dann kann man im Punkt Recording den Punkt Display a notification on timer updates finden und abschalten.

Gerade wenn man viele Tuner zur Verfügung hat und Dutzende automatische Aufnahmen programmiert hat, die im Hintergrund ständig relevante Inhalte aufzeichnen, können die eingeblendeten Hinweise sonst schnell zur Belastung werden.

Danach kann man bereits auf die vom TVHeadend bereitgestellte Programmliste zugreifen, den EPG und die vorhandenen Aufnahmen nutzen, aber auch neue Aufnahmen programmieren, die dann wiederum allen zur Verfügung stehen. Das geht genauso von jedem weiteren Kodi, den man im Netzwerk hinzufügt - egal ob dies ein Tablet ist, auf dem man Kodi startet, um es in der Küche oder im Garten zu betreiben, oder ob es weitere Raspberry Pis sind, die man an unterschiedliche Fernsehgeräte anschließt. Das Ganze funktioniert selbst dann, wenn einmal die Internetanbindung ausfällt, solange das interne Netzwerk funktioniert.

Anreicherung mit Metadaten

Wer nicht nur aktuelle teilautomatische Aufnahmen nutzen will, sondern daran denkt, langfristig ein persönliches Archiv mit Filmen und Serien aufzubauen, kann etwas Mühe investieren und bekommt mit Hilfe zusätzlicher Funktionen von Kodi eine auch visuell ansprechende Mediathek inklusive Coverart und Metainformationen. Dazu muss man Filme und Serien nach einem bestimmten Muster ablegen und benennen. Ein Blick in The Movie Database kann helfen, da Kodi selbst standardmäßig auch diese Datenbank für die Zuordnung verwendet. Das Jahr der Veröffentlichung hier in Klammern anzufügen, kann entscheidend sein für Filme, zu denen es Remakes gibt.

Ein solches Archiv benötigt nicht nur ein wenig Zeit und Hingabe, sondern auch einiges an Speicherplatz. Man wird sich deshalb auf die Genres und Bereiche konzentrieren, die einem auch dauerhaft besonders am Herzen liegen, und zur Speicherung verwendet man am sinnvollsten ein NAS, das im Netzwerk zur Verfügung steht und auf dem man auch per PC gut arbeiten kann. Dieses bindet man unter Kodi dann zum Beispiel mittels NFS (Network File System) ein und gibt Kodi Hinweise, was dort in welcher Form abgelegt ist. Kodi verfügt über eine Reihe sogenannter Scrapper, mit denen Kodi erkennt, um was für Inhalte es sich handelt. Im Resultat steigt die Qualität der Darstellung und der Durchsuchbarkeit erheblich.

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 Ein NAS als ServerplattformKodi ist netzwerkfähig in alle Richtungen 
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Gormenghast 25. Mai 2022 / Themenstart

Kann man auch gut an vielen der hier geschriebenen Kommentare ablesen: das Thema ist sehr...

Gormenghast 25. Mai 2022 / Themenstart

Bei der Verwendung von KODI als Frontend werden alle Medien identisch bedient. Das dann...

Gormenghast 25. Mai 2022 / Themenstart

Der VCR ist nur ein Aspekt der Installation. KODI dient für alle Medien als einheitliche...

most 23. Mai 2022 / Themenstart

So um 2005 hab ich neidisch von solchen Projekten gelesen, als ich noch mit einem DVD...

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