Abo
  • Services:

Fernsehen: Deutscher Sky-Hacker abgeschaltet

Die Server eines Anbieters für entschlüsseltes Sky-Programm wurden bei einer Polizeiaktion abgeschaltet. Über 500 Kunden wurden ermittelt.

Artikel veröffentlicht am ,
Illegales Sky-Angebot im Januar 2018 in Zypern
Illegales Sky-Angebot im Januar 2018 in Zypern (Bild: Europol)

Die Polizei ist gegen einen illegalen Anbieter des Pay-TV-Angebots von Sky und anderen aus dem Landkreis Rosenheim vorgegangen. Das gab die Polizei Bayern am 14. Mai 2018 bekannt. Über Card-Sharing-Server in Deutschland und im europäischen Ausland sowie manipulierte Receiver oder IPTV-Boxen wurde der Zugang zu den Programmen gewährt.

Stellenmarkt
  1. TeamViewer GmbH, Göppingen
  2. Automotive Safety Technologies GmbH, Gaimersheim

Bereits am 8. Mai 2018 fand eine groß angelegte Aktion statt, bei der drei Privatwohnungen und 13 Gewerbebetriebe in Bayern und in Baden-Württemberg durchsucht wurden. In Deutschland wurden fünf und in Österreich, Frankreich und den Niederlanden über Rechtshilfe vier Server beschlagnahmt sowie unter anderem 135 Receiver, zehn Computersysteme und 40 Mobiltelefone und eine große Datenmenge von über 50 Terabytes. Die Auswertung werde mehrere Monate in Anspruch nehmen.

Entschlüsseltes Sky-Angebot geliefert

Der Preis für das entschlüsselte Angebot lag laut den Angaben weit unter dem offiziellen Preis für ein Abonnement. Der bisher festgestellte Schaden beläuft sich für die PayTV-Anbieter auf rund 250.000 Euro. Bisher konnten über 500 Kunden ermittelt werden, die die illegalen Dienste genutzt haben, darunter auch mehrere Gewerbebetriebe.

Die technisch komplexen Ermittlungen wegen gewerbsmäßigen Computerbetrugs wurden seit rund einem Jahr von der Zentralstelle Cybercrime Bayern und dem K 11 der Kriminalpolizeiinspektion Rosenheim geführt.

Aktiv war nun die fünfköpfige Ermittlungsgruppe EG Streams des K 11 Cybercrime der Kripo Rosenheim und die spezialisierten Staatsanwälte der bei der Generalstaatsanwaltschaft Bamberg eingerichteten Zentralstelle Cybercrime Bayern. Der 27-jährige Verdächtige wurde nicht in Haft genommen.

Der Medienrechtsanwalt Christian Solmecke sagte Golem.de auf Anfrage: "Auch Kunden machen sich strafbar und können sich empfindlichen Schadensersatzforderungen ausgesetzt sehen." Sie verstießen gegen Paragraf 202a Strafgesetzbuch, wonach das Ausspähen von Daten verboten ist. "Demnach wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft, wer sich unbefugt Zugang zu Daten, die nicht für ihn bestimmt und die gegen unberechtigten Zugang besonders gesichert sind, unter Überwindung der Zugangssicherung verschafft." Neben einer strafrechtlichen Beurteilung komme zudem ein zivilrechtlicher Schadensersatzanspruch des Pay-TV-Anbieters hinzu. Kunden müssten hier mindestens mit Schadensersatzforderungen in Höhe des Abonnementpreises rechnen.



Anzeige
Hardware-Angebote
  1. und 50€-Steam-Guthaben erhalten

sofries 16. Mai 2018 / Themenstart

Welche Dumbfbacken bezahlen denn 70¤ für ein Skyabo? Das Vollpaket ist doch mit 1 oder 2...

Test_The_Rest 16. Mai 2018 / Themenstart

Das Ganze meinst Du aber nicht wirklich ernst, oder? So doof kann man doch gar nicht sein -.-

crazypsycho 16. Mai 2018 / Themenstart

Was genau an Sky ist denn Abzocke? Man macht einen Vertrag und bekommt dafür eine...

crazypsycho 16. Mai 2018 / Themenstart

Ist doch ganz einfach. Die Oneclick-Hoster sind gerne recht langsam. Heißt man muss auf...

Mike067 16. Mai 2018 / Themenstart

Verstehe wer die Logik. Die Zahler von Sky werden ja jetzt nicht urplötzlich zu...

Kommentieren


Folgen Sie uns
       


Quo vadis, deutsche Spielebranche - Livestream

Wir diskutieren über Richtlinien für gewalthaltige Spiele, Battle-Royale-Trends, Politik in Games und Zuschauerfragen finden ebenfalls ihren Platz.

Quo vadis, deutsche Spielebranche - Livestream Video aufrufen
EU-Urheberrechtsreform: Wie die Affen auf der Schreibmaschine
EU-Urheberrechtsreform
Wie die Affen auf der Schreibmaschine

Nahezu wöchentlich liegen inzwischen neue Vorschläge zum europäischen Leistungsschutzrecht und zu Uploadfiltern auf dem Tisch. Sie sind dilettantische Versuche, schlechte Konzepte irgendwie in Gesetzesform zu gießen.
Ein IMHO von Friedhelm Greis

  1. Leistungsschutzrecht VG Media darf Google weiterhin bevorzugen
  2. EU-Verhandlungen Regierung fordert deutsche Version des Leistungsschutzrechts
  3. Fake News EU-Kommission fordert Verhaltenskodex für Online-Plattformen

Xbox Adaptive Controller ausprobiert: 19 x Klinke, 1 x Controller, 0 x Probleme
Xbox Adaptive Controller ausprobiert
19 x Klinke, 1 x Controller, 0 x Probleme

Microsoft steigt in den Markt der zugänglichen Geräte ein. Der Xbox Adaptive Controller ermöglicht es Menschen mit temporärer oder dauerhafter Bewegungseinschränkung zu spielen, ohne enorm viel Geld auszugeben. Wir haben es auf dem Microsoft Campus in Redmond ausprobiert.
Von Andreas Sebayang

  1. Firmware Xbox One erhält Option für 120-Hz-Bildfrequenz
  2. AMD Freesync Xbox One erhält variable Bildraten
  3. Xbox One Streamer können Gamepad mit Spieler teilen

Kryptographie: Der Debian-Bug im OpenSSL-Zufallszahlengenerator
Kryptographie
Der Debian-Bug im OpenSSL-Zufallszahlengenerator

Einer der schwerwiegendsten Fehler in der Geschichte der Kryptographie beschäftigte vor zehn Jahren Nutzer der Debian-Distribution. Wenn man danach sucht, findet man noch heute vereinzelt verwundbare Schlüssel.
Von Hanno Böck


      •  /