Fernsehduell: Trump findet Elektroautos plötzlich gut

Im Fernsehduell mit Joe Biden gibt sich US-Präsident Donald Trump als Wasser- und Luftschützer. Mit der Wahrheit nimmt er es dabei nicht so genau.

Artikel veröffentlicht am ,
US-Präsident Trump im Fernsehduell mit Joe Biden
US-Präsident Trump im Fernsehduell mit Joe Biden (Bild: Brian Snyder/Reuters)

US-Präsident Donald Trump hat in der Fernsehdebatte mit seinem demokratischen Herausforderer Joe Biden falsche Angaben zur Förderung von Elektromobilität gemacht. Auf die Frage des Moderators Chris Wallace, warum seine Regierung Emissionsstandards für Autos rückgängig gemacht habe, sagte Trump unter anderem (Video ab 1.18:50): "Ich finde Elektroautos auch okay. Ich bin sehr für Elektroautos. Ich habe Elektroautos stark gefördert." Letztere Behauptung hält einer Faktenprüfung jedoch nicht stand.

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So wollte die Republikanische Partei mit ihrer Steuerreform von 2017 die Plugin-Elektroauto-Gutschrift komplett streichen. Mit dieser Förderung können Käufer von Plugin- und Elektroautos eine Steuergutschrift von bis zu 7.500 US-Dollar erhalten. Anders als in Deutschland ist diese Erstattung unabhängig von der Höhe des Kaufpreises.

Einen weiteren Versuch startete die Trump-Regierung mit ihrem Haushaltsentwurf 2020. Sie hoffte, durch eine Abschaffung der Prämie in den folgenden zehn Jahren 2,5 Milliarden US-Dollar zu sparen. Über den Haushalt entscheidet jedoch nicht der Präsident, sondern der Kongress. Neben der Subvention für Elektroautos wollte Trump auch alle anderen Förderungen für erneuerbare Energien, die sein Vorgänger Barack Obama eingeführt hat, beenden.

Schwammige Aussagen zur Klimakrise

Auf mehrfache Nachfrage des Moderators räumte Trump in der Debatte ein, dass der Ausstoß von Treibhausgasen durch die Menschheit "in einem Umfang" zur globalen Erderwärmung beitrage. Allerdings bekannte er sich nicht ausdrücklich zum Klimaschutz, sondern sagte lediglich: "Ich will kristallklares Wasser und kristallklare Luft." Die verheerenden Waldbrände in Kalifornien führte er nicht auf Auswirkungen des Klimawandels zurück, sondern auf schlechtes Waldmanagement.

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Trump wiederholte in der knapp zweistündigen Debatte seine Behauptungen, dass man in Europa in "Waldstädten" lebe, in denen Bäume stünden, die viel entzündlicher als diejenigen in Kalifornien seien. Ähnlich hatte er sich bereits vor zwei Wochen in einem Interview geäußert und dabei behauptet, die Österreicher würden "im Wald leben".

Unverständlich blieben zudem Trumps Erläuterungen, warum die Rücknahme von Emissionsstandards zu weniger Emissionen führen sollen. Seiner Darstellung zufolge machen die Einsparvorgaben die Autos viel teurer, "weil sie überall Computer haben für ein bisschen Benzin". Ohne solche Vorgaben könnten die Verkaufszahlen für Autos "verdoppelt und verdreifacht" werden. Die Autos seien nun viel billiger und viel sicherer.

Das Fernsehduell zum Thema Klimaschutz:

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mj 01. Okt 2020

die sozialabgaben sparen auch keine mehrer 100¤ bei mercedes kann man das gut online...

thinksimple 01. Okt 2020

Wie? Was? Der basht sich schon selbst. Alleine durch seine Lügen und seine Ausreden.

Joblow 01. Okt 2020

So langsam wird mir klar warum Bildung in vielen Länder vernachlässigt wird, Dumme Wähler...

theFiend 30. Sep 2020

Die TV-Debatten sind nur für den emotionalen Wähler (das sind aber deutlich über 60%) von...



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