Fenghua No.2 GPU: Innosilicons zweiter Grafikchip ist ein sparsamer
Keine Arc, keine Geforce, keine Radeon: Die Fenghua No.2 GPU basiert auf PowerVR-Technik und soll als Low-Power-Karte eingesetzt werden.
Innosilicon hat die Fenghua No.2 GPU angekündigt und damit den Nachfolger der ersten Generation, der Fenghua No.1 GPU. Während Letztere als leistungsfähiges Dual-Die-Modell für Rechenzentren gedacht ist, wurde Erstere für das Low-Power-Segment entwickelt.
Technische Basis beider Fenghua- alias Fantasy-Grafikchips ist die PowerVR B-Series (Barrex) von Imagination Technologies, wobei die No.2 GPU vermutlich auf der BXM- statt auf der BXT-Variante basiert. Diese wurde auf Flächeneffizienz und ausgewogeneres Verhältnis von Shader- sowie Füllratenleistung optimiert.
Die Fenghua No.1 GPU kommt als Typ A auf 5 Teraflops und 160 GPix/s, als Typ B auf 10 Teraflops und 320 GPix/s. Obendrein gibt es bis zu 32 GByte GDDR6X-Speicher an 128 Bit, die Leistungsaufnahme soll bei 50 Watt liegen. Die Fenghua No.2 GPU wiederum erreicht 1,5 Teraflops und 48 GPix/s, dazu gibt es ein 128-Bit-Interface für 8 GByte LPDDR5X und 4 bis 15 Watt im Betrieb. Statt PCIe Gen4 x16 wird PCIe Gen3 x8 verwendet.
Für League of Legends reicht die Performance aus
Rein von den Eckdaten her ist der 5-nm-Chip grob mit der integrierten RDNA2-Grafik des Aerith-SoC im Steam Deck vergleichbar, jedoch nur theoretisch. Praktisch dürfte die Leistung der Radeon-iGPU höher ausfallen, insbesondere im Gaming-Einsatz unter Linux oder Windows. Die Fenghua No.2 GPU soll DirectX und OpenGL unterstützen, so wurden das (sehr anspruchslose) League of Legends und Unigine Heaven präsentiert.
Die auf der Fenghua No.1 GPU basierenden Karten haben es zumindest außerhalb von China nie in den Handel geschafft, auch vor Ort wurden sie offenbar einzig direkt an Partner geliefert und nicht frei verkauft. Es bleibt daher abzuwarten, ob auf der Fenghua No.2 GPU basierende Modelle verfügbar sein werden und sich gegebenenfalls importieren lassen.