Felicity Ace: Frachter mit 4.000 VW-Autos vor den Azoren gesunken

Der ausgebrannte Autotransporter Felicity Ace ist im Atlantik vor den Azoren während eines Bergungsmanövers mitsamt allen Fahrzeugen untergegangen.

Artikel veröffentlicht am ,
Die brennende Felicity Ace vor den Azoren
Die brennende Felicity Ace vor den Azoren (Bild: Marinha Portuguesa)

Beim Versuch, das Frachtschiff Felicity Ace abzuschleppen, ist es gesunken. Menschen kamen nicht zu Schaden, die Besatzung hatte das Schiff bereits nach dem Brand Mitte Februar 2022 verlassen.

Stellenmarkt
  1. SAP Inhouse Consultant (m/w/d)
    Queisser Pharma GmbH & Co. KG, Flensburg
  2. Entwicklungsingenieur (m/w/d) für Stellwerke
    Thales Deutschland GmbH, Ditzingen
Detailsuche

Ob das Feuer durch den Brand von Lithium-Ionen-Akkus ausgelöst oder davon nur am Leben gehalten wurde, ist immer noch unklar. Und auch ob die Brandursache jemals geklärt werden kann, bleibt ungewiss.

Ersten Berichten des örtlichen Bergungsteams zufolge war das Schiff gegen 9 Uhr morgens Ortszeit am 1. März 2022 untergegangen, nachdem es Schlagseite nach Steuerbord hatte. Die letzte Schiffsposition lag etwa 220 Seemeilen vor den Azoren. Die Bergungsfahrzeuge bleiben in dem Gebiet, um die Situation zu beobachten.

Volkswagen hatte schon aufgrund der Brandschäden die Hoffnung aufgeben, die Fahrzeuge bergen zu können. An Bord befanden sich rund 4.000 Autos verschiedener VW-Marken. Ihr Wert soll bei über 330 Millionen Euro liegen.

Golem Karrierewelt
  1. IT-Grundschutz-Praktiker mit Zertifikat: Drei-Tage-Workshop
    04.-06.07.2022, Virtuell
  2. Go für Einsteiger: virtueller Zwei-Tages-Workshop
    25./26.07.2022, Virtuell
Weitere IT-Trainings

An Bord waren zahlreiche VW Golf und der Elektro-Crossover ID.4. Das soll aus einer internen E-Mail der US-Niederlassung des Autoherstellers hervorgehen, berichtet Bloomberg. Neben den VWs waren auch Fahrzeuge der Marken Porsche, Audi und Lamborghini geladen.

Das Schiff fing am 16. Februar Feuer, woraufhin die 21-köpfige Besatzung mit Hilfe der portugiesischen Marine gerettet werden konnte.

Das 200 Meter lange Schiff war auf dem Weg von Emden nach Davisville im US-Bundesstaat Rhode Island unterwegs. Die Felicity Ace wurde nach Angaben der japanischen Rederei Mitsui O.S.K. Lines im Jahr 2005 gebaut.

Über Umweltschäden ist nichts bekannt. Vor dem Sinken meldeten die Bergungsfahrzeuge noch keinen Austritt von Öl.

Kunden sollen Ersatz bekommen - aber wann?

Nach einem Bericht von Electrek erhielten mehrere US-Kunden eine E-Mail von ihrem örtlichen VW-Händler, in der es heißt: "Letzte Woche konnte ein Frachtschiff, das Fahrzeuge in die Vereinigten Staaten transportiert, seine Reise aufgrund eines Zwischenfalls an Bord nicht beenden. Das Wichtigste ist, dass alle Besatzungsmitglieder in Sicherheit sind. Der ID.4, den Sie bestellt haben, befand sich jedoch auf diesem Schiff. Ihnen einen ID.4 zu beschaffen, hat für uns weiterhin höchste Priorität. Wir haben unseren Produktionsplan bereits so geändert, dass Sie ganz vorne in der Warteschlange stehen, um einen ID.4 des Modelljahres 2022 zu erhalten, der der Konfiguration in Ihrer Reservierung entspricht."

Wie lange es dauert, teilte VW nicht mit. Derzeit ist die Produktion genau dieser Fahrzeuge durch den Krieg in der Ukraine zum Erliegen gekommen.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


BlindSeer 04. Mär 2022

Neid == ich will etwas haben, kann es mir nicht leisten oder es nicht haben und gönne es...

Gryphon 03. Mär 2022

Naja, das standardisierte Verfahren wurde halt einfach nicht für diesen Anwendungsfall...

treysis 03. Mär 2022

So schnell geht die Tiefentladung nun auch nicht. Die Akkus werden im normalen...

treysis 03. Mär 2022

Der Druck sollte keinen signifikanten Einfluss auf die Korrosion haben. Richtig ist...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Ukrainekrieg
Erster Einsatz einer US-Kamikazedrohne dokumentiert

Eine Switchblade-Drohne hat offenbar einen russischen Panzer getroffen. Dessen Besatzung soll sich auf dem Turm mit Alkohol vergnügt haben.

Ukrainekrieg: Erster Einsatz einer US-Kamikazedrohne dokumentiert
Artikel
  1. Deutsche Bahn: 9-Euro-Ticket gilt nicht in allen Nahverkehrszügen
    Deutsche Bahn
    9-Euro-Ticket gilt nicht in allen Nahverkehrszügen

    So einfach ist es dann noch nicht: Das 9-Euro-Ticket gilt nicht in allen Zügen, die mit einem Nahverkehrsticket genutzt werden können.

  2. Verifone: Bundesweite Störung von Girokarten-Terminals
    Verifone
    Bundesweite Störung von Girokarten-Terminals

    In vielen Geschäften lässt sich derzeit nur bar bezahlen. Ursache ist wohl ein Softwarefehler in Kartenzahlungsterminals für Giro- und Kreditkarten.

  3. Cerebras WSE-2: München verbaut riesigen KI-Chip
    Cerebras WSE-2
    München verbaut riesigen KI-Chip

    Als erster Standort in Europa hat das Leibniz-Rechenzentrum (LRZ) ein CS-2-System mit Cerebras' WSE-2 gekauft, welches effizient und schnell ist.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Days of Play: (u. a. PS5-Controller (alle Farben) günstig wie nie: 49,99€, PS5-Headset Sony Pulse 3D günstig wie nie: 79,99€) • Viewsonic Gaming-Monitore günstiger • Mindstar (u. a. MSI RTX 3090 24GB 1.599€) • Xbox Series X bestellbar • Samsung SSD 1TB 79€ [Werbung]
    •  /