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Feindliches Übernahmeangebot: Paramount will Kauf von Warner durch Netflix verhindern

Paramount hat den Kaufpreis von Netflix für Warner Bros. überboten.
/ Achim Sawall
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Paramount CEO David Ellison im Oktober 2025 (Bild: PATRICK T. FALLON/AFP via Getty Images)
Paramount CEO David Ellison im Oktober 2025 Bild: PATRICK T. FALLON/AFP via Getty Images

Paramount hat ein feindliches Übernahmeangebot für Warner Bros. Discovery vorgelegt. Wie der Medienkonzern am 8. Dezember 2025 in einem Schreiben(öffnet im neuen Fenster) direkt an die Aktionäre erklärt hat, ist das eigene Angebot von 30 US-Dollar pro Aktie für Warner besser für die Aktionäre und erhält eher die Zustimmung der Aufsichtsbehörden.

Paramount-Chef David Ellison, der Sohn von Oracle-Gründer Larry Ellison, sagte am Montagmorgen auf CNBC: "Wir sind hier, um das zu vollenden, was wir begonnen haben." Paramount betonte, das Übernahmeangebot werde vollständig von der Familie Ellison und Red Bird Capital sowie durch Kreditzusagen in Höhe von 54 Milliarden US-Dollar von der Bank of America, Citi und Apollo abgesichert.

Larry Ellison ist ein enger Vertrauter von US-Präsident Donald Trump und sicherte sich in dem Deal(öffnet im neuen Fenster) die zentrale Rolle, bei dem Tiktok in den USA zu rund 80 Prozent in den Besitz von US-Investoren übergeht.

Netflix erklärte, 72 Milliarden US-Dollar (27,75 US-Dollar pro Aktie) für Warners Studio und den Streamingdienst HBO Max zu zahlen, nachdem sich der Unterhaltungskonzern aufgespalten hatte. Die Transaktion gaben die Partner nach exklusiven Verhandlungen am 5. Dezember 2025 bekannt. Warner kam laut Insidern zu dem Schluss, dass das Netflix-Angebot eigentlich 31 bis 32 US-Dollar pro Aktie wert sei, weil die Warner-Aktionäre weiterhin Anteile an beiden Unternehmen halten würden.

Paramount ist dem finanziell nicht gewachsen

Paramount hat einen Marktwert von 14 Milliarden US-Dollar, Netflix ist über 400 Milliarden US-Dollar wert.

Paramount warf Warner vor, sich in den vergangenen zwölf Wochen nie ernsthaft mit seinen sechs Übernahmevorschlägen auseinandergesetzt zu haben. Aktionäre haben nun bis zum 8. Januar 2026 Zeit, über die Einreichung ihrer Aktien zu entscheiden, falls die Annahmefrist nicht verlängert wird.


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