Feiertag Allerheiligen: Streiks an sieben Amazon-Standorten

Durch den Feiertag Allerheiligen in Teilen Deutschlands sind einzelne Amazon-Standorte stärker belastet. Dort streiken Arbeiter für mehr Lohn.

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Streikbewegung bei Amazon seit über acht Jahren
Streikbewegung bei Amazon seit über acht Jahren (Bild: Verdi)

Bei Amazon sind Beschäftigte an zwei Standorten in Bad Hersfeld sowie in Leipzig im Streik. Das gab die Gewerkschaft Verdi am 1. November 2021 bekannt. In der Nacht zum 2. November treten dann auch Lagerarbeiter an den Amazon-Standorten in Werne, Rheinberg, Koblenz und Graben in den Ausstand.

Die Streikenden und ihre Gewerkschaft wollen durchsetzen, dass die Entgelterhöhungen der in den vergangenen Wochen erzielten Tarifabschlüsse der Handelsbranche gezahlt werden.

"Es kann nicht angehen, dass sich ein milliardenschwerer multinationaler Konzern dumm und dusselig verdient und sich dennoch weigert, den Beschäftigten die Lohnsteigerungen zukommen zu lassen, die andere Unternehmen der Branche den Kolleginnen und Kollegen zahlen", erklärte Orhan Akman, Verdi-Bundesfachgruppenleiter für den Einzel- und Versandhandel. Allein im Jahr 2021 hat Amazon bisher einen Gewinn von 19,1 Milliarden US-Dollar erzielt.

Amazon ist nicht tarifgebunden und lehnt Verhandlungen mit Gewerkschaften ab.

Acht Jahre lang Streiks für einen Tarifvertrag

Am Montag sollen die Arbeiter in den bestreikten Standorten zusätzliche Aufgaben im In- und Ausland übernehmen, da in einigen Bundes- und Nachbarländern durch den Feiertag nicht gearbeitet wird. Ein Amazon-Sprecher sagte Golem.de auf Anfrage: "Wir haben im Sommer die Löhne für unsere Logistikmitarbeiter erhöht und jeder bei Amazon verdient umgerechnet mindestens 12 Euro brutto pro Stunde plus Extras. Nach 24 Monaten verdienen Amazon-Mitarbeiter durchschnittlich rund 2.750 Euro brutto im Monat, inklusive beschränkter Mitarbeiteraktien und weiterer Extras." Man sehe keine Auswirkungen auf die Kundschaft durch die Aktion. Laut Verdi zahlt Amazon den Beschäftigten jedoch immer noch weniger als vergleichbare tarifgebundene Unternehmen.

Die Streikenden fordern seit über acht Jahren einen Tarifvertrag. Bereits im Mai 2013 waren an den Amazon-Standorten Bad Hersfeld und Leipzig Beschäftigte zum ersten Mal in einen Tagesstreik getreten. Laut Verdi führten die Arbeitskämpfe zu regelmäßigen Lohnerhöhungen, "vernünftigen" Kantinen, verbesserter Klimatisierung in den Lagerhallen, Weihnachtsgeld und besserem Gesundheitsschutz.

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