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Fehmarnbelttunnel: Erstes Element des Absenktunnels liegt am Meeresgrund

Statt zu bohren werden die Tunnelelemente nach und nach auf den Meeresgrund abgesenkt. Am Ende soll es der längste kombinierte Tunnel der Welt werden.
/ Mario Petzold
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Das erste Segment mit Anschluss zum Tunnelportal wird abgesenkt. (Bild: Femern)
Das erste Segment mit Anschluss zum Tunnelportal wird abgesenkt. Bild: Femern

Wie die Tunnelbaugesellschaft Femern(öffnet im neuen Fenster) vermeldet, befindet sich das erste von insgesamt 89 Tunnelsegmenten an seinem Platz am Meeresgrund. Es ist bereits mit dem Tunnelportal verbunden und Lasermessungen haben die erfolgreiche Positionierung bestätigt.

Das erste Standardelement mit 217 Metern Länge und einer Masse von 73.500 Tonnen hatte am 4. Mai von fünf Schleppern gezogen die Tunnelfabrik verlassen. Nach dem Ablassen des mit Luft gefüllten und versiegelten Tunnelteils werden die Verbindungen zum speziell gebauten Absenkponton Ivy(öffnet im neuen Fenster) im Lauf des 7. Mai getrennt.

Im Inneren befinden sich vier Röhren, jeweils zwei für den Straßen- und den Schienenverkehr. Hinzu kommt eine kleine Serviceröhre. Nach derzeitigem Stand sollen die Bauarbeiten 2031 beendet sein und der Tunnel anschließend für mindestens 120 Jahren genutzt werden können.

Weltweit einmaliges Projekt

Das Vorgehen beim Bau des Fehmarnbelttunnel ist anders als bei anderen vergleichbaren Projekten. Deshalb lag der besondere Fokus auf der Absenkung des ersten Elements, weil es im Grunde den Probelauf für den gesamten Tunnelbau darstellt.

Nachdem zunächst ein etwa 12 m tiefer und 100 m breiter Graben am Meeresgrund vorbereitet wurden, beginnt mit der ersten Absenkung der Bau des eigentlichen Tunnels. Der besteht aus 89 Standardelementen, die zum insgesamt 18 km langen Tunnel zusammenfügt werden. Es wäre der längste kombinierte Verkehrstunnel, den zukünftig 12.000 Fahrzeuge und über 100 Züge täglichen passieren sollen.

Die einzelnen Elemente werden in einer eigens errichteten Tunnelfabrik hergestellt. Die versiegelten und mit Luft gefüllten Teile müssen dann mit dem Absenkponton millimetergenau platziert und direkt mit dem bereits vorhandenen Element verbunden werden.

Planungen laufen schon länger

Bereits 2006 wurde über den Bau des Fehmarnbelttunnels zwischen der deutschen Insel Fehmarn und der dänischen Insel Lolland diskutiert. Schließlich gab es die Einigung, dass Dänemark die führende Rolle einnimmt und den Großteil der Kosten trägt, dafür aber die Mautgebühren einbehält.

Von ursprünglich 5 Milliarden Euro sind die Baukosten mittlerweile auf etwa 7 Milliarden angestiegen. Hinzu kommen auf deutscher Seite noch knapp 2 Milliarden Euro für die Tunnelanbindung. Dennoch wäre der Absenktunnel mit Blick auf die Anzahl der Röhren vergleichsweise günstig, so dass sich die Baukosten in 20 bis 30 Jahren über die Maut amortisieren könnten.


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