Fehlstart: Rocket Lab pausiert Raketenstarts

Der jüngste Raketenstart vom Start-ups Rocket Lab sorgte für einen Fehlstart. Nun will das Unternehmen die Ursache herausfinden und pausiert die Missionen.

Artikel veröffentlicht am , Patrick Klapetz
Die Electron-Rakete des kommerziellen Raumfahrtunternehmens Rocket Lab
Die Electron-Rakete des kommerziellen Raumfahrtunternehmens Rocket Lab (Bild: Rocket Lab)

Bisher konnte die Electron-Rakete 171 Satelliten in 37 erfolgreichen Orbitalmissionen in die Umlaufbahn bringen. Doch beim Launch vom 19. September 2023 lief etwas schief. Nach dem zunächst planvoll verlaufenen Start zündete die erste Stufe normal und die zweite Stufe trennte sich sogar ab. Nach etwa 2 Minuten und 30 Sekunden Flugzeit gab es jedoch ein Problem.

Die nächste Mission, die noch vor Ende des dritten Quartals geplant war, wird nun verschoben. Das Unternehmen will erst noch Korrekturmaßnahmen durchführen. Zudem werde Rocket Lab eine revidierte Umsatzprognose für das dritte Quartal vorlegen, da dieser Fehlschlag finanzielle Auswirkungen habe. Außerdem entschuldigte sich das Unternehmen für die verlorene Fracht und will mit der amerikanischen Luftfahrtbehörde FAA (Federal Aviation Administration) zusammenarbeiten, damit das Problem schnell gelöst werden kann.

Der dritte Fehlstart in sechs Jahren

Es gab bereits zwei Fehlstarts, bei denen die Zweitstufe ebenfalls beteiligt war – auch wenn es dieses Mal ein anderes Problem gab. Offenbar zündete die Zweitstufe nicht, wodurch sie die Fracht nicht ins Weltall befördern konnte. Während des Jungfernflugs in Neuseeland im Jahr 2017 scheiterte der Start aufgrund eines Computerfehlers, nachdem die Rakete eine Höhe von 224 Kilometern erreicht hatte. Der zweite Fehlstart erfolgte am 4. Juli 2020, nachdem sich die zweite Stufe der Elektron-Rakete wegen einer fehlerhaften elektrischen Verbindung abgeschaltet hatte.

Zwar hat Rocket Lab auf dem Markt der Microlauncher gegenüber seinen Kontrahenten einen großen Vorsprung. Nach 37 erfolgreichen Starts müsste die Rakete andererseits trotzdem ausgereift sein.

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