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Fehleranfällig: Telekom kritisiert Repeater in Zügen der Deutschen Bahn

Die Repeater auf und in den Zügen der Bahn bereiten laut Deutsche Telekom Probleme. Die Scheiben zu lasern sei darum die bessere Lösung.
/ Achim Sawall
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Das Signal geht durch die metallbeschichtete Scheibe. (Bild: Achim Sawall/Golem.de)
Das Signal geht durch die metallbeschichtete Scheibe. Bild: Achim Sawall/Golem.de

Die Repeater, die das Mobilfunksignal von außen in den Zug holen, funktionieren offenbar oft nicht wie gewollt. Mathias Poeten, Mobilfunknetzchef der Deutschen Telekom, sagte am 13. Juli 2023 in einem Podcast des Unternehmens: "Die Repeater, die Installation und der Betrieb sind allerdings relativ fehleranfällig. Auch nicht alle Abteile und alle Zugteile sind damit ausgestattet oder dafür vorgesehen." Darum setze man zusammen mit der Deutschen Bahn auf "mobilfunkdurchlässige Scheiben."

Die wärmeisolierende Metallschicht der Fenster wird mit einem Laser so bearbeitet, dass sie für sämtliche Frequenzen von Funkwellen durchlässig wird. Die Bahn statte aber nicht nur neue Züge mit mobilfunkdurchlässigen Fensterscheiben aus: Es sei auch möglich, die Fensterscheiben von vorhandenen Zügen nachträglich per Laser zu bearbeiten, sagte eine Bahnsprecherin Golem.de im Februar 2023 .

Der weitere große Baustein neben dem Tunnelausbau sei, das Sendesignal in den Zug zu bekommen, erklärte Poeten.

Intrain-Mobilfunk-Repeater-System kommt von Comlab

Das Intrain-Mobilfunk-Repeater-System kommt von dem Schweizer Unternehmen Comlab(öffnet im neuen Fenster) . Pro Zugverband wird ein Icomera(öffnet im neuen Fenster) -X6i-Router installiert, Access Points und Wi-Fi-Antennen bringen die Konnektivität zu den Fahrgästen in anderen Waggons. Icomera verfügt mindestens(öffnet im neuen Fenster) seit April 2021 auch über 5G-Technik, die aber bei der Bahn nicht eingesetzt wird.

Die Repeater in den Zügen der Bahn beherrschten nur LTE, weshalb die Telekom kein schnelles 5G (N78) entlang der Strecken ausbaue, sagte Walter Goldenits, Technikchef der Telekom Deutschland, am 15. Februar 2022 . Zudem seien hohe Geschwindigkeiten und 3,6 GHz extrem schwer zusammenzubringen, meinte er.


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