Fehler in Huaweis App Gallery: Bezahl-Apps für Android gibt es kostenlos

Eine Schwachstelle in Huaweis App Gallery wird es noch etwa eine Woche lang ermöglichen, kostenpflichtige Android-Apps gratis zu beziehen.

Artikel veröffentlicht am ,
Fehler in Huaweis App Gallery
Fehler in Huaweis App Gallery (Bild: Huawei)

Eine Schwachstelle in Huaweis App Gallery erlaubt es derzeit, kostenpflichtige Android-Apps kostenlos zu beziehen, berichtet Dylan Roussel, der den Fehler entdeckt hat. Roussel ist unter anderem für das Portal 9to5Google tätig. Huawei bestätigte den Fehler und will diesen bis zum 25. Mai 2022 beseitigen. Die App Gallery ist auf aktuellen Huawei-Smartphones die offizielle Möglichkeit, Android-Apps zu installieren, weil Huawei weiterhin von der Nutzung von Google-Diensten ausgeschlossen wird - dazu gehört auch der Play Store.

Stellenmarkt
  1. IT-Systemadministrator / Fachinformatiker (m/w/d) für IT-Support / Kundenbetreuung
    Voss IT GmbH, Norderstedt
  2. Informatiker (m/w/d)
    Technische Hochschule Ingolstadt, Ingolstadt
Detailsuche

Über die App Gallery gibt es kostenpflichtige sowie kostenlose Apps. Für den Kauf von kostenpflichtigen Apps wird ein Abrechnungsssytem von Huawei verwendet.

In der API des App-Gallery-Store hat Roussel nach eigenen Angaben eine Schwachstelle entdeckt, um an Download-Links für kostenpflichtige Android-Apps zu gelangen, ohne dafür bezahlen zu müssen. Roussel habe dies mit verschiedenen Apps erfolgreich durchführen können. In einem Fall hatte die App eine eigene Prüfroutine, ob diese korrekt erworben wurde. Diese ließ sich zwar installieren, aber nicht nutzen.

So ging Huawei mit dem Fehler um

Roussel gibt an, dass er den Fehler bereits Mitte Februar 2022 an Huawei gemeldet habe. Er habe Huawei - wie vom Unternehmen gewünscht - in einer PGP-verschlüsselten E-Mail auf den Fehler hingewiesen. Fünf Stunden später habe sich Huawei gemeldet und mitgeteilt, den Fehler zu untersuchen.

Golem Karrierewelt
  1. Deep-Dive Kubernetes – Production Grade Deployments: virtueller Ein-Tages-Workshop
    20.09.2022, Virtuell
  2. Adobe Premiere Pro Grundkurs: virtueller Zwei-Tage-Workshop
    02./03.08.2022, Virtuell
Weitere IT-Trainings

Zur Verwunderung von Roussel war die betreffende E-Mail von Huawei nicht PGP-verschlüsselt. Das Unternehmen habe darum gebeten, den Fehler nicht öffentlich zu machen, bevor die Analyse bei Huawei abgeschlossen sei. Huawei verlangte von Roussel einen Plan darüber, wann die Schwachstelle öffentlich gemacht werde.

Er habe Huawei fünf Wochen Zeit gegeben und darum gebeten, über die weitere Entwicklung informiert zu werden - Huawei habe das zugesichert. Roussel bemerkte, dass der Fehler auch fünf Wochen später nicht behoben gewesen sei und er von Huawei keine Mitteilungen bekommen habe. Er habe dann zwei weitere E-Mails geschickt, auf die es von Huawei keine Reaktion gegeben habe.

Nach 13 Wochen keine Reaktion von Huawei

Roussel habe für sich beschlossen, Huawei mehr als die anvisierten fünf Wochen Zeit zu geben. Er wartete schließlich 13 Wochen, ohne dass Huawei reagiert hätte. Dann habe er Huawei informiert, dass er die Schwachstelle in Kürze veröffentlichen werde. Nach seinem Kenntnisstand habe Huawei App-Anbieter nicht über die Schwachstelle in der App Gallery informiert.

Erst einen Tag vor der geplanten Bekanntmachung der Schwachstelle in der App Gallery habe Huawei reagiert, aber keine Fehlerbeseitigung bereitgestellt. Das Unternehmen habe den Fehler lediglich bestätigt. Erst nachdem die Schwachstelle öffentlich wurde, habe Huawei mitgeteilt, bis wann der Fehler beseitigt werde - und das soll bis zum 25. Mai 2022 passieren.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Microsoft
Exchange Server von gut versteckter Hintertür betroffen

Sicherheitsforscher haben eine Backdoor gefunden, die zuvor gehackte Exchange-Server seit 15 Monaten zugänglich hält.

Microsoft: Exchange Server von gut versteckter Hintertür betroffen
Artikel
  1. Wochenrückblick: Solide Leistung
    Wochenrückblick
    Solide Leistung

    Golem.de-Wochenrückblick Der M2-Chip im Test und Neues von Sony und VW: die Woche im Video.

  2. US-Streaming: Immer mehr Netflix-Abonnenten kündigen nach einem Monat
    US-Streaming
    Immer mehr Netflix-Abonnenten kündigen nach einem Monat

    Netflix hat zunehmend Probleme, neue Abonnenten zu halten. Der Anteil an Neukunden, die nach einem Monat wieder kündigen, steigt.

  3. Ayn Loki Zero: Dieses PC-Handheld kostet nur 200 US-Dollar
    Ayn Loki Zero
    Dieses PC-Handheld kostet nur 200 US-Dollar

    Es ist das bisher günstigste Modell in einer Reihe von vielen: Der Loki Zero mit 6-Zoll-Display nutzt einen Athlon-Prozessor mit Vega-Grafik.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Gigabyte RX 6800 679€ • Samsung SSD 2TB (PS5-komp.) 249,90€ • MindStar (Zotac RTX 3090 1.399€) • Top-Spiele-PC mit AMD Ryzen 7 RTX 3070 Ti 32GB 1.700€ • Nanoleaf günstiger • Alternate (TeamGroup DDR4-3600 16GB 49,99€) Switch OLED günstig wie nie: 333€ [Werbung]
    •  /