Fehler in der Suchmaschine: Google erklärt Schweizer Ingenieur zum Mörder

Manchmal macht die Google-Suche gravierende Fehler und verbindet falsche Daten. So wurde ein Schweizer zum vermeintlichen Serienmörder.

Artikel veröffentlicht am ,
Googles Automatisierung produziert immer wieder kuriose Fälle.
Googles Automatisierung produziert immer wieder kuriose Fälle. (Bild: Hebi B./Pixabay)

Durch die E-Mail eines Kollegen erfuhr der Schweizer Ingenieur Hristo Georgiev, dass Google ihn zu einem Schwerverbrecher erklärt hatte. Wurde der Name des Ingenieurs in die Google-Suche eingegeben, blendete Google einen Infokasten mit einem Foto von ihm ein und bezeichnete ihn als Serienmörder, wie das Onlinemagazin Android Authority berichtete.

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Tatsächlich gibt es einen Wikipedia-Eintrag zu einem gleichnamigen Vergewaltiger und Serienmörder, auf dessen Inhalte Google für seinen Kasten zurückgreift.

Allerdings enthält der Wikipedia-Eintrag im Original kein Foto. Erst Google führte das Foto des Schweizer Ingenieurs und die Informationen zu dem gleichnamigen Kriminellen aus der Wikipedia in seiner Infobox zusammen.

Ein solcher Eintrag in der Google-Suche dürfte jedenfalls bei einem Bewerbungsgespräch oder einem Date, bei dem das Gegenüber den Namen googelt, zu Panik und einem jähen Ende führen. Offensichtlich hat Googles Knowledge Graph, der die Suchergebnisse mit Informationen aus verschiedenen Quellen anreichern soll, einen Fehler gemacht.

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Nach einem Blogeintrag des Schweizers und einigem Aufsehen auf Hackernews hat Google den Fehler behoben. Über eine Archivwebseite, die Georgiev auf seinem Blog verlinkt hat, lässt sich das ursprüngliche Suchergebnis weiterhin betrachten.

  • So sieht der Fehler in einer archivierten Google-Suche aus (Screenshot Golem.de)
So sieht der Fehler in einer archivierten Google-Suche aus (Screenshot Golem.de)

Googles Algorithmen erzeugen immer wieder kuriose Fehler

Es ist nicht das erste Mal, dass Googles Algorithmen fehlerhafte Ergebnisse liefern. So hat Google Maps in der Vergangenheit eine neue U-Bahn-Linie in Berlin erfunden oder Berge im Nationalpark Sächsische Schweiz in Hochhäuser umgewandelt. Auch bei dem häufig genutzten Routing setzt der Anbieter stark auf Automatisierung und leitet die Verkehrsteilnehmer teils durch nicht befahrbares Gebiet.

Über die Metro-Tochter Dish konnte Golem.de die Tisch-reservieren-Funktion in der Google-Suche kapern. Dort trugen wir das Bundeskanzleramt oder den Metro-Großhandels-Supermarkt in Berlin ein - ohne jegliche Überprüfung wurden die entsprechenden Konten angelegt.

Wurde anschließend nach den Orten auf Google gesucht, enthielten die Infoboxen blaue Tischreservierungsbuttons, über welche Tische im Bundeskanzleramt oder im Metro-Großhandel gebucht werden konnten. Weder Dish noch Google wollten für die Fehler verantwortlich sein beziehungsweise etwas unternehmen.

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Saljon 27. Jun 2021

Soso, grotesk schlecht. Interessante Weltsicht. Natürlich macht Google Fehler,auch grobe...

Hotohori 27. Jun 2021

Dennoch stimmt es halt mit den Google Angaben nicht überein und auch die Zeitangaben...

yinyangkoi 26. Jun 2021

Wie haben sie den Fehler behoben? Haben sie den kompletten Algorithmus refactored oder...

derJimmy 26. Jun 2021

Halb Mensch, halb Köt(d)er?



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