Fehler bei Zwei-Faktor-Authentifizierung: Facebook will keine Benachrichtigungen per SMS schicken

In den vergangenen Tagen ist Facebook damit aufgefallen, dass das soziale Netzwerk die Telefonnummer für die Zwei-Faktor-Authentifizierung des Nutzers für das Verschicken seiner Benachrichtigungen missbraucht. Mittlerweile bestätigt Facebook dies und gibt einem Fehler im System die Schuld.

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Facebook entschuldigt sich für unerwünschte Kurznachrichten per SMS.
Facebook entschuldigt sich für unerwünschte Kurznachrichten per SMS. (Bild: Screenshot: Golem.de)

Facebook bestätigt, die Mobilfunknummer, die eigentlich für die Zwei-Faktor-Authentifizierung gedacht ist, für das Verschicken von Nachrichten verwendet zu haben. Anwender, die ihre Nummer Facebook gaben, erhielten plötzlich Kurznachrichten per SMS über Aktivitäten in dem sozialen Netzwerk. Wer darauf antwortete, etwa mit einem Stop, postete laut einigen Twitter-Nutzern sogar auf seine Facebook-Timeline.

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Laut der Facebook-Stellungnahme soll dies allerdings ein Versehen gewesen sein und kein Versuch, Aktivitäten bei Facebook zu erzeugen. Das warfen viele Anwender dem sozialen Netzwerk vor. Wer die Nummer zum Schutz seines Zugangs bei Facebook angibt, soll normalerweise keine Benachrichtigungen bekommen, die nicht sicherheitsrelevant sind.

Facebook sieht allerdings auch vor, Benachrichtigungen per SMS zu verschicken. Dies soll allerdings ein Opt-in-Verfahren sein. Sprich, Anwender müssen die Funktion explizit auswählen. In Zukunft soll das nicht mehr passieren. Auch das Posten von Nachrichten per SMS-Antwort soll demnächst abgeschaltet werden. Die Funktion stammt aus der Anfangszeit des sozialen Netzwerks und hat heute eigentlich keine Relevanz mehr.

Zu beachten ist allerdings, dass derartige Probleme öfter auftreten. Auf der anderen Seite ist Facebook nämlich bekannt dafür, ohne Rückfrage Daten der Nutzer für andere Zwecke zu verwenden. Man erinnere sich etwa an Facebooks Versuch im Jahr 2012, Adressbücher für eigene Zwecke zu manipulieren. In der Vergangenheit hat das Unternehmen oft neue Funktionen eingeführt und damit nur ein Opt-out angeboten. So erhielten wir diese Woche plötzlich ohne eigenes Zutun eine E-Mail mit der Information, dass eine Person im Bekanntenkreis etwas von einer fremden Person geteilt habe. Diese jeweils neuen Mail-Funktionen lassen sich aber über einen Abmelde-Link deaktivieren.

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Bei der Tochter Instagram geht Facebook anders vor. Dort führt das Unternehmen oft neue Funktionen ein, die sich nicht abschalten lassen, obwohl die Beibehaltung Nachteile für einige Nutzer darstellt.

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