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Fehler bei Krankenhausbetreiber: IT-Panne löscht Geburtsdaten aus elf Jahren

Trotz sofort eingeleiteter Maßnahmen konnten nicht alle Daten wiederhergestellt werden, was auch die polizeilichen Ermittlungen erschwert.
/ Mike Faust
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Blick auf das Queens Medical Centre und Universitätskrankenhaus Nottingham in Nottingham, England (Bild: Christopher Furlong/Getty Images)
Blick auf das Queens Medical Centre und Universitätskrankenhaus Nottingham in Nottingham, England Bild: Christopher Furlong/Getty Images

Beim britischen Krankenhausbetreiber Nottingham University Hospitals NHS Trust (NUH) ist es am 18. August 2026 zu einem schwerwiegenden Datenverlust gekommen. Wie der Betreiber in einer Pressemitteilung erklärt(öffnet im neuen Fenster), wurden während Routinearbeiten zum Kopieren einer Strahlentherapie-Datenbank vordefinierte Computerbefehle angewendet, bei denen vergessen wurde, eine erforderliche Einstellung anzupassen.

Infolgedessen lief der Prozess auf dem falschen System und überschrieb die Daten einer Entbindungsdatenbank, die Aufzeichnungen über Frauen und Babys aus dem Zeitraum von September 2011 bis November 2022 enthielt. Nach der Entdeckung des Fehlers wurde das Problem laut den Angaben des NUH innerhalb weniger Minuten eskaliert und sofortige Ermittlungen sowie Datenrettungsmaßnahmen eingeleitet.

Zusammen mit externen Spezialisten und durch die Überprüfung anderer Informationsquellen konnte NUH die für die Patientenversorgung erforderlichen klinischen Daten wiederherstellen. Sämtliche Notizen, Beobachtungen, Testergebnisse und Behandlungsdokumente stehen somit weiterhin zur Verfügung.

Verlust der Zugriffsdaten hat Auswirkungen auf Ermittlungen

Ein entscheidender Bestandteil der Datenbank konnte jedoch nicht vollständig wiederhergestellt werden. Der historische Zugriffsnachweis darüber, wer in dem elfjährigen Zeitraum Einsicht in die jeweiligen Geburtsakten nahm, bleibt verloren. In den meisten Fällen ist der NUH daher nicht mehr dazu in der Lage, zu bestätigen oder nachzuvollziehen, ob eine bestimmte Person eine spezifische Akte eingesehen hatte.

Der Vorfall wurde fristgerecht an den Datenschutzbeauftragten des Vereinigten Königreichs gemeldet, das Information Commissioner's Office (ICO), sowie der Polizei von Nottinghamshire mitgeteilt. Die Polizei prüft derzeit, ob der Verlust der Zugriffsdaten Auswirkungen auf eine behördliche Untersuchung zu Todesfällen und schweren Verletzungen von Müttern und Säuglingen am Nottingham City Hospital und am Queen's Medical Centre hat.

Um ein erneutes Auftreten eines solchen Fehlers zu verhindern, schloss der NUH eine Untersuchung zur Patientensicherheit ab und verstärkte die technischen Kontrollen sowie Prozesse.

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