Fehler 502: Cloudflare schämt sich für den vergangenen Ausfall

Cloudflare erzählt in einem ausführlichen Blogpost die Geschichte des vergangenen Ausfalls, der einen Teil der Internetinfrastruktur belastete und sogar das eigene Team bei der Fehlersuche behinderte. Das Unternehmen schämt sich für den Fehler.

Artikel veröffentlicht am ,
Cloudflare erklärt, wie es zum 502-Fehler kam.
Cloudflare erklärt, wie es zum 502-Fehler kam. (Bild: Pixabay.com/Montage: Golem.de/CC0 1.0)

Der Internetdienstleister Cloudflare klärt auf, warum ein Teil des Internets Anfang Juli nicht erreichbar war. Im Blog-Post ist sich Cloudflare zudem des Schadens für seine Kunden bewusst. "Wir schämen uns dafür, dass das passiert ist", schreibt der Anbieter. Viele Nutzer haben ein paar Minuten lang einen 502-Bad-Gateway-Fehler statt einer Webseite erhalten. Der Grund: Ein falsch definierter regulärer Ausdruck hat die CPU-Kerne von Servern für die Bereitstellung von HTTPS und HTTP überlastet. Sie wurde unbeabsichtigt zusammen mit einer neuen Regel für die Web Application Firewall (Waf) des Herstellers eingeführt.

Stellenmarkt
  1. Softwareentwickler (m/w/d)
    Bayerische Versorgungskammer, München
  2. IT Business Partner (m/w/d)
    Energiedienst Holding AG, Rheinfelden (Baden)
Detailsuche

"Wir verbessern ständig unsere gesetzten Regeln für unsere Waf, um auf neue Sicherheitslücken und Bedrohungen zu reagieren", sagt Entwickler und CTO John Graham-Cumming. Allerdings sei laut ihm der Ausfall wohl nicht nur einem schlecht implementierten Ausdruck zuzuschreiben, nachdem sich der Fehler auch bei Cloudflare gezeigt hatte, indem etwa 80 Prozent des Traffics zusammenbrach. Die weltweit verteilten Testprogramme, die Cloudflare-Server auf ihre Funktionalität prüfen, gaben viele Fehler aus. Daraufhin sammelte sich das Londoner Entwicklerteam zu einem Meeting. Zuerst wurde angenommen, es handele sich um "einen Angriff, den wir nie zuvor gesehen haben", schreibt Graham-Cumming. Es stellte sich aber heraus, dass es ein interner Fehler war.

Um das System zum Laufen zu bringen, musste das Team die Waf abschalten. Das geschieht über ein von überall ausführbares Kommando, "Global Waf Kill". Allerdings konnte Cloudflare durch den eigenen Ausfall nicht auf die eigenen Produkte zugreifen. Die Entwickler konnten sich nicht auf dem internen Steuerungspanel einloggen. Über einen ungenannten Überbrückungsmechanismus konnte ein Teammitglied die Firewall abschalten. Sie konnte dann offline auf den Fehler überprüft werden.

Die Störung ereignete sich am 2. Juli 2019 und hatte den Ausfall mehrerer Internetseiten zur Folge. Schon damals hat Cloudflare zugegeben: Die eigenen Testmechanismen sind ungenügend. Diesen Fehler will das Unternehmen nicht wiederholen.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Geistesgegenwart 16. Jul 2019

Naja CF hat schon eine höhere Downtime als der Durchschnittserver/RZ. Aber diese...

px 16. Jul 2019

Danke für die Info! :-)

nexo1960 15. Jul 2019

Es ist der zweite größere Ausfall in den letzten zwei Monaten. Allerdings waren sie an...

on(Golem.de) 15. Jul 2019

Hallo mdxdave, "Marty! Wir müssen zurück... in die Zukunft!". :D Danke für den Hinweis...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Klimaforscher
Das Konzept der Klimaneutralität ist eine gefährliche Falle

Mit der Entnahme von CO2 in den nächsten Jahrzehnten netto auf null Emissionen zu kommen, klingt nach einer guten Idee. Ist es aber nicht, sagen Klimaforscher.
Von James Dyke, Robert Watson und Wolfgang Knorr

Klimaforscher: Das Konzept der Klimaneutralität ist eine gefährliche Falle
Artikel
  1. Google: Neues Pixel 6 kostet 650 Euro
    Google
    Neues Pixel 6 kostet 650 Euro

    Das Pixel 6 Pro mit Telekamera und schnellerem Display kostet ab 900 Euro. Google verbaut erstmals einen eigenen Prozessor.

  2. Kalter Krieg 2.0?: Die Aufregung um Chinas angebliche Hyperschallwaffe
    Kalter Krieg 2.0?
    Die Aufregung um Chinas angebliche Hyperschallwaffe

    Die Volksrepublik China soll eine Hyperschallwaffe getestet haben. China dementiert die Vorwürfe aber und sagt, es wäre ein Raumschiff gewesen.
    Eine Analyse von Patrick Klapetz

  3. M1 Pro/Max: Dieses Apple Silicon ist gigantisch
    M1 Pro/Max
    Dieses Apple Silicon ist gigantisch

    Egal ob AMD-, Intel- oder Nvidia-Hardware: Mit dem M1 Pro und dem M1 Max schickt sich Apple an, die versammelte Konkurrenz zu düpieren.
    Eine Analyse von Marc Sauter

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Cyber Week: Bis zu 16% auf SSDs & RAM von Adata & bis zu 30% auf Alternate • 3 Spiele für 49€: PC, PS5 uvm. • Switch OLED 369,99€ • 6 Blu-rays für 40€ • MSI 27" Curved WQHD 165Hz HDR 479€ • Chromebooks zu Bestpreisen • Alternate (u. a. Team Group PCIe-4.0-SSD 1TB 152,90€) [Werbung]
    •  /