Fehlende Treiber: Update von Lenovo ermöglicht Linux-Installation auf Yoga

Dank eines Firmware-Updates für die aktuellen Yoga-Laptops von Lenovo können Nutzer darauf auch Linux installieren. Das ist zwar nur ein Workaround, aber auch an den bisher fehlenden Treibern von Intel wird inzwischen gearbeitet.

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Jetzt auch für Linux-Nutzer: die aktuellen Yoga-Laptops von Lenovo
Jetzt auch für Linux-Nutzer: die aktuellen Yoga-Laptops von Lenovo (Bild: Lenovo)

Ende September berichteten viele Nutzer verärgert, dass sie keine Linux-Distributionen auf den aktuellen Yoga-Laptops von Lenovo installieren konnten. Anders als in den Diskussionen vermutet, lag dies aber nicht an einer Vereinbarung von Microsoft mit Lenovo, sondern schlicht an fehlenden Treibern für den RAID-Modus der Intel-SSD. Ein von Lenovo bereitgestelltes Firmware-Update ermöglicht es Linux-Nutzer immerhin, künftig eine Distribution ihrer Wahl auf den Geräten zu installieren.

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Wie aus der Ankündigung ebenso wie aus der Anleitung zur Installation der UEFI-Firmware hervorgeht, wird mit dem UEFI-Update die Option des AHCI SATA Controller Mode hinzugefügt. In diesem Modus wird die in den Laptops verbaute SSD von Linux-Systemen erkannt und kann als Zielmedium der Installation ausgewählt werden, was bisher nicht möglich war. Lenovo rät aber explizit davon ab, diesen Modus für den Betrieb von Windows zu nutzen, und bezeichnet das Update deshalb auch als "nur für Linux".

Intel arbeitet an Linux-Treibern

Zwar können Besitzer der Yoga-Laptops nach dem Einspielen des Updates ein Betriebssystem ihrer Wahl auf dem Gerät installieren. Im Grunde ist die von Lenovo vorgestellte Lösungen allerdings nur ein einfacher Workaround. Das zugrunde liegende Problem ist damit nicht gelöst, da hierfür Intel die Verantwortung trägt.

Die Installation von Linux schlägt fehl, weil Intel keinen Linux-Treiber für den RAID-Modus der SSDs bereitgestellt hat, weshalb diese auch nicht von dem System erkannt worden sind. Bisher ist allein der RAID-Modus vom UEFI der Yoga-Laptops unterstützt worden. Der Betrieb der Geräte im nachgerüsteten AHCI-Modus könnte für die Linux-Nutzer wohl aber Nachteile bedeuten. So vermutetet der CoreOS-Mitarbeiter und ehemalige Kernel-Entwickler Matthew Garrett in seinem Blog, dass die Energieverwaltung des Laufwerks im AHCI-Modus nicht richtig funktioniert.

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Wohl genau aus diesem Grund empfiehlt Lenovo auch weiterhin, den AHCI-Modus nicht unter Windows zu verwenden. Damit Linux-Nutzer von der besseren Energieverwaltung im RAID-Modus profitieren und die verwendeten SSDs in anderen Geräten keine Probleme mehr bereiten, haben die Verantwortlichen bei Intel laut Garrett ihren Linux-Treiber inzwischen angepasst. Die Aufnahme der Patches in den Hauptentwicklungszweig von Linux sowie in die verschiedenen Distributionen könnte aufgrund des Entwicklungsprozesses des Kernels samt seiner Diskussionen wohl aber noch etwas Zeit in Anspruch nehmen.

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Kleine Schildkröte 28. Okt 2016

Wir bekommen vielleicht ein 3:2 Display. Ich kaufe bei jedem neuen Auftrag ein neues...

zilti 27. Okt 2016

Nicht, wenn er keine Tracking-Cookies setzt.

xVipeR33 27. Okt 2016

Ist denn, abgesehen von lizenzrechtlichen Problemen bzgl. Verteilung und so, irgendwas an...

xVipeR33 27. Okt 2016

Ähm. Ich glaube du siehst das genau falsch herum. Die Hersteller geben so wenig auf die...



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