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Fehlende Grundlage: Filmstudio A24 geht rechtlich gegen Backrooms-Community vor

Das Filmstudio A24 hat wohl vergessen, dass das Backrooms-Universum nicht ihm gehört. Der Regisseur des Films will dem nun auf den Grund gehen.
/ Oliver Nickel
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Der Film basiert auf den gleichnamigen Backrooms-Geschichten aus dem Internet. (Bild: Wikipedia)
Der Film basiert auf den gleichnamigen Backrooms-Geschichten aus dem Internet. Bild: Wikipedia / CC-BY 4.0

Der Horror-Film Backrooms ist vom Studio A24 produziert worden und zu einem riesigen Erfolg bei der jungen Zielgruppe geworden. Dabei basiert der Film auf einer ganzen Reihe(öffnet im neuen Fenster) an Geschichten, Kunstwerken und Videos, die zuvor über Youtube und Social Media verbreitet wurden und teils viral gingen – sogenannte Creepy Pasta. Offenbar hat das Studio trotzdem rechtliche Schritte eingeleitet, um gegen solche Kreationen vorzugehen. Das berichten einige Content-Creator und Indie-Spieleentwickler (via Kotaku).

Diese sind vor allem verwirrt, weil die Backrooms-Inhalte überhaupt nicht von A24 stammen, sondern bereits viel früher erstellt wurden. Eine Person auf Reddit wurde etwa von A24 abgemahnt(öffnet im neuen Fenster), weil sie eine typische Backrooms-Textur im Stil der im Film zu sehenden Tapete erstellt hat. Diese seit laut der Person aber eine Interpretation des 2019 veröffentlichten Backrooms-Bildes auf 4Chan(öffnet im neuen Fenster) gewesen, welches den Hype um die Horrorgeschichte einleitete.

Eine weitere Person meldete sich zu Wort und teilte mit, dass ihr kompletter Google-Play-Developer-Account nach drei Urheberrecht-Verwarnungen wegen Backrooms-Indiegames offline genommen wurde. "Mindestens drei weitere Entwickler, die ich kenne, sind ebenfalls betroffen", so die Person im Reddit-Thread. Ein weiterer offener Brief(öffnet im neuen Fenster) richtete sich direkt an A24 mit dem Aufruf, die rechtlichen Schritte zu unterlassen.

Automatisiertes System schlug an

Die Berichte um rechtliche Schritte durch A24 erreichten auch den Backrooms-Regisseur(öffnet im neuen Fenster) Kane Persons. Der versprach auf Reddit und innerhalb der Discord-Community(öffnet im neuen Fenster), mit dem Studio zu sprechen. A24 reagierte offenbar auch und beschrieb den Sachverhalt demnach in einer Stellungnahme an Kane. Es werde auch an einem offiziellen Statement gearbeitet. Offenbar handelte es sich um einen KI-Automatisierungsfehler, durch den maschinell erstellte Mahnungen versendet wurden.

Das System sollte ursprünglich abgefilmte illegale Kopien des Films erkennen und rechtliche Schritte einleiten, wie Kane auf Discord bestätigt. "Sie waren fester Überzeugung, dass sie niemals die Community angehen wollten", schreibt der Regisseur. Es wirke aber so, als wären auch noch andere Parteien involviert, die etwa mit A24 zusammenarbeiten. "Ich will in der Lage sein, alle Probleme zu beseitigen", schreibt Kane. "Das ist A24s Job, ich will aber gründlich sein."


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