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Fehlalarm: Google Play Protect stufte Samsung-Apps als schädlich ein

Einige Nutzer von Samsung -Smartphones erhielten zuletzt fragwürdige Warnungen von Google Play Protect vor den Samsung-Apps Messages und Wallet.
/ Marc Stöckel
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Google Play Protect hat zwei Samsung-Apps als schädlich eingestuft. (Bild: JUNG YEON-JE/AFP via Getty Images)
Google Play Protect hat zwei Samsung-Apps als schädlich eingestuft. Bild: JUNG YEON-JE/AFP via Getty Images

Die auf zahlreichen Samsung-Smartphones vorinstallierten Apps Samsung Messages und Samsung Wallet wurden von Google Play Protect vorübergehend als schädlich eingestuft. Das berichtet 9to5Google(öffnet im neuen Fenster) unter Verweis auf Meldungen betroffener Nutzer in Googles Support-Forum(öffnet im neuen Fenster) . Die Meldungen tauchten erstmals vor rund zwei Wochen auf.

Bei Google Play Protect handelt es sich um eine auf Android-Smartphones vorinstallierte Sicherheitsanwendung von Google(öffnet im neuen Fenster) , die Anwender eigentlich vor bösartigen Apps schützen soll. Die Anwendung führt Sicherheitschecks durch, warnt Nutzer vor potenziell schädlichen Apps und deaktiviert oder entfernt erkannte Malware. Hierbei kann es auch zu Fehlern kommen, wie die jüngsten Warnmeldungen vor zwei Samsung-Apps zeigen.

Samsung Wallet greift angeblich persönliche Daten ab

Einige Anwender haben auf ihren Samsung-Smartphones Sicherheitswarnungen erhalten, in denen Google Play Protect die Deinstallation von Samsung Wallet und Samsung Messages empfiehlt, da diese als schädlich eingestuft wurden. Ein Screenshot(öffnet im neuen Fenster) einer solchen Meldung, die sich auf Samsung Wallet bezieht, zeigt, dass die App persönliche Daten wie SMS, Fotos, Audioaufnahmen oder Anruflisten ausspioniert.

Der Fehler soll allerdings nicht bei Samsung gelegen haben, sondern bei Google. In einem Forenbeitrag(öffnet im neuen Fenster) heißt es seitens Samsung, das Problem sei "durch einen vorübergehenden Ausfall der Google-Server verursacht" worden. Inzwischen sei der Fehler aber behoben, so dass die Anwender die Apps wie gewohnt verwenden können. Wer die Samsung-Apps aus Sicherheitsgründen deaktiviert habe, könne sie über die Einstellungen seines Smartphones wieder aktivieren.

Nicht die erste Panne bei Google Play Protect

Erst vor wenigen Tagen geriet Google Play Protect wegen der automatischen Entfernung von KDE Connect von zahlreichen Smartphones in die Kritik. Die Deinstallation erfolgte allerdings nur, wenn die App über den Open-Source-Store F-Droid bezogen wurde. Erfolgte die Installation von KDE Connect stattdessen über den Play Store, wurde nicht gelöscht – obwohl die Codebasis in beiden Fällen wohl identisch ist.


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