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Fedora: MariaDB soll MySQL ersetzen

Das Fedora-Team diskutiert darüber, statt der Datenbank MySQL künftig MariaDB einzusetzen. In der kommenden Version sollen zunächst beide Varianten beiliegen, um Nutzern den Übergang zu erleichtern.
/ Jörg Thoma
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MariaDB soll unter Fedora 19 als Standard eingeführt werden. (Bild: MariaDB Foundation)
MariaDB soll unter Fedora 19 als Standard eingeführt werden. Bild: MariaDB Foundation

Statt MySQL soll in Fedora die Datenbank MariaDB als Standard genutzt werden. Diesen Schritt diskutiert das Fedora-Team gegenwärtig. Um Nutzern den Übergang zu erleichtern, sollen in der kommenden Version Fedora 19 noch beide Datenbanken angeboten werden. Erst in Fedora 20 soll MariaDB exklusiv verfügbar sein. "Eine parallele Installation wird aber nicht möglich sein. Entscheidet euch für die eine oder andere" , schreibt Red-Hat-Mitarbeiter Jaroslav Reznik in seinem Vorschlag(öffnet im neuen Fenster) .

Als Begründung für den Wechsel geben die Entwickler an, sich nicht mehr darauf verlassen zu können, dass MySQL von Besitzer Oracle auch künftig Open Source bleiben wird. Die Entwickler zeigen sich besorgt darüber, dass die Fehlerdatenbank zu großen Teilen nicht mehr öffentlich ist. Außerdem veröffentliche Oracle keine nützlichen Informationen zu möglichen Sicherheitslücken. Regressionstests würden von Oracle ebenfalls nicht mehr freigegeben, moniert Red-Hat-Mitarbeiter Jaroslav Reznik.

MariaDB habe hingegen die aktivere Community und hege den Open-Source-Gedanken weit konsequenter, als das MySQL-Team es tut, schreibt Reznik weiter.

MariaDB soll das bessere MySQL sein

Erst kürzlich hatten die MariaDB-Entwickler eine erste Alpha der kommenden Version 10 der MySQL-Abspaltung vorgestellt. MariaDB solle nicht mehr den Eindruck erwecken, dass sie auf MySQL aufbaue. Dennoch soll MariaDB auch weiterhin kompatibel zu MySQL sein, aber zusätzliche Funktionen bieten. Zu den MariaDB-Gründern gehört auch einer der MySQL-Gründer, Monty Widenius. Eine Liste auf der MariaDB-Webseite(öffnet im neuen Fenster) zeigt die Unterschiede zwischen den beiden Datenbanken auf.

Das gemeinsame API und ABI ist auch Voraussetzung dafür, dass MariaDB in Fedora zum Standard wird, schreibt Reznik.

Gegenwärtig wird über die Neuerungen diskutiert, die in das nächste Fedora 19 einfließen sollen. Ein Zeitplan oder ein Erscheinungstermin steht noch nicht fest. Fedora 18 ist vor wenigen Tagen veröffentlicht worden .


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