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Fedora 22 bringt mehr Stabilität, vor allem für Desktop-Anwender.
Fedora 22 bringt mehr Stabilität, vor allem für Desktop-Anwender. (Bild: Fedora)

Fazit und Ausblick

Fedora 22 konsolidiert die Ergebnisse aus den Umstellungen des Projekts Fedora.next zu Fedora 21 und bringt zudem mit Gnome 3.16 einen weiter aufpolierten Standard-Desktop. Das Konzept dieser Umstellung hat Gnome-Entwickler Christian Schaller in seinem Blog als der Weg von bleeding edge zu leading edge treffend beschrieben.

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Fedora erscheint mit Workstation 22 durch die Aufteilung in drei Kernkompetenzen stabiler als zu Zeiten vor der Aufteilung. Damals schien Fedora in erster Linie die Entwicklungs- und Experimentierumgebung für Red Hats RHEL zu sein; Stabilität stand dabei vermutlich erst an zweiter Stelle. Hier beginnt eine fühlbare Verschiebung der Paradigmen zu greifen, die Fedora als Distribution für neue Anwenderschichten erschließen soll. Auch die Zuverlässigkeit einer zeitgerechten Veröffentlichung wurde verbessert, Fedora 22 erscheint mit nur einer Woche Verspätung.

Zu diesem positiven Ausblick will allerdings der Installer Anaconda noch nicht so recht passen. Alles andere als eine Installation auf die gesamte Platte ist für unerfahrene Anwender ein Geduldsspiel. Dies ist nicht mehr zeitgemäß und schränkt zudem den potenziellen Nutzerkreis unnötig ein. Ansonsten treibt Fedora 22 die Einführung von Wayland weiter voran und will mit Fedora 23 in sechs Monaten den neuen Display-Server zum Standard machen. Bei Gnome 3.16 fällt auf, dass die Bedienung per Tastatur immer mehr in den Fokus der Entwickler rückt, die Bedienung per Maus erscheint nicht ganz so flüssig.

Über Fedora 22 hinaus

Fedora 22 verspricht, dass die Workstation-Variante künftig besser für den produktiven Desktop-Einsatz geeignet sein wird. Das bedeutet allerdings keineswegs Stillstand, denn der Umbau geht mit Fedora 23 weiter. Die Entwickler machen sich Gedanken, wie Distributionen in der Zukunft am besten veröffentlicht und danach unterstützt werden. Ein Problem derzeit ist demnach, dass die Kontrolle über das Produkt in dem Moment aufhört, in dem das Release in den Händen der Anwender ist und dort individuell aktualisiert wird. Der verstärkte Einsatz von Rpm-Ostree soll künftig eine bessere Unterstützung auch über die Aktualisierungen des Systems während des Lebenszyklus gewährleisten.

Ein weiterer Fokus für das für den 27. Oktober geplante Release von Fedora 23 liegt auf den Sandboxed Applikations, die, ähnlich einem Container, Applikationen gegeneinander abschotten. Als neue Oberfläche könnte ein Spin mit Cinnamon hinzukommen. Es bleibt also spannend, wenn es um Fedora geht.

Dieser Artikel erschien in der Ausgabe 06/15 des Magazins Linux User, das wie Golem.de zum Verlag Computec Media gehört. Der Schwerpunkt des Heftes liegt bei den Shell-Tools und vermittelt einen umfassenden Eindruck, was mit ein paar einfachen Befehl auf der Kommandozeile alles bewirkt werden kann. Außerdem beschreiben weitere Artikel, wie Kali Linux zur Netzwerksicherheit beitragen kann und wie auch Server zu Hause mit Cockpit und Linux Dash verwaltet werden können.

 Trotz Neuerungen ist Fedora 22 durchaus stabil

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@rhaglion 21. Jun 2015

Solang man die fedup-Warnungen beachtet, läuft das wirklich ohne Probleme durch (bei mir...

FedoraUser 17. Jun 2015

Also auf meinen KVM Host bootet die Server Version von Fedora 22 in gefühlt 5 Sekunden...

Ork 17. Jun 2015

Ein Tip: Durchsuche die User-Mailingliste nach den Programmen die du benutzen willst. Die...

Seitan-Sushi-Fan 15. Jun 2015

Das ding heißt libsolv: https://github.com/openSUSE/libsolv

Anonymer Nutzer 15. Jun 2015

Warum wird das per se als unnötig betrachtet?



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