DNF statt Yum, Wayland für Experimentierfreudige
Pakete per DNF installieren statt mit Yum
Fedora 22 macht den Schwenk von Yum hin zu DNF als Paketmanager, der bereits seit Fedora 18 alternativ mit ausgeliefert wird. DNF steht für Dandified Yum und soll schneller als Yum das Updaten, Installieren und Entfernen von RPM-Paketen bewältigen. DNF bringt auch einen neuen Resolver namens libsolf mit, der Abhängigkeiten schneller und besser auflösen soll. Zudem bietet es eine Schnittstelle, mit der es funktionell erweitert wird. Die Bedienung ist einfach, ein sudo dnf install Paketname installiert ein Paket, sudo dnf distro-sync aktualisiert das komplette System.
Eine grafische Oberfläche steht ebenfalls zur Verfügung. Dazu wurde der bisherige Yum Extender umgeschrieben und heißt jetzt yumex-dnf. Ein einfaches sudo dnf install yumex-dnf installiert das Paket.
Anaconda bleibt ein schwieriger Installer
Der größte Kritikpunkt an Fedora war und bleibt der Installer Anaconda, der nun standardmäßig DNF-Code benutzt. Das hat aber die für Einsteiger nur schwierig zu durchschauende Nutzerführung nicht verbessert. Vor allem die Partitionierung gestaltet sich durch die Verschachtelung der Optionen recht undurchsichtig, obwohl hier in den letzten Versionen erläuternder Text hinzugekommen ist. Am einfachsten ist noch die Variante, die ganze Festplatte zur Verfügung zu stellen. Daraufhin wird die Platte komplett gelöscht und Fedora 22 installiert. Eine weitere Option, die bei einem vorinstallierten Windows lediglich vorhandenen freien Plattenplatz nutzt oder vorhandene Linux-Partitionen überschreibt, ist ohne viele Einstellungen zu benutzen. Die benutzerdefinierte Variante bedarf eines erfahrenen Nutzers oder Zeit für die Einarbeitung per Versuch und Irrtum. Fedora erstellt standardmäßig eine Bootpartition und installiert ein LVM (Logical Volume Manager) samt Dateisystem Btrfs.
Wayland gibt es als Alternative
Die Installation unter Verwendung der gesamten Festplatte gestaltete sich problemlos, der Vorgang dauerte rund zehn Minuten auf einem Notebook mit herkömmlicher HDD-Festplatte. Beim Login kann man zwischen Gnome, Gnome Classic und dem neuen Standard Gnome-Wayland-Sitzung wählen. Wir testeten die Wayland-Sitzung, die im Problemfall automatisch auf X-Wayland zurückfallen soll. Während des Testzeitraums fiel lediglich ein Problem mit der Wayland-Sitzung auf, das weiter unten näher beschrieben ist. Sowohl Wayland als auch der Fallback X-Wayland arbeiten mit der Bibliothek Libinput zusammen, wenn es um das Erkennen und Einbinden von Eingabegeräten geht.
Der erste Reboot fragt noch einmal die Lokalisation ab, zur Einrichtung von WLAN wurde lediglich das Passwort benötigt. Vorbildlicherweise fragt Fedora dann die Einstellungen zum Datenschutz ab. Ortungsdienste und automatische Problemberichterstattung sind zwar standardmäßig eingeschaltet, können hier aber mit zwei Mausklicks abgestellt werden. Noch anwenderfreundlicher wäre die umgekehrte Variante des Opt-in. Daraufhin werden Onlinekonten wie Facebook, Google Plus, Windows Live oder Owncloud zum Verbinden angeboten. Das kann aber auch später noch erledigt und bei Bedarf erweitert werden.
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| Fedora 22 im Test: Das Ende der Experimentierphase | Trotz Neuerungen ist Fedora 22 durchaus stabil |










Solang man die fedup-Warnungen beachtet, läuft das wirklich ohne Probleme durch (bei mir...
Also auf meinen KVM Host bootet die Server Version von Fedora 22 in gefühlt 5 Sekunden...
Ein Tip: Durchsuche die User-Mailingliste nach den Programmen die du benutzen willst. Die...
Das ding heißt libsolv: https://github.com/openSUSE/libsolv