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Fedora 21 ist erschienen.
Fedora 21 ist erschienen. (Bild: Screenshot Golem.de)

Fokussierte Softwareauswahl

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Als Standarddesktop dient Gnome 3.14.2, der mit einer neuen Gestensteuerung sowie Optimierungen für die Darstellung auf hochauflösenden Displays ausgestattet wurde. Gnome lässt sich in Fedora 21 auch versuchsweise mit dem X.org-Ersatz Wayland betreiben. Das dafür benötigte Paket gnome-session-wayland-session ist bereits vorinstalliert. Im Anmeldebildschirm lässt sich Gnome dann mit dem alternativen Displaymanager starten. In einem kurzen Testbetrieb auf einem Laptop mit Intels Sandy-Bridge-Plattform lief der Desktop flüssig und ohne nennenswerte Einschränkungen. Ab und zu hüpfte der Mauszeiger oder verschwand für eine längere Zeit hinter einem Fenster. Den Entwicklern bleibt aber nach eigenem Bekunden noch viel Arbeit, die vollständige Umstellung auf Wayland umzusetzen. Viele Anwendungen nutzen noch die Wrapper Xwayland. Erst im übernächsten Fedora 23 soll Wayland als Standard eingesetzt werden.

Nach der Installation der Workstation-Variante fragt der Gnome-Desktop nochmals eine Sprachauswahl ab und bietet die Einrichtung diverser Internetdienste an, etwa für Twitter, Facebook oder Google. Hier zeigt sich beispielsweise die gezielte Paketauswahl. Es fehlen unter anderem die administrativen Werkzeuge für die Firewall- oder Netzwerkeinstellungen. Stattdessen soll die beigelegte Software für den täglichen Arbeitseinsatz dienen. Standardmäßig werden etwa Libreoffice in der aktuellen Version 4.3.4.1 oder Firefox 34 mitinstalliert. Ärgerlich ist nur die inkonsequente Umsetzung der Spracheinstellungen. Obwohl wir bei der Installation Deutsch angegeben haben, mussten wir die entsprechenden Sprachpakete für Benutzeroberfläche bei Libreoffice nachinstallieren.

  • Fedora 21 macht ausgiebig Gebrauch von Systemd. (Screenshots: Golem.de)
  • In Fedora 21 ist Gome 3.14 der Standarddesktop.
  • Die Softwareverwaltung hat jetzt Vorschaubilder.
  • Der DevAssistent soll Entwicklern die Arbeit erleichtern und installiert notfalls fehlende Pakete.
  • Updates lassen sich in der Softwareverwaltung nachinstallieren, über Yum klappt das aber aktuell zuverlässiger.
  • Die aktuelle Version des Browsers Firefox läuft unter Gnome auch mit dem Displaymanager Wayland.
  • Die Systemverwaltung Cockpit sorgt für Überblick, ist aber standardmäßig nur in der Serverversion dabei.
  • In Cockpit lässt sich anzeigen, welche Dienste Systemd startet.
  • Der Installer Anaconda bleibt weitgehend unverändert...
  • ...mitsamt seinem komplizierten Partitionierungswerkzeug.
Der DevAssistent soll Entwicklern die Arbeit erleichtern und installiert notfalls fehlende Pakete.

Der DevAssistent macht die Entwicklung einfacher

Neu ist die Anwendung DevAssistent für Entwickler. Damit lassen sich Entwicklungsprojekte konfigurieren, darunter C oder C++, Java, Node.js, Perl, PHP, Python oder Ruby. Fehlen die entsprechenden Basispakete noch, werden sie installiert, etwa Eclipse. Bereits begonnene Projekte lassen sich in der Anwendung verwalten. Die in Fedora 20 entfernten Pakete Transmission und die Verwaltung für virtuelle Maschinen, Boxes, sind in der Workstation-Version wieder dabei.

Die Paketverwaltung wurde ebenfalls überarbeitet. Jetzt werden für die dort aufgelisteten Pakete Vorschaubilder angezeigt, was die Übersichtlichkeit deutlich verbessert. Eine Aktualisierung des Systems lässt sich von dort starten, ein Link in der Systemsteuerung von Gnome führt ebenfalls dorthin. Das Werkzeug meldete uns jedoch, dass die installierte Software auf dem aktuellen Stand sei, obwohl wir über Yum bereits zahlreiche Updates einspielen konnten.

  • Fedora 21 macht ausgiebig Gebrauch von Systemd. (Screenshots: Golem.de)
  • In Fedora 21 ist Gome 3.14 der Standarddesktop.
  • Die Softwareverwaltung hat jetzt Vorschaubilder.
  • Der DevAssistent soll Entwicklern die Arbeit erleichtern und installiert notfalls fehlende Pakete.
  • Updates lassen sich in der Softwareverwaltung nachinstallieren, über Yum klappt das aber aktuell zuverlässiger.
  • Die aktuelle Version des Browsers Firefox läuft unter Gnome auch mit dem Displaymanager Wayland.
  • Die Systemverwaltung Cockpit sorgt für Überblick, ist aber standardmäßig nur in der Serverversion dabei.
  • In Cockpit lässt sich anzeigen, welche Dienste Systemd startet.
  • Der Installer Anaconda bleibt weitgehend unverändert...
  • ...mitsamt seinem komplizierten Partitionierungswerkzeug.
Die Systemverwaltung Cockpit sorgt für Überblick, ist aber standardmäßig nur in der Serverversion dabei.

Verwalten mit Cockpit

Die Servervariante kommt naturgemäß ohne grafische Oberfläche aus. Neu sind hier diverse Administrationswerkzeuge, darunter auch Cockpit. Über diese webbasierte Systemverwaltung lässt sich ein Server überwachen. Er zeigt die CPU-Auslastung, den verwendeten Arbeitsspeicher oder den Netzwerkverkehr an. Auch die von Systemd verwalteten Dienste können über Cockpit eingesehen werden. Damit von einem entfernten Rechner auf Cockpit zugegriffen werden kann, muss die Verbindung über Kerberos initiiert werden. Sie lässt sich lokal auch in der Workstation-Variante ausprobieren, muss aber zunächst über Yum installiert werden. Neben Cockpit gibt es auch das neue Verwaltungswerkzeug für Server Rolekit oder den Domaincontroller FreeIPA.

Verfügbarkeit

Fedora 21 Server und Workstation gibt es zum Download über die Webseite des Projekts. Die dritte Version für Clouds ist dort ebenfalls erhältlich. Insgesamt gibt es 21 Spins mit der aktuellen Version von Fedora, darunter mit den Desktops KDE, LXDE, Mate oder Xfce. Außerdem gibt es speziell angepasste Varianten mit Werkzeugen zur Sicherheitsanalyse, für Designer und Musiker oder für die Roboterprogrammierung.

Fazit

Bis auf ein paar Kleinigkeiten macht Fedora 21 insgesamt einen guten Eindruck. Möglicherweise hat der Linux-Distribution die längere Pause seit der letzten Veröffentlichung gutgetan. Die Entwickler haben sie offenbar nicht nur dazu genutzt, Fedora-Next umzusetzen, sondern auch an der einen oder anderen Kleinigkeit zu feilen. Lediglich das Partitionierungswerkzeug in Anaconda ist nach wie vor schlicht unübersichtlich. Aber die Aufteilung in Server und Workstation-Version hat der Linux-Distribution gutgetan und wurde auch konsequent umgesetzt.

 Fedora 21 im Kurztest: Eine Aufteilung, die guttut

eye home zur Startseite
derdiedas 18. Dez 2014

CentOS ist halt ein Clone der RedHat Enterprise Linie. Und für mich nach wie vor die für...

MisterProll 17. Dez 2014

Am Anfang der Installation ist der rechts unten. Aber wie auch im Beitrag stand, muss...

Seitan-Sushi-Fan 17. Dez 2014

yum findet kein Prism-Paket.

EvilSheep 14. Dez 2014

absolut easy

BRDiger 11. Dez 2014

Ich kannte es vor allem als "Dümmsten anzunehmenden Nutzer" und ich denke er meinte es...



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