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Federation Services: Gaia-X kann noch nicht starten

Für die Federation Services des Cloud -Projekts Gaia-X gibt es laut Eco noch keine Zeile Code.
/ Achim Sawall
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Panel-Diskussion zum Thema Digitale Souveränität und Innovation - GAIA-X für Wirtschaft und Verwaltung. (Bild: Matthias Leitzke /Wobcom / eco)
Panel-Diskussion zum Thema Digitale Souveränität und Innovation - GAIA-X für Wirtschaft und Verwaltung. Bild: Matthias Leitzke /Wobcom / eco

Bislang fehlen mit den Federation Services kritische Basiskomponenten für das Cloud-Projekt Gaia-X. "Stand heute kann es ja noch gar keine Gaia-Services geben – weil die Spezifikationen noch nicht veröffentlicht sind" , sagte Maximilian Ahrens, Technikvorstand der für Gaia-X zuständigen Telekom-Tochter T-Systems der Welt am Sonntag. "Und ohne Services gibt es auch noch keine Produkte, die auf Gaia-X-Services basieren" .

Gegenwärtig ist laut Auskunft des federführenden Verbands der deutschen Internetwirtschaft Eco noch keine Zeile Programmcode für die Federation Services geschrieben. Bis Ende März sollen nun Spezifikationen veröffentlicht werden. "Danach müssen die einzelnen Gewerke ausgeschrieben werden" , erklärte der zuständige Eco-Bereichsleiter Andreas Weiss der Welt am Sonntag. "Die Ausschreibung läuft im Zeitraum bis Mitte Mai, dann müssen die Ausschreibungsgewinner ausgewählt werden." Ende des Jahres solle dann eine erste Version laufen.

Eco wird gemeinsam mit Partnern die GAIA-X Federation Services spezifizieren. Zu diesem Zweck hat Eco ein Project Management Office (PMO) eingerichtet und fünf Arbeitspakete definiert. Das Bundeswirtschaftsministerium fördert das Projekt mit rund 13,5 Millionen Euro.

Federation Services für Gaia-X

"Bei GAIA-X handelt es sich um ein föderatives Konzept" , sagte Weiss im Januar 2021(öffnet im neuen Fenster) . In diesem Sinne sollen auch die Dienste zum Föderieren (Federation Services) innerhalb des GAIA-X Ökosystems als Open Source erstellt werden. Auf dieser Grundlage können sich Benutzergruppen auch als Teil von GAIA-X selbst organisieren, sofern sie mit den entsprechenden Regeln konform gehen.

Telekom-Manager hatten in der vergangenen Woche vor einer wirtschaftlichen Schieflage des Prestigeprojektes gewarnt.

Die Telekom-Tochter T-Systems kritisiert das Ausbleiben öffentlicher Aufträge: Erst eine Nachfrage aus dem öffentlichen Sektor gebe dem Projekt die nötige Beschleunigung, sagte T-Systems-Technikvorstand Maximilian Ahrens: "Dieses Engagement der öffentlichen Hand fehlt bislang – es ist aber Bedingung dafür, dass Gaia-X funktionieren wird."


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