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Federal Aviation Administration: Ermittlungen gegen Boeing nach Rumpfbeschädigung

Die US-Flugsicherheitsbehörde FAA ordnet eine Inspektion der Boeing -737-9-MAX-Flotte nach einem Vorfall an, bei dem ein Teil des Rumpfes herausbrach.
/ Andreas Donath
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Alaska Airlines' Boeing 737 MAX 9 (Bild: Boeing)
Alaska Airlines' Boeing 737 MAX 9 Bild: Boeing

Die Federal Aviation Administration (FAA) hat eine Untersuchung gegen Boeing eingeleitet ( PDF(öffnet im neuen Fenster) ), nachdem während eines Fluges einer Boeing 737-9 MAX ein Teil des Rumpfes herausgebrochen war. Passagiere und Crew blieben von schweren Verletzungen verschont.

Die Luftfahrtbehörde hat Boeing ein Schreiben zukommen lassen, in dem sie dem Unternehmen zehn Tage Zeit gibt, um auf Bedenken zu reagieren, dass es möglicherweise Pflichten bei der Produktion, den Inspektionen und der Prüfung des Flugzeugs vernachlässigt hat.

Der Vorfall ereignete sich kurz nach dem Start eines Alaska-Airlines-Fluges . Ein Rumpfpaneel, das eine optionale Türöffnung abdeckt, riss ab, so dass ein großes Loch im Rumpf entstand. Eine Notlandung war die Folge. Nach dem Vorfall ordnete die FAA an, dass alle Boeing-737-9-MAX-Flugzeuge am Boden bleiben(öffnet im neuen Fenster) und inspiziert werden müssen. Bei den Inspektionen von Alaska Airlines und United Airlines wurden an der gleichen Stelle auch bei anderen Flugzeugen dieses Modells lose Schrauben entdeckt .

Boeing verspricht Transparenz und Offenheit

Als Reaktion auf das FAA-Schreiben bestätigte Boeing, dass es bei der Untersuchung, die gemeinsam mit dem National Transportation Safety Board (NTSB) durchgeführt wird, in transparenter Weise kooperieren werde.

Die Nachricht über die FAA-Untersuchung kam am selben Tag, an dem der europäische Konkurrent Airbus bekannt gab, dass er im vergangenen Jahr 735 Flugzeuge ausgeliefert(öffnet im neuen Fenster) und damit seine Position als führender Flugzeughersteller gefestigt hat. Boeing steigerte seine Auslieferungen auf 528 Flugzeuge, bleibt aber hinter Airbus zurück.

Airbus-Verkaufschef Christian Scherer berichtete, dass sich die Luftfahrtindustrie schneller als erwartet von der Coronapandemie erholt habe. Er zeigte sich zuversichtlich, dass Airbus sein Ziel bis 2026, monatlich 75 A320-Jets zu bauen, erreichen wird. Allerdings räumte Scherer ein, dass "wir noch nicht so schnell liefern können, wie einige das gerne hätten" .


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