Fe im Test: Fuchs im Farbenrausch

Schon wieder eines dieser bunt-esoterischen Indiegames? Stimmt - aber nur zum Teil. Das über Electronic Arts veröffentlichte Fe punktet mit einer ungewöhnlichen und wunderschön farbenfrohen Welt, vor allem aber mit solidem Gameplay.

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Artwork von Fe
Artwork von Fe (Bild: Electronic Arts)

Wir steuern nur einen kleinen, schwachen Fuchs - und sollen diesem riesigen, dick gepanzerten Monster einen Kristall klauen? Im Actionspiel Fe stehen wir immer wieder vor derartigen Herausforderungen, die wir zumindest auf den ersten Blick nicht lösen können. Natürlich schaffen wir es nach einiger Zeit dann doch, dem fiesen Biest den Stein abzuluchsen. Wie genau, verraten wir hier natürlich nicht.

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Nur so viel: In Fe lösen wir die allermeisten Probleme nicht im Kampf, sondern indem wir die Lage beobachten, die Umgebung untersuchen und auch mal um die Ecke denken. Manchmal - längst nicht immer - helfen uns aber auch die Spezialfähigkeiten der Hauptfigur Fe weiter.

Eine seiner wichtigsten ist eine Art Gesang, mit der wir auf Knopfdruck in Kontakt mit anderen Tieren treten. Kleine Vögel weisen uns dann den Weg, mächtige Eulen tragen uns zu sonst nicht erreichbaren Gebieten. Nach und nach schalten wir Spezialfähigkeiten frei, die uns weitere Optionen erlauben, etwas das Gleiten über größere Entfernungen.

In Fe sind wir in einer weitgehend offenen Welt mit Tälern, Flüssen und vielen steilen Felswänden unterwegs. Wir können uns frei bewegen, aber nicht jedes Hindernis ohne Weiteres überqueren. Allerdings können wir mit einer angenehm komfortabel gestalteten Sprungfunktion an Tannen emporklettern und dann beispielsweise von Wipfel zu Wipfel hüpfen und kommen so auch mit Bäumen bewachsene Felswände hoch.

  • Im gemeinsamen "Gesang" mit einem Vogel lernen wir eine neue Fähigkeit. (Bild: EA / Screenshot: Golem.de)
  • Ein Geräuschloser röstet Fe mit seinem Strahl. (Bild: EA / Screenshot: Golem.de)
  • Auf Knopfdruck könen wir eine Übersichtskarte aktivieren. (Bild: EA / Screenshot: Golem.de)
  • Auf dem Rücken der mächtigen Eule erreichen wir ein neues Gebiet. (Bild: EA / Screenshot: Golem.de)
  • Die wenigen Texte sind gut übersetzt. (Bild: EA / Screenshot: Golem.de)
  • Solche Wandzeichnungen müssen wir mit Gesamt freischalten. (Bild: EA / Screenshot: Golem.de)
  • Auch mit Blumen und einigen anderen Objekten kann Fuchs Fe interagieren. (Bild: EA / Screenshot: Golem.de)
  • Diese Energiebarrieren können wir zerstören. (Bild: EA / Screenshot: Golem.de)
  • Blick über die surreal-schöne Landschaft von Fe. (Bild: EA / Screenshot: Golem.de)
Im gemeinsamen "Gesang" mit einem Vogel lernen wir eine neue Fähigkeit. (Bild: EA / Screenshot: Golem.de)
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Die Umgebungen sind alles andere als realistisch gestaltet, sondern strahlen in wunderschönen, meist warmen Farben - Orange, Lila und Rot sehen wir öfters. In abgelegenen Tunnelsystemen kann die vorherrschende Farbe allerdings auch mal in fast eisig wirkendes Blau übergehen.

Eine Handlung im klassischen Sinne mit Zwischensequenzen gibt es nicht. Nach und nach erfahren wir aber, dass feindliche Wesen, die Geräuschlosen, in unsere Welt eingedrungen sind und wir etwas gegen sie machen müssen. Diesen Gegnern können wir im Normalfall relativ gut ausweichen, damit sie uns nicht mit einem Energiestrahl rösten.

Falls das doch mal passiert, können wir aber von einem der gut gewählten Rücksetzpunkte aus weitermachen. Geübte Spieler dürften für die Hauptkampagne um die acht Stunden benötigen, wer viel auf Entdeckungstour geht und optionale Geheimnisse sucht, dürfte noch ein paar Stunden mehr beschäftigt sein.

Fe ist als Download für Nintendo Switch, Playstation 4, Xbox One und Windows-PC (Origin) erhältlich, der Preis liegt bei rund 20 Euro. Das Programm ist beim schwedischen Entwicklerstudio Zoink Games mit Unterstützung durch Electronic Arts entstanden. Mikrotransaktionen gibt es trotzdem nicht, auch keinen Multiplayermodus. Sprache spielt keine Rolle, ein paar Bildschirmtexte sind übersetzt. Von der USK hat das Programm eine Freigabe ab sechs Jahren erhalten.

Fazit

Fe gelingt es, einerseits eine ganz eigene Welt und Stimmung auf den Bildschirm zu zaubern und andererseits solide Spielmechaniken zu bieten, die clever aufgebaut sind und für langanhaltende Unterhaltung sorgen. Mehr als einmal sind wir voll und mit Genuss in die "nur noch fünf Minuten"-Falle getappt, um noch ein Rätsel zu lösen oder einen Abschnitt abzusuchen. Und haben dann eben doch eine Stunde oder länger weitergespielt.

Auf Dauer hat uns nur die trotz der guten Übersichtskarte oft schwierige Orientierung gestört. Wo es vor allem abstrakte Felsen, Blumen und Bäume gibt und keine sofort wiedererkennbaren Bauten, kann man sich allzu leicht verlaufen. Trotzdem ist Fe eine gute Wahl für alle, die bei angenehmer Atmosphäre und schöner Musik abends noch ein paar Minuten (oder Stunden) mit einem Spiel entspannen möchten, ohne sich dabei unterfordert zu fühlen.

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