FCC: US-Regulierungsbehörde verbietet Router aus dem Ausland
Die US-amerikanische Federal Communications Commission (FCC) will überraschend den Verkauf aller neuen WLAN-Router verbieten, die nicht in den USA hergestellt wurden. Wie die Regulierungsbehörde am 23. März 2026 erklärte(öffnet im neuen Fenster) , ist die US-Regierung der Meinung, dass im Ausland hergestellte Router "Schwachstellen in der Lieferkette" aufwiesen, die ausgenutzt werden könnten.
Betroffen sind "alle im Ausland hergestellten Router für Endverbraucher" . Doch das Rad der Geschichte der internationalisierten Produktion lässt sich nicht so einfach zurückdrehen; die Behörde betonte: "Diese Maßnahme betrifft keine bereits gekauften Router für Endverbraucher. Verbraucher können alle Router, die sie bereits rechtmäßig erworben haben, weiterhin nutzen."
Auch gilt das Verbot nicht rückwirkend für den Handel. Der Verkauf, Import und die Vermarktung von Routermodellen, die zuvor von der FCC zugelassen wurden, werden nicht eingeschränkt.
"Diese Maßnahme bedeutet, dass neue Modelle ausländischer Router nicht mehr in den USA vermarktet oder verkauft werden dürfen" , erklärte der FCC-Vorsitzende Brendan Carr auf X(öffnet im neuen Fenster) . Diesen Geräten werde künftig die FCC-Zulassung verweigert.
Internationale Hintertürenzentrale USA
Router in den USA müssten über vertrauenswürdige Lieferketten verfügen, damit ausländischen Akteuren keine potenziell eingebauten Hintertüren zu amerikanischen Haushalten, Unternehmen, kritischer Infrastruktur und Rettungsdiensten geboten würden, erklärte die FCC.
Die USA sind selbst spezialisiert auf das Abfangen von Routern in der Lieferkette, wo die NSA Hintertüren einbaut: Im Mai 2014 forderte der Chefsyndikus des US-Netzwerkausrüsters Cisco, Mark Chandler , von Regierungen weltweit einen Verzicht auf die Manipulation ausgelieferter Internet-Hardware. Das Unternehmen reagiert damit auf Berichte, wonach eine Spezialabteilung des US-Geheimdienstes NSA beim Transport Geräte abfängt und mit Spähprogrammen versieht.
Das aktuelle Verbot der FCC betrifft auch große US-amerikanische Router-Anbieter wie Netgear. Viele Modelle werden nach dem durch Zölle erzwungenen Rückzug der Produktion aus China mittlerweile in Vietnam, Thailand und Indonesien hergestellt.
Laut FCC können Routerhersteller jedoch eine Ausnahmegenehmigung beantragen. Dies verlange einen "detaillierten, zeitlich festgelegten Plan zur Einrichtung oder Erweiterung der Produktion des Routers in den Vereinigten Staaten, für den der Antragsteller eine bedingte Zulassung beantragt" .
Router-Hersteller TP-Link erklärte: "Seit 2018 produziert TP-Link Netzwerkprodukte für den US-amerikanischen Markt in einem eigenen Werk in Vietnam." Das Unternehmen erklärte gegenüber dem britischen PCMag(öffnet im neuen Fenster) : "Nahezu alle Router werden außerhalb der USA hergestellt. Die Ankündigung der FCC zu neuen, bisher nicht zugelassenen Geräten dürfte die gesamte Routerbranche betreffen."
TP-Link wurde im Jahr 1996 in Shenzhen, China, gegründet und hat für sein Auslandsgeschäft eine weitere Unternehmenszentrale im kalifornischen Irvine und eine Holding in Singapur aufgebaut.
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