FCC: Regulierer für Übernahme von Sprint durch T-Mobile US
Die US-Regulierungsbehörde FCC (Federal Communications Commission) will die Übernahme von Sprint durch T-Mobile US unterstützen. Das gab FCC-Chef Ajit Pai am 20. Mai 2019 bekannt(öffnet im neuen Fenster) . Die Netzbetreiber hätten zuvor Zugeständnisse beim ländlichen Ausbau und für den vermeintlichen "Ausbau der führenden Rolle der USA bei 5G gemacht" . Damit wird die 26-Milliarden-Dollar-Übernahme von Sprint wahrscheinlicher.
Die Übernahme muss von den Kartellbehörden der FCC und des Justizministeriums genehmigt werden. Vor einem Monat hatte die Kartellbehörde erklärt, dass die geplante Fusion in der derzeitigen Struktur wahrscheinlich nicht genehmigt werde.
Die FCC teilte mit, dass die Unternehmen vereinbart haben, in neue drahtlose Breitbanddienste zu investieren, insbesondere in ländlichen Gebieten, und eine neue 5G-Infrastruktur mit Sprints Lizenzen im mittleren Frequenzbereich aufzubauen. Die Unternehmen haben außerdem vereinbart, Sprints Marke Boost zu verkaufen, einen Prepaid-Mobiltelefondienst mit Millionen Kunden.
Die Genehmigung des Justizministeriums steht aber weiter aus, womit die Fusion immer noch scheitern könnte.
Die japanische Telekom Softbank Group besitzt fast 85 Prozent der Sprint-Anteile. Die Deutsche Telekom kontrolliert T-Mobile. Das kombinierte Unternehmen würde fast 100 Millionen Kunden haben und knapp vor AT&T mit 93 Millionen und hinter Verizon Communications mit 116 Millionen liegen.
Sprint und T-Mobile hatten bereits 2014 einen Fusionsversuch unternommen, der an Einwänden der US-Kartellbehörden gescheitert war. Damals hätte Sprint die Kontrollmehrheit bei der fusionierten Gesellschaft haben sollen. Seitdem haben sich die Kräfteverhältnisse jedoch stark verschoben. Die Telekom hatte ihre heutige US-Tochter einst für 28,5 Milliarden US-Dollar gekauft. Später wurde die Fusion mit dem Konkurrenten MetroPCS vollzogen.
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