• IT-Karriere:
  • Services:

FBI: "Kim Dotcom hatte ein Gerät, um weltweit Server zu löschen"

Kim Dotcom hat sich bei Twitter über das FBI lustig gemacht. Dessen Behauptung, er habe weltweit Server löschen können, sei eine Hollywood-Fantasie.

Artikel veröffentlicht am ,
Kim Dotcom und seine Frau Mona beim Auckland High Court im August 2012
Kim Dotcom und seine Frau Mona beim Auckland High Court im August 2012 (Bild: Sandra Mu/Getty Images)

Kim Schmitz alias Dotcom hat auf den Bericht des FBI über "sein Gerät zur Serverlöschung" bei Twitter mit den Worten reagiert: "Willkommen in Hollywood". Das FBI hatte der neuseeländischen Polizei gesagt, dass der Chef von Megaupload ein Gerät habe, mit dem er Daten von Servern löschen könne. Das ergab das Verhör des Anwalts Paul Davison mit einem Sergeant, der bei der Durchsuchung der Villa von Dotcom am 20. Januar 2012 beteiligt war.

Stellenmarkt
  1. DATAGROUP Köln GmbH, Frankfurt
  2. Investitionsbank Schleswig-Holstein, Kiel

Laut einem Bericht des New Zealand Herald bestätigte der Sergeant, dass er vom FBI erklärt bekommen habe, dass Dotcom über ein "Gerät, das weltweit Server löschen kann", verfüge.

Dotcom und seinem Team werden im Zusammenhang mit Megaupload Urheberrechtsverletzungen in großem Ausmaß vorgeworfen. Der US-Film-, Musik- und Spieleindustrie soll ein Schaden in Höhe von 500 Millionen US-Dollar entstanden sein. Bei einer Auslieferung an die USA droht ihm für den Fall einer Verurteilung eine Haftstrafe von bis zu 20 Jahren. Mit der Anhörung beim High Court von Auckland sollen die Vorgänge bei der Durchsuchung der Villa geklärt werden. Der Grund für die Durchsuchung war laut Behördenangaben die Beweissicherung.

Festplatten mit Selbstzerstörungsmechanismus

Zum Zeitpunkt der Hausdurchsuchung war Megaupload bereits vom FBI abgeschaltet worden. Die Polizei ging aber offenbar davon aus, dass Dotcom versuchen würde, Daten im Haus oder auf anderen Servern zu zerstören. Festplatten mit Selbstzerstörungsmechanismus sind kein Mythos des FBI. Zudem erwarteten die Ermittler, dass Dotcom versuchen würde, geschäftliche Korrespondenz zu Megaupload, möglicherweise Absprachen über Urheberrechtsverletzungen und mit Werbekunden, zu löschen. Einnahmen soll Megaupload laut FBI-Anklageschrift vor allem durch Premiummitgliedschaften und Werbung erzielt haben. An Uploader, die populäre Werke hochluden, darunter auch urheberrechtlich geschützte, seien Belohnungen gezahlt worden, behauptet das FBI.

Megaupload betrieb laut FBI-Darstellung zahlreiche Server in mehreren Rechenzentren: Allein beim US-Provider Carpathia Hosting soll Megaupload rund 25 Petabyte an Speicherplatz angeboten haben. Der Hoster hat laut FBI mehr als 1.000 Server für Megaupload in Nordamerika zur Verfügung, darunter 525 in Ashburn, Virginia. Zudem hatte Megaupload 36 Server bei dem Internetprovider Cogent Communications. In Europa hatte Megaupload mehr als 630 Server von Leaseweb in Rechenzentren in den Niederlanden, Belgien und Deutschland gemietet. Hinzu kämen 36 von Megaupload im Oktober 2011 gekaufte Server, die ebenfalls bei Leaseweb untergestellt waren.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Top-Angebote
  1. Heute um 18 Uhr Release der RTX 3060
  2. 464,99€
  3. 99,99€ (Bestpreis)

bcypher 13. Aug 2012

ich finde sein "system-hacking" bzw "kapitalismus-hacking" ziemlich cool, und er macht...

NeverDefeated 13. Aug 2012

Na, wenn er die Zeit nicht hatte, als sie ihn erst aus seinem Schutzraum schneiden...

Technikfreak 13. Aug 2012

Ja, wenn es nur ein Messer gäbe, dann ist die Wahrscheinlichkeit, dass du erwischt wirst...

Animassola 11. Aug 2012

Wo sind die Beweise das er es auf illegale Art und Weise verdient hat? Also bis jetzt kam...

Technikfreak 11. Aug 2012

Das kann ich dir nicht sagen, aber einem Freund von mir wurde vorgeschlagen: - Wenn er...


Folgen Sie uns
       


Die Tesla-Baustelle von oben 2020-2021

Wir haben den Fortschritt in Grünheide dokumentiert.

Die Tesla-Baustelle von oben 2020-2021 Video aufrufen
Bill Gates: Mit Technik gegen die Klimakatastrophe
Bill Gates
Mit Technik gegen die Klimakatastrophe

Bill Gates' Buch über die Bekämpfung des Klimawandels hat Schwächen, es lohnt sich aber trotzdem, dem Microsoft-Gründer zuzuhören.
Eine Rezension von Hanno Böck

  1. Microsoft-Gründer Bill Gates startet Podcast

XPS 13 (9310) im Test: Dells Ultrabook ist besser denn je
XPS 13 (9310) im Test
Dells Ultrabook ist besser denn je

Wir dachten ja, bis auf den Tiger-Lake-Chip habe Dell am XPS 13 nichts geändert. Doch es gibt einige willkommene Änderungen.
Ein Test von Marc Sauter

  1. Dell-Ultrabook XPS 13 mit weniger vertikalen Pixeln
  2. Notebooks Dells XPS 13 mit Intels Tiger Lake kommt
  3. XPS 13 (9300) im Test Dells i-Tüpfelchen

MCST Elbrus: Die Zukunft von Russlands eigenen Prozessoren
MCST Elbrus
Die Zukunft von Russlands eigenen Prozessoren

32 Kerne für Server-CPUs, eine Videobeschleunigung für Notebooks und sogar SSDs: In Moskau wird die Elbrus-Plattform vorangetrieben.
Ein Bericht von Marc Sauter

  1. Anzeige Verkauf von AMDs Ryzen-5000-Serie startet
  2. Alder Lake S Intel bestätigt x86-Hybrid-Kerne für Desktop-CPUs
  3. Core i5-L16G7 (Lakefield) im Test Intels x86-Hybrid-CPU analysiert

    •  /