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FBI-Ermittlungen: NSA-Hacker vergaßen Exploits im Netz

Auch bei den Hackern der NSA geht mal was schief. Das FBI bestätigte im Rahmen seiner Ermittlungen zu den Shadow Brokers, dass der Angriffscode für Router wohl versehentlich im Netz gelandet ist.

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Hacker der NSA vergaßen offenbar Angriffswerkzeuge im Netz.
Hacker der NSA vergaßen offenbar Angriffswerkzeuge im Netz. (Bild: Darkside354/CC-BY-SA 4.0)

Das FBI geht offenbar davon aus, dass die vor einigen Wochen von der Hackergruppe Shadow Broker veröffentlichten Exploits von US-Agenten im Netz vergessen wurden, wie Reuters berichtet. Diese Theorie hatten viele Sicherheitsexperten bereits kurz nach der ersten Veröffentlichung vertreten. Die Tools gehören zur Equation Group, einer offensive Hackereinheit, die von Sicherheitsunternehmen dem US-Geheimdienst NSA zugeordnet wird.

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NSA-Quellen sollen dem FBI bestätigt haben, dass ein Mitarbeiter oder Auftragnehmer des Geheimdienstes die Angriffswerkzeuge bei einer Operation vor ungefähr drei Jahren auf dem Server vergessen hat. Die betroffene Person soll den Fehler kurz nach den Enthüllungen eingestanden haben.

Paket enthielt mehrere funktionierende Exploits

In dem von den Shadow Brokers geleakten Archiv waren mehrere Exploits für Router verschiedener Hersteller, darunter Cisco, Juniper und Huawei. Die Hersteller hatten die Echtheit der Exploits bestätigt, auch Kaspersky fand in dem Code Fragmente einer selten verwendeten Implementierung des Verschlüsselungsalgorithmus RC6, die das Sicherheitsunternehmen zuvor nur bei Untersuchungen der Shadow Broker gefunden hatte. Einige der Schwachstellen wurden mittlerweile durch Updates behoben, andere werden vermutlich nie geschlossen werden.

Die Shadow Broker hatten angekündigt, den Zugang für die restlichen, bislang nur verschlüsselten Informationen versteigern zu wollen. Wenn mehr als 1.000 Bitcoin zusammengekommen wären, sollten die Informationen für alle Nutzer einsehbar veröffentlicht werden. Bislang sind weniger als 2 Bitcoin zusammengekommen, die letzte Überweisung stammt aus dem August.

Die Veröffentlichungen hatten vor allem in den USA erneut eine Debatte ausgelöst, ob und wie staatliche Institutionen mit Exploits umgehen dürfen. Der Sicherheitsforscher Jason Healy hatte auf der Sicherheitskonferenz Defcon geschätzt, dass die NSA über ungefähr 50 aktive Exploits verfügen kann.



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