Fazit E3: Mittelgute Mainstream-Messe Jahrgang 2012

Wenig interessante neue Hardware, aber gute Spiele und ein Schwerpunkt auf Blockbuster-Titel: Die E3 2012 hinterlässt einen zwiespältigen Eindruck. Nächstes Jahr dürfte die Veranstaltung spannender werden - aber sie findet möglicherweise nicht in Los Angeles statt.

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Besucher der E3 2012
Besucher der E3 2012 (Bild: Gus Ruelas/Reuters)

"Naja, ganz gut": Mit diesen Worten und einem Achselzucken haben erstaunlich viele Branchenvertreter auf die Frage von Golem.de reagiert, wie sie die E3 2012 wahrgenommen haben. Begeisterung sieht anders aus - aber die war nach den Pressekonferenzen von Microsoft, Sony und Nintendo auch nicht zu erwarten. Was fehlten, waren starke Impulse für den besonders in den USA schrumpfenden Spielemarkt. Impulse, wie sie Nachfolger für die Xbox 360 und die Playstation 3 zum Beispiel hätten bieten können, ebenso wie Kampfpreise von Nintendo für die Wii U und die Ankündigung einer raschen Veröffentlichung.

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Nun hofft die Branche auf die Gamescom, die Mitte August 2012 in Köln stattfindet, sowie auf die E3 im kommenden Jahr. Wo diese stattfindet, steht übrigens noch nicht fest. Weil ein Teil des Messegeländes möglicherweise einem neuen Sportstadion weichen muss, prüft der Veranstalter, die Entertainment Software Association (Esa), eine Verlegung in eine andere Stadt. Im Gespräch sind unter anderem New York und San Francisco. Die Entscheidung soll in den nächsten Wochen fallen.

Nach Angaben der Esa waren rund 45.700 Fachbesucher auf der E3 2012, was einen leichten Rückgang gegenüber dem Vorjahr bedeutet - da waren es 46.800. Rund 200 Aussteller waren vertreten. Weitere Zahlen: Angeblich haben die Besucher der Hotelbranche rund 30.000 Übernachtungen und der Stadt Los Angeles rund 40 Millionen US-Dollar an zusätzlichem Umsatz beschert.

Auffällig war, dass sich 2012 nur ein Teil der Gesamtbranche auf der E3 getroffen hat. In erster Linie waren es die großen Publisher wie Electronic Arts und Ubisoft mit ihrem klassischen Blockbuster-Geschäftsmodell. Vertreter von anderen Marktsegmenten wie Browser-, Social- und Mobilegames waren fast nicht zu sehen. Weder Zynga noch Rovio Entertainment, weder Bigpoint.com noch Wooga waren - wenn sie denn überhaupt vor Ort waren - sonderlich präsent.

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Immerhin: Was die Publisher an Spielen gezeigt haben, ist etwas besser gewesen als das, was vor ein oder zwei Jahren zu sehen war. Wenn es schon keine neue Hardware und Effekte zu sehen gibt, müssen das offenbar die manchmal als Sekundärtugenden abgetanen Sachen wie die Story kompensieren. Messehighlights wie Beyond - Two Souls, Tomb Raider, Crysis 3 und Far Cry 3 haben, soweit das derzeit erkennbar ist, deutlich mehr zu bieten als "töte alle Feinde". Sie versprechen vielschichtige und packende Geschichten für Erwachsene, wie es sie in der Häufung bislang selten gab.

Trotzdem war von der nächsten Hardwaregeneration schon ein klein wenig zu erahnen - und das nicht nur mit der Hightech-Brille von John Carmack, sondern zum einen durch die späte Präsentation der Unreal Engine 4 durch Epic und zum anderen durch einige Titel mit auffallend starker Grafik.

Das Beispiel schlechthin ist sicherlich Watch Dogs von Ubisoft. Dessen Entwickler haben zwar inzwischen gesagt, dass sie die aktuellen Konsolen im Visier haben. Aber wer zwischen den Zeilen ihres Statements liest, findet durchaus einen gewissen Spielraum für andere Optionen. In spätestens einem Jahr weiß die Branche wahrscheinlich mehr - egal, in welcher Stadt die E3 dann stattfindet.

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